Schulsport

Land prüft Vergabe von Rettungsschwimmernachweisen

Nach Unregelmäßigkeiten bei der Ausstellung eines Rettungsschwimmernachweises im Raum Baden-Baden prüft das Land die Vergabe weiterer Nachweise.

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Kinder beim Schwimmunterricht.

Dem Kultusministerium liegen Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Ausstellung von Rettungsschwimmernachweisen vor. Nach bisherigem Kenntnisstand gibt es einen gesicherten Fall im Raum Baden-Baden, in dem die Bescheinigung unrechtmäßig durch eine Prüferin aus dem Bereich der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ausgestellt wurde, obwohl nachgewiesenermaßen keine Rettungsfähigkeit vorlag.

Wenngleich aktuell nur dieser eine Fall bekannt ist, hat das Kultusministerium unmittelbar nach Bekanntwerden gemeinsam mit den zuständigen Stellen umfassende Prüfungen eingeleitet, um mögliche weitere Fälle zu identifizieren und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Die Staatsanwaltschaft wurde durch das Regierungspräsidium Karlsruhe informiert.

Sicherheit der Schülerinnen und Schüler steht an erster Stelle

Ministerialdirektor Manuel Geiger sagte: „Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler steht an erster Stelle. Deshalb werden alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen, um schnellstmöglich Klarheit zu schaffen und einen sicheren Schwimmunterricht zu gewährleisten.“

Das Kultusministerium hat zusätzlich zu den genannten Prüfungen die Schulleitungen in einem Schreiben gebeten, nochmals explizit sicherzustellen, dass nur Lehrkräfte Schwimmunterricht erteilen, die eine Aus- oder Fortbildung zur Rettungsfähigkeit im Umfang von mindestens zwölf Unterrichtseinheiten absolviert und/oder das Rettungsschwimmerabzeichen Silber erworben haben. Dies liegt dem Erwerb des Rettungsschwimmernachweises nämlich zugrunde.

DLRG unterstützt lückenlose Aufklärung

Felix Strobel, Präsident, DLRG-Landesverband Baden e.V., ergänzte: „Die Rettungsschwimmausbildung der DLRG folgt strengen, verbindlichen Vorgaben an Umfang, Inhalt und Abnahme der Abzeichen. Bestehen Zweifel an der Einhaltung dieser Standards, setzen wir uns in jedem Einzelfall für eine lückenlose Aufklärung ein – auch im Interesse der vielen engagierten Ausbilderinnen und Ausbilder, die täglich landesweit für eine hohe Ausbildungsqualität sorgen. Für einen flächendeckenden und sicheren schulischen Schwimmunterricht unterstützen wir das Land Baden-Württemberg selbstverständlich bei der fachlichen Prüfung jedes Verdachtsfalls.“

Lehrkräfte, bei denen die Rettungsfähigkeit aufgrund einer möglichen Unregelmäßigkeit in Zweifel steht, werden bis zum erneuten Nachweis nicht im Schwimmunterricht eingesetzt. Angehende Lehramtsanwärterinnen und -anwärter werden wie auch angehende auszubildende Fachlehrkräfte bis zum entsprechenden Nachweis eines ordnungsgemäß und erfolgreich absolvierten Rettungsschwimmerkurses nicht in Dienst gestellt. Dies gilt auch für die Einstellung von Lehrkräften.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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