Forschung

Zehn Jahre Reallaborförderung in Baden Württemberg

Mit Reallaboren leistet Baden-Württemberg bundesweit Pionierarbeit. Nach mehr als zehn Jahren Förderung zieht das Land bei einer Tagung Bilanz und gibt einen Ausblick.

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BaWü-Labs GO!
Archivbild

Von selbstfahrenden Autos im Nahverkehr über Roboter in Kindertagesstätten bis zur Integration Asylsuchender: In Reallaboren werden gesellschaftlich relevante Fragen beforscht, die Baden-Württemberg bewegen. Um zukunftsfähige und nachhaltige Lösungen zu finden, arbeiten Forschende unserer Landeshochschulen eng mit Akteurinnen und Akteuren aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zusammen. Mit ihrem Laborcharakter, dem Ko-Design aus Wissenschaft und Praxis, ihrer Interdisziplinarität und gesellschaftlicher Orientierung unterscheiden sich Reallabore wesentlich von anderen Forschungsformaten.

Land ist Vorreiter der Reallaborforschung

Baden-Württemberg ist Vorreiter der Reallaborforschung. Das Wissenschaftsministerium hat seit 2015 rund 25 Millionen in das Forschungsformat investiert – zunächst in die ersten Reallabore „BaWü-Labs“ und daraufhin in die Förderlinien Stadt, Künstliche Intelligenz (KI) sowie Klima. Reallabore eignen sich besonders, um gesellschaftliche Transformationsprozesse zu starten, forschend zu begleiten und weiter zu verbessern. Ergebnisse der baden-württembergischen Reallaborforschung umfassen zum Beispiel einen KI-Energieassistenten, der Einsparpotenziale identifiziert, Fahrradwegekonzepte und Fußgängerförderung sowie ein KI-basiertes Angebot zur Unterstützung der psychischen Gesundheit von Jugendlichen.

Tagung im Hospitalhof in Stuttgart

Nach zehn Jahren Reallaborförderung verbindet die Tagung im Stuttgarter Hospitalhof Werkschau, Diskussionen und Reflexionen. Gemeinsam mit Reallaborforschenden und ihren Praxispartnern wird Bilanz gezogen und über die Zukunft des Forschungsformats nachgedacht.

Auf dem Marktplatz präsentieren bis zu 15 Reallabore ihre Experimente, Ergebnisse sowie Produkte und laden zum Austausch ein. Die Präsentationen umfassen beispielsweise flexibel gestaltete Möbel des Reallabors „Space Sharing“ der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart oder humanoide Roboter aus dem Reallabor „Robotische Künstliche Intelligenz“ des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Begleitet wird diese Werkschau durch Formate, die Potenziale von Reallaboren für die Gesellschaft, Bildung, Wissenschaft und Forschungsförderung reflektieren. Insgesamt soll die Tagung auch Anknüpfungspunkte für zukünftige Förderungen liefern.

Interessierte Journalistinnen und Journalisten können sich bis zum 8. Juli 2026 per E-Mail anmelden.

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