Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg verlängert das Programm „ProBeruf“ für 2027 und 2028. Gefördert werden praxisbezogene Maßnahmen zur Berufsorientierung von 20 Kammern und Bildungsträgern mit rund 1,9 Millionen Euro.
„Die Optionen bei der Berufswahl sind sehr vielfältig. Dabei den für sich passenden Ausbildungsberuf zu finden ist nicht immer einfach. Daher bieten wir mit dem Programm ‚ProBeruf‘ Schülerinnen und Schülern eine frühzeitige Praxiserfahrung und Orientierung, die sie motiviert, eine berufliche Ausbildung zu ergreifen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Selbst Hand anlegen, ausprobieren und erleben ist entscheidend, um herauszufinden, welche Berufe einem liegen. Mit ‚ProBeruf‘ ermöglichen wir eine Ergänzung zum Schulalltag mit einer praxisorientierten Berufserprobung und qualitativ hochwertiger Vor- und Nachbereitung.“
Berufe praktisch erkunden mit „ProBeruf“
„ProBeruf“ knüpft an die Ergebnisse der Potentialanalysen an, die ab Klasse 7 an weiterführenden Schulen durchgeführt werden. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus einem möglichst breitem Berufsspektrum bis zu drei Berufsfelder aus. Die Maßnahme dauert bis zu zehn Tage. Rund 7.300 Jugendliche aus 192 baden-württembergischen Schulen werden bei ProBeruf in 2027 und 2028 Ausbildungsberufe praktisch erleben können. Dabei werden sie verschiedene Ausbildungsberufe kennenlernen und neue Fähigkeiten und Interessen entdecken.
Die praxis- und handlungsorientierte Erprobung erfolgt am beruflichen Anwendungsfall. Aktuelle Entwicklungen und Veränderungen in der Arbeitswelt wie zum Beispiel die Digitalisierung und der Klimawandel werden dabei berücksichtigt und relevanten Zukunftskompetenzen vermittelt.
Die Erfahrungen und Erkenntnisse der Schülerinnen und Schüler wie auch die Beobachtungen der pädagogischen Fachkräfte werden in einem individuellen Reflexionsgespräch am Ende der Maßnahme besprochen. Außerdem werden weitere Schritte in der beruflichen Orientierung vereinbart. Auf diese Weise werden die Jugendlichen dabei unterstützt, eine bewusste Berufswahl zu treffen. Ihnen soll der direkte Übergang von der Schule in die betriebliche Ausbildung erleichtert und Ausbildungsabbrüche vermieden werden.
Kooperation fördert berufliche Orientierung
Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus fördert die Berufserprobung in den Jahren 2027 und 2028 mit 1,9 Millionen Euro. Durchgeführt werden die sogenannten BO-Tage an den überbetrieblichen und vergleichbaren Bildungsstätten der 20 teilnehmenden Kammern und freien Bildungsträgern. Diese sind mit ihrer Praxisnähe, ihrer Ausstattung und der Erfahrung und Kompetenz ihres Ausbildungspersonals besonders dafür qualifiziert, die Jugendlichen auf den Einstieg in das Berufsleben vorzubereiten. Teilnehmende Schulen und Bildungsstätten kooperieren bei der Durchführung und auch die Eltern werden frühzeitig in die Berufserprobung eingebunden. Das Projekt ist Teil der Initiative Bildungsketten, mit der das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Regionaldirektionen der Bundesagentur für Arbeit mit den Ländern ihre Aktivitäten und Programme aufeinander abstimmen.
















