Zusammenhalt

Baden-Württemberg gründet Bündnis gegen Einsamkeit

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung zeigt, dass sich mehr als ein Drittel der Menschen im Land moderat oder stark einsam fühlen. Im Bündnis gegen Einsamkeit wollen 56 Organisationen ihre Kräfte im Kampf gegen Einsamkeit effizient bündeln.

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Gruppenfoto auf Bühne: Minister Oliver Hildenbrand mit den Gründungsmitgliedern des Landesbündnis gegen Einsamkeit.

Baden-Württemberg gründet ein landesweites Bündnis gegen Einsamkeit. Bei einer Gründungskonferenz am 2. November 2026 im Stuttgarter Hospitalhof werden 56 Organisationen zusammenkommen, um ihre Kräfte im Kampf gegen Einsamkeit zu bündeln. Mit dem Bündnis schafft das Land eine Plattform für die Zusammenarbeit von Politik, Zivilgesellschaft und weiteren Akteurinnen und Akteuren.

„Wir machen uns gemeinsam auf den Weg zu mehr Verbundenheit“, sagt Sozialminister Oliver Hildenbrand anlässlich der Gründungskonferenz. „Einsamkeit betrifft Menschen in allen Lebensphasen. Sie hat ernste persönliche und gesellschaftliche Folgen. Mit dem Bündnis wollen wir für das Thema sensibilisieren, bestehende Initiativen stärken und eine wirksame Landesstrategie gegen Einsamkeit entwickeln.“

Mehr als ein Drittel der Menschen im Land fühlt sich einsam

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt die Studie „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg 2025“ (PDF) der Bertelsmann Stiftung. Demnach fühlt sich mehr als ein Drittel der Menschen im Land moderat oder stark einsam. Anhaltende Einsamkeit kann die psychische und körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Zudem kann sie dazu führen, dass sich Menschen aus dem gesellschaftlichen und politischen Leben zurückziehen.

Ausgangspunkt für die Gründung des Landesbündnisses und die Erarbeitung der Landesstrategie sind die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag „Aus Verantwortung fürs Land – Gemeinsam stark in stürmischen Zeiten“ sowie die Handlungsempfehlungen der Landesstudie und der Enquetekommission „Krisenfeste Gesellschaft“ des Landtags von Baden-Württemberg.

Die Gründungsmitglieder des Bündnisses setzen sich aus Organisationen zusammen, die landesweit tätig sind. So umfasst das Bündnis neben großen Verbänden aus Wohlfahrt und Gesundheitswesen, den kommunalen Landesverbänden und insgesamt vier Landesministerien auch die Vertretungen besonders gefährdeter Risikogruppen. Die Bündnispartnerinnen und Bündnispartner werden in den kommenden Monaten gemeinsam an einer Landesstrategie gegen Einsamkeit arbeiten. Dazu sind verschiedene Strategietreffen in Vorbereitung. Angedacht sind zudem Netzwerkveranstaltungen in allen vier Regierungsbezirken des Landes.

Ablauf der Konferenz

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen der fachliche Austausch und die Frage, wie Einsamkeit wirksam begegnet werden kann. Die Keynote hält Prof. Dr. Marlen Niederberger von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Unter dem Titel „Nett hier und trotzdem einsam. Warum Baden-Württemberg sich verbündet“ beleuchtet sie die Herausforderungen und Ansatzpunkte für gemeinsames Handeln.

In 14 Workshops beschäftigen sich die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Handlungsfeldern. Dazu gehören Begegnungsorte im Quartier, Einsamkeit am Arbeitsplatz und der Übergang in den Ruhestand ebenso wie Unterstützungsangebote für besonders betroffene Gruppen. Auf einem Markt der Möglichkeiten präsentieren außerdem 18 Initiativen und Projekte ihre Arbeit.

Eine Podiumsdiskussion widmet sich schließlich der Frage, was ein Landesbündnis gegen Einsamkeit erreichen kann. Darüber diskutieren Minister Oliver Hildenbrand, Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales, Gesundheit und Integration der Landeshauptstadt Stuttgart, Theresia Bauer, Geschäftsführerin der Baden-Württemberg Stiftung, und SWR-Redakteurin Maryam Bonakdar.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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