Straßenbau

Land investiert 425 Millionen Euro in Straßenerhalt

Im Rahmen des Sanierungsprogramms 2025 investiert das Land insgesamt 425 Millionen Euro in den Erhalt von Straßen. Schwerpunkt ist die Erhaltung der Bauwerke, allen voran von Brücken.

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Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Symbolbild

Das Verkehrsministerium hat das Sanierungsprogramm für 2025 veröffentlicht. Das zeigt, wo Straßen und Brücken im Land saniert werden. Für laufende und neue Erhaltungsmaßnahmen investiert das Land in diesem Jahr rund 425 Millionen Euro. Schwerpunkt ist die Erhaltung der Bauwerke, allen voran rund 7.000 Brücken an Landes- und Bundesstraßen. 250 neue Projekte beginnt die Straßenbauverwaltung in Baden-Württemberg in diesem Jahr.

„Wir machen unsere Straßen und Brücken belastbar für die Zukunft. Deshalb sanieren wir auch in diesem Jahr das Bundes- und Landesstraßennetz umfassend. Das lohnt sich: Wer mehr saniert, vermeidet insbesondere bei Brücken hohe Folgekosten. Für 2025 sind wir weiterhin gut aufgestellt und haben ein ambitioniertes Programm. Mit mehr Mitteln aus dem Sondervermögen des Bundes für eine zusätzliche Sanierung der Infrastruktur werden die Investitionen in den kommenden Jahren weiter steigen. Das wird allerhöchste Zeit, um beim Zustand einen Sprung nach vorne zu machen“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann anlässlich der Vorstellung.

Was das Programm umfasst

Das Land setzt seit 2011 einen klaren Schwerpunkt im Straßenbau: Erhaltung und Sanierung der Infrastruktur haben auch weiterhin höchste Priorität. Die Maßnahmen aus dem Sanierungsprogramm 2025 sind dafür ein wichtiger Baustein. Das Sanierungsprogramm 2025 umfasst vor allem Projekte an Bauwerken (Brücken, Hang- und Felssicherungen, Stützwänden, Lärmschutzwänden, Tunnel) und an Fahrbahnen. „Wir setzen auf den Erhalt von Bauwerken und setzen das instand, was wir haben, bevor wir Neues schaffen“, sagte Hermann. Im Programm sind auch Projekte enthalten, die nach den heftigen Unwettern 2024 notwendig geworden sind. Im vergangenen Jahr hatten zahlreiche Überschwemmungen sowie Erdrutsche zu großen Schäden an den Straßen im Land geführt.

Landesweit werden im Netz aus Bundes- und Landesstraßen 2025 mehr als 160 Erhaltungsmaßnahmen an Bauwerken begonnen. Dazu gehören Instandsetzung, Ertüchtigung sowie Ersatzneubau von Bauwerken. Insbesondere starten in diesem Jahr im Land 13 Brückenersatzneubauten bzw. Brückenertüchtigungen. Fahrbahndeckensanierungen plant das Land aktuell mit einer Gesamtlänge von rund 290 Kilometern. An Bundesstraßen ist die Sanierung von rund 140 Kilometern Fahrbahn, an Landesstraßen von rund 150 Kilometern Fahrbahn vorgesehen. Der Bund stellt für die Erhaltung der Bundesstraßen in Baden-Württemberg in diesem Jahr voraussichtlich Investitionsmittel rund 241 Millionen Euro zur Verfügung. Im Durchschnitt der vergangenen Jahre hat das Land mehr Mittel abrufen können, als ursprünglich geplant waren. In den Erhalt seiner Landesstraßen investiert das Land voraussichtlich rund 184 Millionen Euro.

Zahlen, Daten und Fakten zum Programm

  • Das Sanierungsprogramm 2025 umfasst mehr als 160 Projekte an Bauwerken (zum Beispiel Brücken, Stützwände, Tunnel).
  • Länge der Fahrbahnen belaufen sich rund etwa 290 Kilometer (davon 140 Kilometer Bundesstraßen, 150 Kilometer Landesstraßen).
  • Investitionen: 184 Millionen Euro (Land) und 241 Millionen Euro (Bund), insgesamt 425 Millionen Euro.
  • Rekordjahr 2024 mit vergleichbaren Investitionen: 433 Millionen Euro (234 Millionen Euro Bund, 199 Millionen Euro Land).
  • Fokus 2024 mehr auf Fahrbahnen: Sanierte Fahrbahnen: 289 Kilometer (Land) und 217 Kilometer (Bund). Sanierte Bauwerke: 132 (69 Land, 63 Bund).

Zustandserfassung und Erhaltungsmanagement (ZEB)

  • Bundesstraßen: 2023 wurde eine detaillierte ZEB durchgeführt, wobei die Ergebnisse in längere, wirtschaftlich optimierte Erhaltungsabschnitte für FDE-Maßnahmen überführt wurden.
  • Das neue Erhaltungsmanagement 2025–2028 deckt circa 667 Kilometer Richtungsfahrbahnen ab.
  • Landesstraßen: Die ZEB 2024 wurde witterungsbedingt nicht abgeschlossen und wird im Frühjahr 2025 fortgeführt.
  • Die Ergebnisse bilden die Grundlage für das Erhaltungsmanagement 2026–2029.

Zukünftige Herausforderungen

  • Von rund 7.300 Brücken bedarf jede zehnte dringend einer Instandsetzung, Ertüchtigung oder eines Ersatzneubaus.
  • Ziel: Bis 2030 sollen alle 73 Brücken mit Spannungsrisskorrosion ersetzt oder ertüchtigt werden.
  • Finanzierungsbedarf: Neben den im Haushalt beschlossenen zusätzlichen 19 Millionen Euro pro Jahr im Doppelhaushalt 2025/2026 sind erhebliche weitere Mittel erforderlich.

Beispielprojekte aus dem Sanierungsprogramm 2025

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