„Gemeinschaftliches Essen in Schulen und in Kitas ist viel mehr als nur bloße Nahrungsaufnahme. Kinder lernen bei ausgewogener und nachhaltiger Verpflegung in der Schulmensa viele Lebensmittel und den Geschmack der Heimat kennen. Kommunen und Landkreise stellen als Schulträger die Verpflegung in den Einrichtungen bereit. Daher spielen sie eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Kinder mit schmackhaften, gesundem Essen zu versorgen und gleichzeitig die regionale Lebensmittelversorgung zu stärken“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges, am 7. Juli 2026 in Stuttgart anlässlich der Abschlussveranstaltung zum Projekt „Nachhaltige Schulverpflegung mit kommunalem Konzept und dem Schwerpunkt Fortbildung für Verwaltungskräfte“.
Das gemeinsame Essen biete zudem Austausch, was soziale Bindungen fördere und die Gemeinschaft stärke. Die Gemeinschaftsverpflegung biete die großartige Chance, viele Kinder zu erreichen und setze wertvolle Impulse für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung.
Nachhaltiges Essen fördert Wertschöpfungsketten
Die Landesregierung unterstützt ein ausgewogenes und nachhaltiges Essen in der Gemeinschaftsverpflegung, um so die Nachfrage nach heimischen Lebensmitteln in Baden-Württemberg zu steigern. „Der Einsatz regionaler und bio-regionaler Lebensmittel schafft neue Wertschöpfungsketten und erweitert bestehende. Das ist ein wichtiger Beitrag, um unsere heimischen Ernährungs- und Landwirtschaft zu stärken und das gesamte Lebensmittelhandwerk resilienter zu machen. Eine wichtige Voraussetzung für mehr Ernährungssouveränität“, betonte Ministerin Gentges.
Sechs Kommunen erarbeiten Verpflegungskonzept
Das Projekt „Nachhaltige Schulverpflegung mit kommunalem Konzept und dem Schwerpunkt Fortbildung für Verwaltungskräfte“ des Landeszentrums für Ernährung hat sechs Kommunen und Landkreise dabei unterstützt, ein Verpflegungskonzept für ihre Einrichtungen zu erarbeiten. Dadurch soll vor Ort ein ausgewogenes und nachhaltiges Essen ermöglicht werden und bei den Kindern Freude am regionalen Genuss wecken.
Die Gemeinde Ilsfeld, die Städte Ettlingen, Bad Mergentheim, Mössingen und Munderkingen sowie der Landkreis Rottweil haben mit insgesamt 22 Schulen und zwei Kitas in der Projektlaufzeit von über einem Jahr teilgenommen. Die Projektteilnehmer verfolgten das Ziel, für ihre Kommune oder ihren Landkreis ein Verpflegungskonzept zu entwickeln, das Standards für eine ausgewogene, bedarfsgerechte und nachhaltige Schul- und Kitaverpflegung schafft.
Gewinn für alle Seiten
„Die Einrichtungen sind mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen in das Projekt gestartet. Über den Projektzeitraum konnten bereits vielfältige Maßnahmen für mehr regionale Wertschöpfung entwickelt und umgesetzt werden. Dieser Beitrag für mehr Nachhaltigkeit in der Verpflegung unserer Kinder ist in mehrerlei Hinsicht ein Gewinn: Kinder lernen, was guter Geschmack bedeutet, Schulen stärken ihre Bindung zu regionalen Erzeugern und diese profitieren von mehr Wertschöpfung. Dieser Ehrgeiz ist lobenswert und dient zugleich als Vorbild für andere Schulträger, die den Weg einer aktiv gelebten Gemeinschaftsverpflegung noch vor sich haben“, sagte Ministerin Gentges.
Erfreulicherweise sehr erfolgreich waren ebenso die passend zum Thema angebotenen Online-Fortbildungsmodule für Verwaltungskräfte. Über den Projektzeitraum konnten über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreicht werden, was das große Interesse an nachhaltigem Essen in Gemeinschaftseinrichtungen bestätigt und weiteres Potenzial aufzeigt.
















