Hitzeschutz

Vereine und Verbände sollen Wettbewerbe absagen

Angesichts der für dieses Wochenende zu erwartenden hohen Temperaturen appelliert Sportministerin Theresa Schopper, bei Sportveranstaltungen den Hitze- und Gesundheitsschutz der Sportler in den Vordergrund zu stellen.

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Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Symbolbild

Angesichts der für dieses Wochenende zu erwartenden hohen Temperaturen appelliert Sportministerin Theresa Schopper, bei Sportveranstaltungen den Hitze- und Gesundheitsschutz der Sportlerinnen und Sportler konsequent in den Vordergrund zu stellen. Insbesondere bei Wettbewerben im Kinder- und Jugendsport seien die verantwortlichen Verbände und Vereine gefordert, ihre Veranstaltungen an die hohen Temperaturen anzupassen, zu verlegen oder abzusagen.

„Sport, Bewegung und Wettkampf sind wichtig und sollen vor allem Freude machen. Gleichzeitig steht natürlich die Gesundheit immer an erster Stelle – gerade angesichts der zu erwartenden hohen Temperaturen. Im Grunde kann man gerade nur frühmorgens oder teils sehr spät abends Ausdauersportarten betreiben. In der Hitze selbst bleibt draußen fast nur Schwimmen“, sagte die Ministerin. 

Sportmedizinische Empfehlung: ab 30 Grad Celsius weder Spiele noch Training

Die Zuständigkeit für den Wettkampf- und Spielbetrieb im Kinder- und Jugendfußball liegt bei den jeweiligen Sportfachverbänden und den verantwortlichen Veranstaltern vor Ort. Der Gesundheitsschutz der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen hat dabei höchste Priorität.

Für den Umgang mit hohen Temperaturen liegen sportmedizinisch fundierte Empfehlungen der Kommission Sportmedizin des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor. Danach sollen bei Temperaturen von über 35 Grad Celsius Spielverlegungen in die kühleren Vormittags- oder Abendstunden beziehungsweise auf einen anderen Termin geprüft werden. Ab 30 Grad Celsius sollen geeignete Präventionsmaßnahmen konsequent angewendet werden. Hierzu zählen insbesondere zusätzliche Trinkpausen, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor, während und nach dem Spiel, die Bereitstellung von Schatten- und Abkühlungsmöglichkeiten sowie ein angemessener Sonnenschutz. Ab 40 Grad Celsius sollen weder Spiele noch Training stattfinden.

Ministerin Schopper unterstützt Entscheidung des WFV zu Spielabsagen

Gleichzeitig betonte Ministerin Theresa Schopper, dass die konkrete Entscheidung stets unter Berücksichtigung der Bedingungen vor Ort getroffen werden müsse. Angesichts der angekündigten Hitze sei jedoch besondere Vorsicht geboten. Die Entscheidung des Württembergischen Fußballverbandes (WFV), der bereits am 24. Juni 2026 alle Spiele am Wochenende aufgrund der Hitze abgesagt hatte, unterstütze sie ausdrücklich: „Es ist vollkommen richtig, dass der Württembergische Fußballverband alle Spiele am kommenden Wochenende abgesagt hat. Ich setze darauf, dass die anderen Vereine und Verbände ebenso verantwortungsvoll reagieren.“

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