Schule

Zahlen zum Potenzialtest und zur Unterrichtsversorgung

Im Vergleich zum Vorjahr fiel 2025 weniger Unterricht aus. Den Test zum gymnasialen Anforderungsniveau bestanden 2026 im Vergleich zum Vorjahr weniger Schüler.

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Eine Schülerin meldet sich in einer Schule in Stuttgart während des Unterrichts.
Symbolbild

Die Ergebnisse des Potenzialtests und der neuesten Vollerhebung zur Unterrichtsversorgung liegen vor.

Ergebnisse des Potenzialtests 2026

Der Potenzialtest stellt einerseits eine weitere Chance für Schülerinnern und Schüler dar, aufgrund der im Test gezeigten Leistungen Zugang zum Gymnasium zu erlangen. Andererseits sollen diejenigen, deren aktuelle Leistungen nicht dem gymnasialen Niveau entsprechen, vor einer erwartbaren Überforderung bewahrt werden.

In diesem Jahr haben 2.744 von ungefähr 100.000 Viertklässlerinnen und Viertklässlern am Potenzialtest teilgenommen (2025: 2.776).

  • 518 Schülerinnen und Schüler (19 Prozent / 2025: 31 Prozent) haben bestanden und damit einem gymnasialen Anforderungsniveau entsprochen.
  • Etwa die Hälfte davon hat seine Eignung durch gute Leistungen im überfachlichen Teil, also im logischen Denken, erbracht.
  • Die Rückmeldungen der Lehrkräfte zur Organisation, Begleitmaterialien und Durchführung waren sehr positiv.
  • Die Testschwierigkeit für den Durchgang 2026 entspricht derjenigen des Jahres 2025. Somit kann nach den vorliegenden Erkenntnissen des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) davon ausgegangen werden, dass sich das Teilnehmerfeld im Mittel etwas schwächer dargestellt hat als im Vorjahr.
  • Zudem haben im Durchgang 2026 mehr Schülerinnen und Schüler bereits über Kompass 4 eine Gymnasial-Empfehlung erhalten als 2025. Dies deutet darauf hin, dass ein Teil der leistungsstärkeren möglichen Potenzialtest-Kandidatinnen und -kandidaten nicht mehr in der getesteten Kohorte vertreten war.

Kultusministerin Theresa Schopper sagte: „Mit dem Potenzialtest liefern wir unseren Schülerinnen und Schülern eine weitere Zugangsmöglichkeit zum Gymnasium. Dass die Quote von Jahr zu Jahr variiert, spiegelt dabei unsere Erwartung wider. Sie hängt stark mit dem jahrgangsbedingt schwankenden Leistungsniveau des Teilnehmerfelds zusammen.“

Ergebnisse der Unterrichtsversorgung 2025

Ergebnisse der siebten Vollerhebung zur Unterrichtsversorgung KW 48 (24. bis 28. November 2025)

Schulart Betroffene Planstunden in Prozent    
Unterrichtsausfall 1) Abwesenheiten 1) Vertretungen 1)

Grundschule

(einschließlich Grundschulen im Verbund) 2)
1,6 8,8 7,1
Werkreal-/Hauptschule 4,1 11,6 7,5
Realschule 5,2 12,3 7,1
Gemeinschaftsschule 4,2 12,3 8,1
Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen 2) 2,5 10,9 8,4

Allgemein bildendes

Gymnasium
5,1 10,8 5,7
Schule besonderer Art 5,6 13,4 7,8
Berufliche Schule 5,7 10,7 5,1
Alle Schularten 4,0 10,6 6,6

1) Situation aufgrund der Stundenpläne der Schulen für Pflichtunterricht in der Stichwoche.
2) Einschließlich Angaben zu Angebotseinheiten infolge monetarisierter Lehrerwochenstunden an Ganztagsschulen nach § 4a SchG.

Abweichungen bei Abwesenheiten und Vertretungen im Vergleich zum Unterrichtsausfall sind rundungsbedingt.

Insgesamt sind in der Erhebungswoche 4,0 Prozent der Planstunden des Pflichtbereichs ausgefallen. Im Vergleich zur vorhergehenden Vollerhebung im November 2024 ist der Wert an allen Schularten (ausgenommen die drei Schulen besonderer Art) zurückgegangen. In den bisherigen Vollerhebungen seit 2018 lagen die Werte zwischen 3,3 Prozent und 4,5 Prozent. Die aktuellen Ergebnisse liegen hier also etwa im Schnitt.

Krankheit ist häufigster Grund für Abwesenheit

Der häufigste Grund für die Abwesenheit von Lehrkräften war Krankheit mit einem Anteil von 65,0 Prozent. Weitere Abwesenheitsgründe waren Lehrerfortbildung (11,2 Prozent), außerunterrichtliche Veranstaltungen (8,7 Prozent), sonstige dienstliche Aufgaben (5,5 Prozent), sonstige Gründe (4,9 Prozent), Mutterschutz/Elternzeit (3,8 Prozent) sowie Prüfungen (0,9 Prozent). Das heißt im Vergleich zur vorhergehenden Volluntersuchung: niedrigerer Ausfall wegen Krankheit, Lehrerfortbildung, Prüfungen, Mutterschutz/Elternzeit und höherer Ausfall wegen außerunterrichtlicher Veranstaltungen, Prüfungen, sonstiger dienstlicher Aufgaben. In allen Fällen sprechen wir hier aber von kleinen Veränderungen.

Angesichts der Abwesenheiten von Lehrkräften wären 10,6 Prozent des Pflichtunterrichts ausgefallen. Durch den Einsatz von Vertretungslehrkräften wurde dieser Wert auf 4,0 Prozent gesenkt. Das heißt, dass die Schulen 6,6 Prozent aller Planstunden vertreten konnten. Die Abwesenheiten von Lehrkräften konnten damit zu 62,0 Prozent (Vertretungsquote in Bezug zu den nicht erteilten Planstunden) ausgeglichen werden (November 2024: 61,4 Prozent).

Dank an Lehrkräfte und Schulleitungen

Kultusministerin Theresa Schopper sagte: „Es ist erfreulich, dass weniger Unterricht ausgefallen ist als im Vorjahr. Hier gilt unser besonderer Dank unseren Lehrerinnen und Lehrern sowie Schulleitungen, die sich täglich mit großer Tatkraft und viel Organisationsgeschick für unsere Kinder und Jugendlichen einsetzen. Dass wir nicht noch mehr Unterrichtsausfall verhindern konnten, liegt auch an den natürlichen Grenzen von Vertretungsmöglichkeiten.“

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