Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut trifft maßgebliche Akteure der Automobilwirtschaft, um über die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Stärkung des Industriestandorts zu beraten.

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Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Symbolbild

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut lädt angesichts der schwierigen Lage der Automobilindustrie für den 8. Juli 2026 zu einem Spitzengespräch ein. Gemeinsam mit maßgeblichen Akteuren der Branche soll über die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Stärkung des Industriestandorts beraten werden.

„Wir erleben einen Strukturwandel von einer Größenordnung, wie ihn Deutschland seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat. Gleichzeitig befindet sich unsere Industrie in einem beinahe perfekten Sturm. Fast täglich erreichen uns Nachrichten über Stellenabbau und tiefgreifende Einschnitte in Unternehmen“, sagte die Ministerin.

Mit dem Spitzengespräch will die Wirtschaftsministerin relevante Akteure an einen Tisch bringen und ein gemeinsames Signal senden. „Die Automobilindustrie hat für Baden-Württemberg eine herausragende Bedeutung. Deshalb hat dieses Thema für mich höchste Priorität. Ich habe gesagt, dass ich um jeden Arbeitsplatz kämpfen werde – und das tue ich.“

Gemeinsam Lösungen suchen

Die aktuellen Diskussionen um Stellenabbau und die noch unbestätigten Informationen über Werksschließungen – auch mit Blick auf den Standort Neckarsulm mit mehr als 15.000 Beschäftigten – zeigten, wie groß der Handlungsdruck ist. „Hinter jedem Arbeitsplatz steht ein Schicksal, steht eine Familie. Deshalb dürfen wir diese Entwicklung nicht einfach hinnehmen. Wir müssen gemeinsam Lösungen suchen und entschlossen handeln. Das Vertrauen, das wir im Strategiedialog Automobilwirtschaft in den vergangenen knapp zehn Jahren aufgebaut haben, kann dafür eine gute Grundlage sein.“

Hoffmeister-Kraut hat zudem für den Standort Neckarsulm einen Zukunftsdialog anberaumt. Ein erstes Gespräch soll nach der Entscheidung des VW-Aufsichtsrats, die für Donnerstag erwartet wird, stattfinden. Es soll den Startschuss für weitere Abstimmungsrunden geben, in denen gemeinsam mit allen Beteiligten Möglichkeiten zum Erhalt des Standorts ausgelotet werden.

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