Verwaltung

Land und Kommunen starten Entlastungsoffensive

Mit der neu ins Leben gerufenen Zukunftskommission für Baden-Württemberg starten Land und Kommunen eine gemeinsame Entlastungsoffensive. Dies soll die Handlungsfähigkeit der Städte, Gemeinden und Landkreise wieder spürbar stärken.

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Innenminister Manuel Hagel (Mitte) spricht bei der Auftaktsitzung der Zukunftskommission für Baden-Württemberg.
Innenminister Manuel Hagel (Mitte) spricht bei der Auftaktsitzung der Zukunftskommission für Baden-Württemberg.

Mit der Auftaktsitzung im Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Europa hat die neu ins Leben gerufene Zukunftskommission für Baden-Württemberg offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Unter dem Vorsitz von Innenminister Manuel Hagel geht das Land neue Wege für handlungsfähige und starke Kommunen. Land und Kommunen setzen damit ein klares Zeichen für ein enges Miteinander, gegenseitiges Vertrauen und eine verlässliche Partnerschaft auf Augenhöhe.

Starker Schulterschluss mit der kommunalen Familie

„Ab jetzt legen wir den Schalter um. Mit der Zukunftskommission starten wir einen starken Schulterschluss mit unserer kommunalen Familie. In den letzten Jahren haben wir ein gesamtstaatliches Leistungsversprechen abgegeben, das unsere Kommunen jetzt schlicht überfordert. Deshalb stellen wir alles auf den Prüfstand und legen die Scheuklappen ab, damit unsere Landkreise, Städte, Gemeinden gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Wir wollen und werden keine Probleme beschreiben, sondern Probleme lösen. Das alles hat etwas mit Prioritäten zu tun. Wer alles macht, macht zwar vieles, aber vielleicht auch zu wenig richtig gut. Davon müssen und werden wir mit der Zukunftskommission wegkommen. Wir müssen den Mut haben, den Resetknopf zu drücken und genau das tun wir. Wir gehen jetzt ans Werk, wir kehren die Richtung um: weniger Standards, weniger Regelungen, schnellere Prozesse“, so Innenminister Manuel Hagel nach der ersten Sitzung der Zukunftskommission in Stuttgart.

Die Zukunftskommission steht für den einfachen, aber zugleich ambitionierten Gedanken: Ein starkes Land braucht handlungsfähige und starke Kommunen. In dem Sinne soll sie grundlegende Entscheidungen zu Umfang und Intensität staatlicher Aufgabenerfüllung auf den Weg bringen. Das beinhaltet die Weiterentwicklung der Finanzbeziehungen zwischen Land und Kommunen etwa im Hinblick auf das Konnexitätsprinzip sowie konkrete Vorschläge zum Bürokratieabbau, zur Standardanpassung und zur Aufgabenreduktion bei den Kommunen. „Anpassungen in den Bereichen sind zwingend notwendig, um die Handlungsfähigkeit der Städte, Gemeinden und Landkreise wieder spürbar zu stärken. In den letzten Jahren und Monaten ist sichtbar und spürbar geworden, dass unser Land vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft prägen unsere Gegenwart. Das zeigt uns: Wir müssen an vielen Stellen anders denken. Ja, ich möchte es auch ganz schonungslos sagen: Wir müssen besser werden. Wir müssen das ermöglichen, was möglich gemacht werden kann!“, unterstrich Innenminister Manuel Hagel.

Bereits bis Ende des Jahres 2026 wird ein „Zukunftsbündnis Land-Kommunen" geschlossen; erste konkrete Maßnahmen werden gebündelt in ein Jahresentlastungsgesetz eingebracht werden. „Die Zukunft unseres Landes entscheidet sich gerade auch vor Ort, in unseren Städten und Gemeinden. Die Zukunftskommission bringt deshalb Land und Kommunen an einen Tisch, um gemeinsam schnelle und konkrete Lösungen zu entwickeln“, sagte der Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Jörg Krauss nach der Sitzung. „Wir greifen damit den eng gesponnenen Gesprächsfaden mit den Kommunalen Landesverbänden auf und entwickeln die gute und enge Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und Kommunen weiter.“

Weitere Stimmen zur Zukunftskommission

Die Zukunftskommission wird die Arbeit der Landesregierung und der Kommunen über die gesamte Legislaturperiode hinweg begleiten, um die Zukunftsfähigkeit des Landes nachhaltig zu sichern. Den Vorsitz hat das Innenministerium – daneben gehören der Kommission die kommunalen Landesverbände, die Regierungsfraktionen, das Finanzministerium und das Staatsministerium an.

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