Der Landeswettbewerb mit dem Prädikat „Gründungsfreundliche Kommune 2026/2027“ zeigt vielfältige Ansätze zur Stärkung der Gründungskultur auf kommunaler Ebene – Unternehmensfolge als eigene Wettbewerbskategorie.
Wie können Kommunen Gründerinnen und Gründer gezielt unterstützen und gründungsfreundliche Rahmenbedingungen vor Ort schaffen? Mit dieser Frage beschäftigten sich die kommunalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landeswettbewerbs „Start-up BW Local – Gründungsfreundliche Kommune“. Im Rahmen der fünften Wettbewerbsstufe präsentierten Gemeinden, Städte, Landkreise und interkommunale Verbände bis Landkreisebene ihre Konzepte zur Förderung des Gründungsgeschehens vor einer Jury aus erfahrenen Gründerinnen und Gründern.
Die vorgestellten Ansätze verdeutlichten die unterschiedlichen Ausgangssituationen und Möglichkeiten kommunaler Gründungsförderung. Das Spektrum reichte von kleineren Kommunen, die erste Schritte zum Aufbau gründungsfreundlicher Strukturen unternehmen, bis hin zu Kommunen, die bereits über etablierte Angebote verfügen und diese gezielt weiterentwickeln möchten. Auch Teilnehmer, die sich bereits in vergangenen Wettbewerbsrunden beteiligt hatten, stellten ihre weiterentwickelten Konzepte vor.
„Gründerinnen und Gründer bringen neue Ideen in unsere Gemeinden und Städte, schaffen Arbeitsplätze und stärken die regionale Wirtschaft. Damit sie ihre Vorhaben erfolgreich verwirklichen können, braucht es ein Umfeld, das Unternehmergeist fördert und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Unsere Kommunen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Der Landeswettbewerb fördert die Motivation und macht sichtbar, wie vielfältig und engagiert die Gründungsförderung vor Ort gestaltet wird“, erklärte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus.
Unternehmensnachfolge als eigene Wettbewerbskategorie
Mit der Kategorie „Unternehmensnachfolge“ trägt der Landeswettbewerb der wachsenden Bedeutung des Generationenwechsels in der Wirtschaft Rechnung. Denn neben der Förderung neuer Geschäftsideen gewinnt auch die Sicherung und Weiterführung bestehender Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Kommunen können diesen Prozess unterstützen, indem sie geeignete Rahmenbedingungen schaffen, Unternehmen und potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger miteinander vernetzen und entsprechende Unterstützungsangebote entwickeln.
Der Wettbewerb berücksichtigt in der aktuellen Runde drei Kategorien: „Kleinere Gemeinden und Verbünde bis 85.000 Einwohner“, „Größere Gemeinden und Verbünde ab 85.000 Einwohner“ und „Unternehmensnachfolge“. Damit werden sowohl unterschiedliche kommunale Strukturen als auch die besonderen Herausforderungen und Chancen der Unternehmensnachfolge aufgegriffen.
Jury bewertet Konzepte und deren Umsetzungspotenzial
Im Mittelpunkt der Pitches standen die Konzepte und Maßnahmen, mit denen die teilnehmenden Kommunen ihre Gründungslandschaft stärken möchten.
Die Jury bewertete die präsentierten Konzepte anhand festgelegter Kriterien. Entscheidend waren insbesondere die Orientierung der Maßnahmen am tatsächlichen Bedarf, eine angemessene Ansprache der jeweiligen Zielgruppen sowie die Umsetzungsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Vorhaben. Darüber hinaus floss der Gesamteindruck des Konzepts und die Qualität der Präsentation in die Bewertung ein.
Für Teilnehmer, die bereits in früheren Wettbewerbsrunden ausgezeichnet wurden, galten ergänzende Anforderungen. Bei ihnen wurden auch die bisherigen Umsetzungsergebnisse sowie die Dynamik der Weiterentwicklung seit der ersten Auszeichnung berücksichtigt.
Der Landeswettbewerb bietet damit sowohl Kommunen, die neue Wege in der Gründungsförderung einschlagen, als auch bereits erfahrenen Teilnehmern die Möglichkeit, ihre Konzepte vorzustellen und ihr Engagement für eine lebendige Gründungskultur sichtbar zu machen.
