Wirtschaft

Land fördert Weiterentwicklung der de:hubs

Eine Hand hält einen in augmented Reality illustrierten Kopf.

Durch die Fortführung der Landesförderung können sich die de:hubs in Baden-Württemberg strukturell und inhaltlich weiterentwickeln. Sie sind Anlaufstellen und Leuchttürme für internationale Kooperationen in den Feldern angewandte Künstliche Intelligenz, digitale Chemie und Gesundheit sowie Future Industries.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Bewilligung der zweiten Förderphase der baden-württembergischen de:hubs mit insgesamt rund 514.000 Euro aus dem Doppelhaushalt 2023/2024 bekanntgegeben. Durch die Fortführung der Landesförderung erhalten die de:hubs im Land die Möglichkeit, sich strukturell und inhaltlich weiterzuentwickeln. „Unsere de:hubs halten wichtige Unterstützungsangebote für Unternehmen in den Feldern angewandte künstliche Intelligenz (KI), digitale Chemie und Gesundheit sowie Future Industries bereit und verhelfen dem Land zu einer erhöhten Sichtbarkeit“, betonte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, anlässlich der Bewilligungen.

Die de:hubs in Baden-Württemberg fungieren als thematische Anlaufstellen und Leuchttürme für internationale Kooperationen in den Feldern angewandte KI in Karlsruhe, digitale Chemie und Gesundheit in Mannheim/Ludwigshafen und Future Industries in Stuttgart. Sie richten sich insbesondere an bestehende Unternehmen – insbesondere auch kleine und mittlere Unternehmen – mit Interesse am jeweiligen Themenschwerpunkt, Start-ups, Forschungseinrichtungen, Studierende sowie Investoren aus dem In- und Ausland. Die baden-württembergischen de:hubs haben bereits in einer ersten dreijährigen Förderphase, beginnend im Jahr 2019 beziehungsweise 2020, eine Landesförderung erhalten. Durch die Fortführung der Landesförderung sollen sie weiterhin Unterstützung für ihre Basisstrukturen sowie für den Ausbau ihrer inhaltlichen Aktivitäten bekommen. Dabei können die de:hubs auf ihre geleistete Aufbauarbeit in den vergangenen drei Jahren zurückgreifen.

„Mit drei de:hubs ist Baden-Württemberg Spitzenreiter in der bundesweiten Digital Hub-Initiative. Dabei besetzen wir mit den Themenfeldern unserer de:hubs ganz zentrale Bereiche, sowohl in ihrer Bedeutung für die heimische Wirtschaft als auch im internationalen Maßstab“, hob die Ministerin hervor.

de:hub für angewandte KI

Der de:hub für angewandte KI unter der Konsortialführung der DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH in Karlsruhe bietet im Rahmen der zweiten Förderphase zielgruppenorientierte Matching- sowie thematische Wissenstransfer-Formate und fungiert in diesem Sinne weiterhin als Plattform für die regionale, nationale und internationale Vernetzung, Kooperationsanbahnung und Fachkräftegewinnung. Im virtuellen „KI-Showroom“ sollen multimedial aufbereitete Use Cases die thematische Bandbreite konkreter Einsatzzwecke von KI vermitteln. Mit modularen, auf den jeweiligen Kenntnisstand der Unternehmen ausgerichteten Unterstützungsformaten sollen diese zur passenden KI-Lösung geleitet werden. Der de:hub für angewandte KI erhält dafür eine Förderung in Höhe von rund 200.000 Euro.

