Mobilität

Mehr und bessere Rad-Stellplätze entlang der Filstalbahn

Mehr sichere und komfortable Fahrradabstellanlagen entlang der Filstalbahn sollen den Umstieg auf den Zug einfacher und attraktiver machen.

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Mehrere Erwachsene und Kinder fahren Fahrrad in einer Fahrradstraße.
Symbolbild

Entlang der Strecke des Metropolexpresses (MEX) 16 zwischen Stuttgart und Ulm soll es künftig mehr sichere und komfortable Fahrradabstellanlagen geben. Rund 20 Kommunen haben ihr Interesse an dem Projekt bekundet, das vom Land Baden-Württemberg gemeinsam mit der Deutschen Bahn sowie den Kommunen umgesetzt wird.

Gemeinsames Ziel ist es, den Umstieg auf den Zug mit gut erreichbaren Bike+Ride-Anlagen bis Ende 2027 einfacher und attraktiver zu machen. Wer sein Rad sicher und bequem am Bahnhof abstellen kann, nutzt häufiger Bus und Bahn – auch für längere Strecken. Das Vorhaben entlang der Filstalbahn ist ein Pilotprojekt. Die Erfahrungen sollen später auf weitere Bahnstrecken im Land übertragen werden.

Land schafft zuverlässiges Mobilitätsangebot

Verkehrsministerin Nicole Razavi sagte: „Wer mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommt, soll sich darauf verlassen können: Mein Rad steht hier sicher – und ich komme entspannt weiter. Genau das entwickeln wir jetzt zusammen mit DB InfraGO und den engagierten Kommunen entlang der Filstalbahn. Wir erleichtern damit Pendlerinnen und Pendlern den Arbeitsweg und unterstützen so auch Unternehmen, die auf ein zuverlässiges Mobilitätangebot für ihre Beschäftigten angewiesen sind. Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu unserem Ziel: mehr und bessere Fahrradabstellanlagen an Bahnhöfen im ganzen Land.“

Michael Groh, der Regionalleiter Südwest der DB InfraGO AG, ergänzte: „Mit dem streckenbezogenen Ausbau moderner Fahrradabstellanlagen entlang der MEX 16/Filstalbahn setzen Land, Deutsche Bahn und Kommunen gemeinsam ein starkes Zeichen. Sichere und attraktive Bike+Ride-Angebote erleichtern die Fahrt mit dem Zug, stärken die Verknüpfung von Rad und Bahn und machen den öffentlichen Verkehr noch attraktiver. Die beteiligten Kommunen profitieren bei diesem gemeinsamen Projekt von vereinfachten Verfahren, hoher Förderung und einer besseren Aufenthaltsqualität an ihren Bahnhöfen – ein Gewinn für Pendlerinnen und Pendler, Städte und den Klimaschutz gleichermaßen.“

Schulterschluss von Land und DB InfraGO erleichtert Umsetzung für Kommunen

Kommunen entlang der Strecke erhalten ein umfassendes Unterstützungsangebot vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der DB InfraGO. Dazu gehört eine kostenlose Beratung, um geeignete Standorte für die Fahrradabstellanlagen zu finden und den konkreten Bedarf zu ermitteln. Auch die Umsetzung wird deutlich vereinfacht: Die Kommunen können die Abstellanlagen kostengünstig über bestehende Rahmenverträge beschaffen, ohne eigene aufwendige Ausschreibungen durchführen zu müssen. Gleichzeitig profitieren sie von attraktiven Förderbedingungen.

Der Ausbau moderner Fahrradabstellanlagen ist ein wichtiger Baustein der RadSTRATEGIE des Landes (PDF). Ziel ist es, das Fahrrad besser mit Bus und Bahn zu verknüpfen und sichere Abstellmöglichkeiten als Teil einer leistungsfähigen Infrastruktur auszubauen. Im Auftrag des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg setzt die Kompetenzstelle RadPARKEN der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) das Thema federführend um.

Folgende Städte, Gemeinden und Landkreise haben Interesse an der Planung, Umsetzung und Kommunikation von Fahrradabstellanlagen bekundet: Stuttgart, Esslingen am Neckar, Plochingen, Reichenbach an der Fils, Göppingen, Ebersbach an der Fils, Uhingen, Eislingen an der Fils, Salach, Süßen, Kuchen, Geislingen an der Steige, Gingen an der Fils, Amstetten, Lonsee, Westerstetten, Beimerstetten, Ulm sowie der Landkreis Esslingen, der Landkreis Göppingen und der Alb-Donau-Kreis.

Weitere Stimmen aus den Kommunen

Auch Kommunen, die bereits ein gutes Angebot an Fahrradabstellanlagen haben, sind Teil des Projekts. Sie werden durch die Initiative RadKULTUR dabei unterstützt, die bestehenden Angebote bekannter zu machen und noch mehr Menschen für die Kombination von Fahrrad und Bahn zu gewinnen.

Initiative RadKULTUR

Die RadKULTUR ist eine Initiative des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg zur Gestaltung einer zukunftsfähigen und fahrradfreundlichen Mobilität in Baden-Württemberg. Ziel ist es, das Radfahren als ein Baustein der Mobilität der Zukunft zu stärken. Angebote wie der RadCheck, RadService-Punkt oder das RadStart-Paket schaffen konkrete Anreize fürs Radfahren im Alltag. Weitere Angebote entwickeln wir gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen, Vereinen sowie Bürgerinnen und Bürgern.

Kompetenzstelle RadPARKEN

Die Kompetenzstelle RadPARKEN der NVBW setzt im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg Maßnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus von Fahrradparkanlagen um. Sie berät und begleitet Kommunen bei der Umsetzung von Radabstellanlagen und entwickelt Themen weiter, die einen Beitrag zu den Mobilitätszielen des Landes leisten.

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