Landesfinale am 23. November 2026
Als Nächstes pitchen die von der Fachjury ausgewählten Teilnehmer im Landesfinale am 23. November 2026 im Rahmen der Jahrestagung der baden-württembergischen Wirtschaftsförderer in der Rotunde der L-Bank in Stuttgart um die ersten drei Plätze des Landeswettbewerbs. Die Preisgelder in Höhe von 5.000 Euro, 7.500 Euro und 10.000 Euro werden durch Voting des anwesenden Fachpublikums vergeben.
Das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus führt den Landeswettbewerb Start-up BW Local seit 2018 im zweijährigen Turnus nun in der fünften Wettbewerbsrunde in Zusammenarbeit mit den kommunalen Landesverbänden Gemeindetag, Städtetag und Landkreistag sowie dem Industrie- und Handelskammertag und Handwerk BW durch.
Gründungsfreundliche Kommune 2026/2027
Folgende Teilnehmer erhalten das Prädikat „Gründungsfreundliche Kommune 2026/2027“:
- Albstadt
- Stadt Böblingen
- Stadt Eppelheim
- Stadt Fellbach
- Stadt Freudenstadt
- Stadt Leinfelden,
- Antragsverbund Gemeinden Salach, Deggingen, Schlat, Kuchen, Albershausen, Schlierbach
- Stadt Wiesloch
- Wirtschaftsförderung Bodenseekreis (mit den Städten Friedrichshafen und Überlingen)
- Landkreis Emmendingen (mit den Städten Emmendingen und Waldkirch)
- Stadt Konstanz
- Stadt Ludwigsburg
- Stadt Mannheim
- nectanet GmbH Offenburg
- Region Ostwürttemberg (mit den Städten Aalen, Schwäbisch Gmünd, Ellwangen und den Landkreisen Ostalbkreis und Heidenheim)
- Rhein-Neckar-Kreis
- Stadt Stuttgart
- WTM Waiblingen GmbH (mit Stadt Weinstadt und Winnenden)
- Gründungs- und Nachfolgeinitiative Neckar-Eschach (EGON) mit den Gemeinden Niedereschach, Dauchingen, Deißlingen
- Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg mbH mit dem Schwarzwald-Baar-Kreis, Landkreis Tuttlingen, Landkreis Rottweil und dem Gründergarten Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.;
- Stadt Sindelfingen
- Stadt Heidelberg
- Stadt Walldorf
Finalisten Landesfinale
In das Landesfinale am 23. November 2026 ziehen folgende Finalisten in den entsprechenden Kategorien ein:
- Stadt Albstadt
- Antragsverbund Gemeinden Salach, Deggingen, Schlat, Kuchen, Albershausen, Schlierbach
- Stadt Wiesloch
- Landkreis Emmendingen (mit den Städten Emmendingen und Waldkirch)
- Stadt Ludwigsburg
- Stadt Mannheim
- Gründungs- und Nachfolgeinitiative Neckar-Eschach (EGON) mit den Gemeinden Niedereschach, Dauchingen, Deißlingen
- Regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft Schwarzwald-Baar-Heuberg mbH mit dem Schwarzwald-Baar-Kreis, Landkreis Tuttlingen, Landkreis Rottweil und dem Gründergarten Schwarzwald-Baar-Heuberg e.V.
- Stadt Sindelfingen
Jury
Folgende Juroren mit eigener Gründungserfahrung wählten die ausgezeichneten Kommunen und die Finalisten aus:
- Phillip Jungk, Gründer Vision Domes GmbH, Mannheim
- Stefanie Knebel, Gründerin AudiotexTour, Schramberg
- Pia Nowotny, Gründerin Martha´s Gastronomiebetriebe GmbH, Stuttgart
Start-up BW
Mit der Landeskampagne Start-up BW bündelt das Land Baden-Württemberg seine Maßnahmen zur Unterstützung von Gründerinnen und Gründern sowie innovativer Start-ups. Das Angebot reicht von der Gründungsberatung und frühen Finanzierung über Acceleratoren und weitere Unterstützungsangebote bis hin zur Begleitung beim Wachstum und der Vernetzung mit Unternehmen, Investorinnen und Investoren sowie weiteren Partnern des Start-up-Ökosystems.
















