Baden-Württemberg hat seinen sechsten Green Bond mit einem Volumen von 600 Millionen Euro ausgegeben. Mit solchen Anleihen nimmt das Land Geld am Kapitalmarkt auf, um damit Ausgaben für Umwelt- und Klimaschutz zu refinanzieren. Erstmals richtet das Land seinen Green Bond dabei am neuen europäischen Standard für grüne Anleihen aus.
Finanzminister Dr. Danyal Bayaz: „Wer nachhaltig investieren will, muss nachvollziehen können, was mit seinem Geld finanziert wird. Der neue europäische Standard schafft dafür klare und transparente Regeln und damit Sicherheit und Verlässlichkeit.“
Erstmals richtet das Land seinen Green Bond dabei am neuen europäischen Standard für grüne Anleihen aus. Die Nachfrage nach der Anleihe war hoch: Investoren wollten mehr als dreimal so viele Anleihen erwerben, wie das Land angeboten hatte. Die Anleihe hat eine Laufzeit von zehn Jahren und einen Nominalzins von 3,625 Prozent. Fast 90 Prozent des Volumens ging an Investoren, die gezielt in ökologisch nachhaltige Anlagen investieren.
Erlöse refinanzieren 27 Projekte aus fünf Ministerien
Die Erlöse refinanzieren 27 Projekte aus fünf Ministerien. Dazu gehören besonders energieeffiziente Neubauten, der Ausbau von Radwegen sowie Maßnahmen, um die heimischen Wälder an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Insgesamt tragen die Maßnahmen zu fünf der sechs von der EU definierten Umweltziele bei.
Das Land Baden-Württemberg hat mit dieser Anleihe ein Alleinstellungsmerkmal am internationalen Kapitalmarkt: Bisher gab es noch keine Anleihe nach den EU-Vorgaben, die Ausgaben mit Wirkung auf mehr als zwei Umweltziele beinhaltet.
EU Green Bond Standard
Der EU Green Bond Standard gilt seit Ende 2024 und ist freiwillig. Wer eine Anleihe als „European Green Bond“ bezeichnet, muss jedoch verbindliche Vorgaben erfüllen. Dazu gehört insbesondere, dass die finanzierten Ausgaben den Nachhaltigkeitskriterien der EU entsprechen. Bislang wird der Standard nur bei einem vergleichsweise kleinen Teil der europäischen Green Bonds angewendet.
















