Pflege

Über 14 Millionen Euro für die Pflege von morgen

Im Rahmen des Landesförderprogramms „OrtsNahePflege BW“ starten Land und Pflegeversicherung sechs Modellvorhaben für die Pflege von morgen.

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Eine Pflegekraft hilft einer alten Frau beim Trinken aus einem Becher in einem Seniorenheim (Bild: Patrick Pleul / dpa)
Symbolbild

Wer pflegebedürftig ist, soll so lange wie möglich in seinem Zuhause bleiben können. Dafür gehen in Baden-Württemberg jetzt die ersten sechs Modellprojekte für eine wohnortnahe Pflege an den Start. Land und Pflegeversicherung fördern die neuen Versorgungskonzepte über das Förderprogramm „OrtsNahePflegeBW“ (PDF) mit rund 14,3 Millionen Euro, einem ersten Baustein von insgesamt bis zu 31 Millionen Euro, die bis Ende 2029 in innovative Pflege-Ideen fließen sollen. Erprobt werden die neuen Ansätze in Überlingen, im Landkreis Lörrach, in Mannheim, Schorndorf, Tübingen und im Landkreis Tuttlingen.

„Gute Pflege braucht den Mut, neue Wege auszuprobieren und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Genau hier setzt „OrtsNahePflege BW“ an. Die hohe Qualität und Vielfalt der eingereichten Anträge zeigen eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft und Engagement in Baden-Württemberg vorhanden sind. Mit den Modellvorhaben können sich einige dieser Ideen nun in der Praxis bewähren und passgenaue Lösungen für die Menschen vor Ort entwickeln. Langfristig profitieren davon Menschen in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus“, sagte Petra Krebs, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit.

Auch Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg und federführender Landesverband der Pflegekassen für das Förderverfahren, betonte den gesellschaftlichen Charakter der Projekte: „Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, genau hier setzen die Modellvorhaben an. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung wohnortnaher Unterstützungsmaßnahmen und tragfähiger Strukturen im Quartier. Baden-Württemberg ist damit ein wichtiger Impulsgeber, wie wir dem demografischen Wandel und dem steigenden Unterstützungsbedarf älterer Menschen langfristig begegnen können.“

Innovationen für die Pflege von morgen

Kommunen und Träger der Altenhilfe im ganzen Land entwickeln und erproben mit dem Förderprogramm „OrtsNahePflege BW“ neue, innovative und bedarfsgerechte Versorgungskonzepte. Im Mittelpunkt steht dabei die gestärkte Rolle der Kommunen in der Pflege. Weitere Modellvorhaben sollen im Laufe des Jahres folgen. Wissenschaftlich begleitet und evaluiert, sollen die Projekte zeigen, welche Ansätze sich in der Praxis bewähren, und Impulse für die Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung in Baden-Württemberg liefern.

Gemeinsam für eine zukunftsfeste Pflege

Das Land Baden-Württemberg und die soziale wie private Pflegeversicherung fördern die Modellvorhaben gemeinsam mit insgesamt rund 31 Millionen Euro bis Ende 2029. Davon stellt das Land Baden-Württemberg bis zu rund 15,6 Millionen Euro bereit. Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Sozialministerium und den Landesverbänden der Pflegekassen. Die AOK Baden-Württemberg koordiniert als federführender Landesverband der Pflegekassen das Förderverfahren. Das Sozialministerium und die Pflegekassen werden die Modellvorhaben während ihrer Laufzeit eng begleiten und regelmäßig über die Projekte, Erfahrungen und Erkenntnisse berichten.

Sechs Modellvorhaben

Übersicht über die jetzt gestarteten Modellvorhaben mit ihren Schwerpunkten und dem jeweiligen Fördervolumen:

Gesamtfördersumme: 14.301.547,78 Euro

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