Am 14. September 2026 startet in Baden-Württemberg das neue Schuljahr. Für viele Kinder sind damit neue Wege zur Schule und neue Herausforderungen im Straßenverkehr verbunden. Die tägliche Routine muss sich noch entwickeln. Die Polizei tut auch in diesem Jahr alles, damit die Schülerinnen und Schüler auf ihren täglichen Wegen sicher ans Ziel kommen.
„Mit dem Ende der Sommerferien beginnt nicht nur das neue Schuljahr, sondern für viele Kinder im Land mit ihrer Einschulung auch ein neuer Lebensabschnitt. Häufig sind damit auch neue Wege verbunden. Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler alle sicher auf diesen Wegen unterwegs sind. Unsere Polizei unterstützt dabei auch in diesem Jahr wieder ganz besonders, damit auch alle sicher ankommen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel am 13. September 2026 zur landesweiten Aktion „Sicherer Schulweg“.
Umfassendes Maßnahmenpaket
Mit der Aktion „Sicherer Schulweg“ setzt Baden-Württemberg auch in diesem Jahr auf ein umfassendes Maßnahmenpaket aus Verkehrsüberwachung und Verkehrsunfallprävention. Die Polizei und die Kommunen setzen gezielte Schwerpunkte im Umfeld von Schulen und orientieren ihre Maßnahmen an den örtlichen Gegebenheiten. Begleitende Straßenbanner, Plakate und Veranstaltungen machen zum Schuljahresbeginn zusätzlich auf die besondere Schutzbedürftigkeit von Kindern aufmerksam und werben für gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr.
„Kinder nehmen den Straßenverkehr anders wahr als Erwachsene. Sie können Geschwindigkeiten aber auch Entfernungen noch nicht zuverlässig einschätzen und werden aufgrund ihrer Körpergröße leicht übersehen. Deshalb sind wir alle hier gefragt, wir alle können im Straßenverkehr aber auch besonders in der Nähe von Schulen helfen, die Schulwege sicher zu machen: aufmerksam, vorausschauend und rücksichtsvoll. Nur ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit kann schwerwiegende Folgen haben“, so Innenminister Manuel Hagel.
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei Baden-Württemberg 415 Verkehrsunfälle, bei denen Schülerinnen und Schüler auf ihrem Schulweg verunglückten (2024: 378 Schulwegunfälle; plus 9,8 Prozent). Hierbei verletzten sich 382 Schülerinnen und Schüler leicht sowie 43 schwer, eine Schülerin kam bei einem Schulwegunfall ums Leben.
Sicheres und rücksichtsvolles Verhalten konsequent vorleben
Auch wenn die Aufregung der ersten Schultage nachlässt und der Schulweg zunehmend zur Routine wird, bleibt es wichtig, sicheres und rücksichtsvolles Verhalten konsequent vorzuleben und gemeinsam mit den Kindern zu festigen. Besonders wichtig ist es, das richtige Verhalten an Kreuzungen, Einmündungen, Ampeln sowie Fußgängerüberwegen wiederholt einzuüben. Hilfreich kann zudem ein Blick aus der Perspektive des Kindes sein: Zwischen parkenden Fahrzeugen zum Beispiel ist die Sicht für Kinder häufig stark eingeschränkt.
Neben dem richtigen Verhalten auf dem Schulweg ist es wichtig, dass die Kinder im Straßenverkehr auch gesehen werden – gerade jetzt, mit den zunehmend kürzer werdenden Tagen ist das besonders wichtig. Helle Kleidung, reflektierende Flächen an Jacken und Schulranzen sowie eine funktionierende Beleuchtung an Fahrrädern oder Tretrollern können entscheidend dazu beitragen, dass die Kinder von anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern rechtzeitig wahrgenommen werden.
Eltern können wesentlich zu einem sicheren Schulweg beitragen, indem sie morgens ausreichend Zeit einplanen und ihre Kinder schrittweise an eine selbstständige Bewältigung des Schulwegs heranführen. Nach Möglichkeit sollten Kinder zu Fuß, mit dem Fahrrad und gemeinsam mit anderen Kindern zur Schule kommen. Ist eine Fahrt mit dem Auto notwendig, empfiehlt es sich, ausgewiesene Hol- und Bringzonen zu nutzen und die letzten Meter zur Schule zu Fuß zurückzulegen.
Aktion „Sicherer Schulweg“
Die Aktion „Sicherer Schulweg“ ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums des Inneren, für Digitalisierung und Europa, des Ministeriums für Verkehr sowie des Ministeriums für Kultus. Unterstützt wird sie durch die Polizei Baden-Württemberg, das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung, die Verkehrswachten, Städte, Gemeinden sowie die Partner der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion „GIB ACHT IM VERKEHR“.
Weitere Informationen und Tipps zur Schulwegsicherheit sind online abrufbar.
Schulwegunfälle* und Folgen im Jahresvergleich
* Verkehrsunfälle mit Schülerinnen und Schülern im Alter von sechs bis 17 Jahren, die als aktive Verkehrsteilnehmende auf dem Weg von und zur Schule verletzt oder getötet wurden.
- durchschnittlich pro Jahr im Zeitraum von 2019 bis 2021: 319
- 2022: 357
- 2023: 423
- 2024: 378
- 2025: 415
- Abweichung 2025 zu 2024: plus 9,8 Prozent
- durchschnittlich im Zeitraum von 2019 bis 2021: 286
- 2022: 324
- 2023: 391
- 2024: 339
- 2025: 382
- Abweichung 2025 zu 2024: plus 12,7 Prozent
- durchschnittlich im Zeitraum von 2019 bis 2021: 46
- 2022: 45
- 2023: 48
- 2024: 35
- 2025: 43
- Abweichung 2025 zu 2024: plus 22,9 Prozent
- durchschnittlich im Zeitraum von 2019 bis 2021: Zwei
- 2022: Null
- 2023: Eins
- 2024: Eins
- 2025: Eins
- Abweichung 2025 zu 2024: Null Prozent
