de:hub für digitale Chemie und Gesundheit

Der de:hub für digitale Chemie und Gesundheit unter der Trägerschaft der Digital Hub Rhein-Neckar GmbH setzt in der zweiten Förderphase insbesondere folgende Schwerpunkte: Die erfolgreichen X-Linker-Veranstaltungsformate zur Vernetzung von Start-ups mit bestehenden Unternehmen sollen gefestigt werden. Angedacht ist darüber hinaus das Coaching von Start-ups in den Bereichen Chemie und Medizin. Zudem soll eine neue Technologiedatenbank dafür herangezogen werden, Unternehmen zielgerichtet zu beraten und Trends frühzeitig zu erkennen. Der de:hub für digitale Chemie und Gesundheit wird in der zweiten Förderphase mit rund 114.500 Euro gefördert.

de:hub Future Industries

Der de:hub Future Industries unter der Trägerschaft der CODE_n GmbH zielt im Rahmen der zweiten Förderphase insbesondere auf die Weiterentwicklung seines Digitalisierungsnetzwerks, um den digitalen Wandel in den entsprechenden Branchen weiter zu fördern. Dabei fungiert der de:hub als regionale, nationale und internationale Austausch-, Vernetzungs- und Vermittlungsplattform für Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen, öffentliche Institutionen und weitere relevante Akteure im digitalen Bereich. Zudem sollen Gründungen im Bereich der Digitalisierung gefördert und unterstützt werden. Für die zweite Förderphase erhält der de:hub Future Industries eine Förderung in Höhe von 200.000 Euro.

de:hubs

Die bundesweit zwölf de:hubs mit branchen- oder technologiespezifischen Schwerpunkten wurden im Frühjahr 2017 vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen seiner Digital Hub-Initiative ausgezeichnet. Interessierte Organisationen konnten sich hierfür bewerben und wurden vom Bundeswirtschaftsministerium mit Unterstützung eines unabhängigen Experten-Beirats aus der Digital- und Technologiebranche anhand eines Kriterienkatalogs ausgewählt. Definierte Zielsetzung des Bundeswirtschaftsministeriums war es, die Transformation Deutschlands zum weltweit führenden Digitalstandort voranzubringen. Die finanzielle Förderung der de:hubs durch den Bund beschränkt sich jedoch auf die Förderung von inhaltlichen Einzelprojekten.

Das Land fördert die de:hubs als thematische Leuchttürme mit internationaler Strahlkraft vor dem Hintergrund ihrer Komplementarität zu den regionalen Digital Hubs. Für die regionalen Digital Hubs fungieren sie als thematischer Inputgeber und profitieren im Gegenzug vom verbesserten Zugang zu regionalen Unternehmen, Forschungsreinrichtungen und weiteren Akteuren. In den entsprechenden Themenfeldern verschaffen die de:hubs dem Land eine erhöhte überregionale und internationale Sichtbarkeit. Gemeinsam mit den regionalen Digital Hubs und den European Digital Innovation Hubs (EDIHs) im Land bilden die baden-württembergischen de:hubs das Digital Hub-Netzwerk Baden-Württemberg. Die zweite Förderphase der baden-württembergischen de:hubs läuft bis Ende 2024, wobei die Zuwendungsempfänger jeweils mindestens 50 Prozent an Kofinanzierung aufbringen müssen.

Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg (IW4.0)

Die Förderung der baden-württembergischen de:hubs ist eine zentrale Maßnahme der Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg (IW4.0). Mit der IW4.0 möchte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gemeinsam mit aktuell 35 Partnerorganisationen die Digitalisierung der Wirtschaft voranbringen – branchenübergreifend und mit besonderem Fokus auf die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen und deren Beschäftigten. Die IW4.0 stellt einen zentralen Baustein der ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie des Landes digital.LÄND dar. Seit dem Start der IW 4.0 im Jahr 2017 haben die Partnerinnen und Partner in ihren jeweiligen Bereichen zahlreiche Aktivitäten umgesetzt, um die digitale Transformation der Wirtschaft voranzutreiben. Dabei hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus die Digitalisierung mit vielfältigen Maßnahmen unterstützt, von der Information und Vernetzung über Beratung, Forschung und Entwicklung hin zu konkreten Förderprogrammen.

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