Digitalisierung

Neuer Rekord in der Breitbandförderung

Ende 2025 ist ein weiterer Meilenstein in der baden-württembergischen Breitbandförderung erreicht: Von 3,5 Milliarden Euro landesseitig bewilligten Geldern ist nun mehr als eine Milliarde Euro ausbezahlt.

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Eine Hand hält ein Leerrohrbündel mit Glasfaserkabeln eines Breitband-Versorgers. (Foto: © dpa)
Symbolbild

„Als ich im Jahr 2016 damit begonnen habe, mich um den Breitbandausbau im Land zu kümmern, steckte dieser noch in den Anfängen, auch was die Fördermittel anbelangte. Inzwischen sind insgesamt 7,35 Milliarden Euro in den geförderten, landesweiten Breitbandausbau geflossen – wir als Landesregierung haben 3,5 Milliarden investiert und 3,85 Milliarden von Berlin ins Land geholt. Jetzt gehen wir konsequent die nächsten Schritte: Wir kommen vom Fördern ins Bauen. Inzwischen sind für mehr als eine Milliarde Euro Gräben, Leitungen, Schächte, Verteilerkästen und Anschlüsse an Häuser gebaut. Jeder verbaute Euro bringt Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Kommunen dem zukunftsfähigen Internet mit Glasfaser ein Stück näher“, so der Stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Über eine Milliarde Euro an Fördergeldern bisher ausbezahlt

Mit der Übergabe eines Förderbescheides für ein Breitbandausprojekt werden die Fördergelder für den jeweiligen Antragsteller bereitgestellt. Wenn der Ausbau fortschreitet, werden nach und nach die bewilligten Fördermittel ausgezahlt. Auszahlungen gibt es etwa für den erfolgreichen Abschluss von Teilprojekten und den vollständigen Abschluss eines Ausbauprojektes. Seit 2016 hat so das Land mehr als eine Milliarde Euro an die kommunalen Antragsteller für Breitbandprojekte überwiesen. Damit sind rund 30 Prozent der vom Land bewilligten Mittel für den Breitbandausbau ausbezahlt und die Investitionen kommen jetzt unmittelbar den Menschen vor Ort zu Gute. „Die Landesregierung wird ihrem Anspruch gerecht, eine flächendeckende und leistungsfähige digitale Infrastruktur für alle Regionen in Baden-Württemberg zu errichten. Der geförderte baden-württembergische Glasfaserausbau kommt voran“, ordnete Digitalisierungsminister Thomas Strobl die Zahlen ein.

Förderbilanz der Jahre 2016 – 2025

Seit 2016 bis 2025 hat die Landesregierung 3.784 Förderprojekte mit einem Fördervolumen von 3,5 Milliarden Euro unterstützt. Der Bund stellte zusätzliche 3,85 Milliarden Euro an Fördergeldern – und damit rund ein Fünftel aller bundesweit bewilligten Fördermittel – für den baden-württembergischen Glasfaserausbau zur Verfügung. Bisher sind somit insgesamt 7,35 Milliarden Euro in den geförderten, landesweiten Breitbandausbau geflossen. Baden-Württemberg ist damit Spitzenreiter im geförderten Ausbau und hat von den bundesseitig bereitgestellten Fördergeldern im Ländervergleich mit deutlichem Abstand am stärksten profitiert. Die Kommunen brachten in ihren Haushalten einen Eigenanteil von rund 1,7 Milliarden Euro auf.

Durch die Infrastrukturförderung von Land und Bund haben im Zeitraum von 2016 bis Ende 2025 bislang 56.550 landesansässige Unternehmen einen zukunftsfähigen Glasfaseranschluss bekommen, insgesamt 685.706 Adresspunkte wurden an das schnelle Internet angebunden.  2.113 der insgesamt 4.486 baden-württembergischen Schulen erhielten eine landes- und bundesseitige Förderung. Damit werden rund 47 Prozent aller Schulstandorte mit Glasfaser erschlossen.

Mehr als 70 Prozent der geförderten Adressen liegen in ländlich geprägten Regionen. Hierunter fallen insbesondere auch topografisch schwierige Gegenden wie der Schwarzwald und die Schwäbische Alb. Einmal mehr verdeutlicht dies, dass die Landesregierung insbesondere ländliche Gebiete gezielt fördert, die für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich weniger attraktiv sind. Der Ausbau in diesen Regionen hätte sich ohne öffentliche Unterstützung nur langsam entwickelt.

Versorgung im Land steigt stetig

Die hohen bewilligten Fördersummen und bereits geflossenen Auszahlungsbeträge des Landes schlagen sich in den stetig steigenden Versorgungszahlen nieder: 

Die aktuelle Gigabitverfügbarkeit beläuft sich in Baden-Württemberg auf 76,63 Prozent. Bei der Versorgung mit schnellem Internet haben somit insgesamt drei von vier Haushalten im Land mindestens 1.000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) – ein Gigabit – zur Verfügung. Baden-Württemberg nimmt bei der Gigabitverfügbarkeit Platz 5 von 13 unter den Flächenländern ein. Dies ist umso beachtlicher vor dem Hintergrund, dass die landesweite Gigabitversorgung im Jahr 2016 noch 1,4 Prozent betrug.

Die derzeitige Glasfaserquote liegt im Land bei 29,77 Prozent. 130 baden-württembergische Kommunen kommen dabei bereits auf eine Glasfaserquote von über 90 Prozent. Viele Förderprojekte, die die Versorgung in der Fläche kontinuierlich verbessern, befinden sich in der Umsetzung.

Dass die Zahl der realisierten Projekte – privatwirtschaftlich und gefördert – von Monat zu Monat steigt, zeigt auch der vom Land im Sommer 2025 aufgesetzte Gigabitatlas. Dieser dokumentiert den Fortschritt des baden-württembergischen Gigabit- und Glasfaserausbaus transparent und errechnet derzeit eine prognostische, mittelfristig zu erwartende Gigabitquote von rund 90 Prozent und eine Glasfaserquote in Höhe von rund 60 Prozent.

Schulterschluss zwischen Privatwirtschaft und Kommunen ist entscheidend

Für das weitere zielgerichtete und rasche Voranschreiten des landesweiten Glasfaserausbaus ist der Schulterschluss der am landesweiten Ausbau beteiligten Privatwirtschaft und Kommunen entscheidend. Bereits im Sommer 2025 unterzeichnete eine breite Allianz aus Kommunalen Landesverbänden, führenden Telekommunikationsunternehmen, Branchenverbänden, Stadtwerken und weiteren Partnern den Glasfaserpakt Baden-Württemberg und besiegelte damit offiziell das Abkommen, das auf eben diesem gemeinsamen Verständnis basiert.

„Der baden-württembergische Breitbandausbau ist eine Erfolgsgeschichte, auf der wir uns freilich nicht ausruhen dürfen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist der Motor für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Die Landesregierung hat deshalb erneut mit dem Doppelhaushalt 2025/2026 in Höhe von 1,1 Milliarden Euro ein starkes Signal an den Wirtschaftsstandort und an unsere Kommunen gesandt: Wir unterstützen sie verlässlich auf dem Weg ins digitale Zeitalter“, betonte Digitalisierungsminister Thomas Strobl.

Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen: Breitbandausbau

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