Flurneuordnung

Sonderprojekt „Weinbau Mittelbaden“ abgeschlossen

Wie können aktuelle Herausforderungen im Weinbau gemeistert werden? In Mittelbaden haben betroffene Akteure gemeinsam Lösungen und Konzepte entwickelt um Winzerbetriebe, Behörden und Kommunen zu unterstützen.

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Kaiserstuhl
Symbolbild

„Hohe Lohnkosten, Schädlingsdruck, der Klimawandel und rückläufiger Konsum verursachen den Winzerbetrieben zum Teil hohe Betriebsdefizite und stellen die Zukunft des Weinbaus in Baden-Württemberg vor große Herausforderungen. Immer häufiger werden Flächen aus der Bewirtschaftung genommen. Das hat vielfältige Folgen für benachbarte Winzerbetriebe, das Bild der Kulturlandschaft und den örtlichen Tourismus. Im Sonderprojekt ‚Weinbau Mittelbaden‘ wurden Ideen gesammelt, um ein Konzept zu entwickeln, welches den Weinbau vor Ort stärken und unterstützen soll. Gleichzeitig dient das Konzept als Grundlage für andere Weinbauregionen“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges am 22. Oktober 2026 in Bühl-Altschweier im Landkreis Rastatt anlässlich der Abschlussveranstaltung des Sonderprojekts „Weinbau Mittelbaden“.

Was ist das Sonderprojekt „Weinbau Mittelbaden“?

Das Sonderprojekt „Weinbau Mittelbaden“ wurde 2025 ins Leben gerufen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Strategien zur Bewältigung der Auswirkungen der aktuellen Herausforderungen im Weinbau auf die Rebkulturlandschaft. Der unaufhaltsame Rückgang der Rebflächen soll dabei strukturiert begleitet und nicht dem Zufall überlassen werden. Das Projekt genießt die breite Unterstützung aller Akteure vor Ort und der Öffentlichkeit. Die Leitung und Organisation des Sonderprojektes wurde dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung übertragen. Im Rahmen des Projekts wurden die am Weinbau beteiligten Akteure an einen Tisch gebracht und gemeinsam ein Katalog für die zukünftige Nutzung von Rebflächen erstellt. Zusätzlich wurden weitere Unterstützungsmaßnahmen sowohl für die Winzerinnen und Winzer als auch für die Behörden und Kommunen erarbeitet. Unter anderem wurde eine Flächenbörse initiiert und eine App zur Erfassung von nicht mehr bewirtschafteten Weinbauflächen entwickelt.

Ministerin Marion Gentges versicherte den Winzerinnen und Winzern, dass diese mit ihren Sorgen und Nöten nicht allein gelassen werden. „Das Land steht mit zahlreichen Maßnahmen aus der Weinbaustrategie unterstützend zur Seite. Der Weinbau prägt unsere Kulturlandschaft und ist fester Bestandteil unserer regionalen Identität. Es lohnt sich deshalb für einen zukunftsfähigen Weinbau in Baden-Württemberg einzustehen und auf innovative Weise dem Strukturwandel zu begegnen. Dabei zähle ich auf die Winzerfamilien, auf die Standortkommunen, auf angrenzende Landwirte und auf die ganze Bevölkerung vor Ort“, so die Ministerin.

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