Automobilwirtschaft

Wie Automobilzulieferer wettbewerbsfähig bleiben wollen

Rund 400 Fachleute aus der Automobilzuliefererindustrie diskutierten beim Zulieferertag Automobilwirtschaft, wie sich der baden-württembergische Standort im internationalen Wettbewerb zukunftssicher aufstellen kann.

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Zulieferertag 2026
Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut beim Zulieferertag 2026

Rund 400 Fachleute aus der Automobilzuliefererindustrie diskutierten in Esslingen, wie sich der baden-württembergische Standort im internationalen Wettbewerb zukunftssicher aufstellen kann. Neben Handelskonflikten und Kostensteigerungen stehen vor allem Herausforderungen durch höhere Entwicklungs- und Produktionsgeschwindigkeiten sowie Chancen von kooperativen Geschäftsmodellen im Fokus.

Zwischen Kostendruck und Strukturwandel

Delegierte aus den Niederlanden, Belgien, Finnland, Spanien, Großbritannien und Kanada nutzen das Branchentreffen, um neue Kooperationen und Partnerschaften anzustoßen. Auf der begleitenden Match-Making-Messe stellen 43 Unternehmen, sieben Forschungsinstitute und sechs Start-ups aus Baden-Württemberg sowie neun internationale Unternehmen aus. Veranstalter des Zulieferertags Automobilwirtschaft BW 2026 ist das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus und die Landesagentur e-mobil BW.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus: „Die Zukunft unserer Zulieferindustrie entscheidet sich nicht allein an technologischer Innovationskraft. Es muss gelingen, neue Technologien schnell in wettbewerbsfähige Produkte, Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze am Standort Baden-Württemberg zu überführen. Dazu braucht es neben passenden Rahmenbedingungen eine hohe Veränderungsbereitschaft bei Beschäftigten und in den Unternehmen selbst.“

Nicht Technologie allein, sondern kompetente Menschen 

Erstmals rückt der Zulieferertag das Thema Weiterbildung in den Mittelpunkt. Arbeitgeber, Beschäftigte und Arbeitsmarktforschung beleuchten gemeinsam, welche neuen fachlichen Kompetenzen die europäische Zulieferindustrie künftig benötigt. Praktische Impulse aus den Unternehmen TRUMPF SE + Co. KG, Robert Bosch GmbH und Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG zeigen, wie die Personalentwicklung und das Lernen gestärkt werden können. Eine vom Cluster Elektromobilität Süd-West organisierte Ausstellung präsentiert konkrete Qualifizierungs-, Förderungs- und Beratungsangebote für Zulieferer der Autoindustrie. Allein in diesem Jahr wurden über ein Projekt des Clusters Beschäftigte aus knapp 180 baden-württembergischen Firmen in der Batterietechnologie weiterqualifiziert. 

Franz Loogen, Geschäftsführer der Landesagentur e-mobil BW: „In unserer täglichen Arbeit erleben wir, welchen exzellenten Ruf Baden-Württemberg weltweit für die Qualität und Innovationskraft seiner Zulieferer der Autoindustrie genießt. Doch dieser Vorteil gerät zunehmend unter Druck: 73 Prozent der Unternehmen verzeichnen rückläufige Nachfrage. Umso wichtiger, mit starken Kooperationen am Markt Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.“

Der Zulieferertag Automobilwirtschaft BW findet in 2026 zum 28. Mal statt. Partner des jährlichen Branchentreffens sind der BWIHK, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, der VDA, der VDMA Baden-Württemberg, der Innovationscampus Mobilität der Zukunft sowie die ARENA 2036. Der nächste Zulieferertag Automobilwirtschaft BW findet am 25. November 2027 statt.

Landesagentur e-mobil BW

Die Landesagentur e-mobil BW begleitet die Transformation in Baden-Württemberg. Im Netzwerk mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand treibt sie die Industrialisierung und Markteinführung zukunftsfähiger Automotive- und Wasserstofftechnologien voran. Damit stärkt sie langfristig den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Baden-Württemberg und verfolgt eine regionale Strategie zur flächendeckenden Etablierung klimafreundlicher und vernetzter Mobilitäts- sowie Energietechnik in Baden-Württemberg.

Außerdem koordiniert sie verschiedene Netzwerke und Cluster-Initiativen zu Elektromobilität, Transformation der Automobilwirtschaft, Wasserstofftechnologien sowie zu digitalen und softwarebezogenen Querschnittsthemen im Automotive-Bereich. Rund 1.000 Akteure aus Industrie, Wissenschaft und öffentlicher Hand kommen in den Netzwerken und Clustern zusammen und gestalten so den Wandel im Automobilland Baden-Württemberg. Die e-mobil BW bündelt das Expertenwissen, vernetzt relevante Akteure und initiiert neue Projekte. 

Cluster Elektromobilität Süd-West

Mit derzeit über 260 Cluster-Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft treibt der Cluster Elektromobilität Süd-West innovative, elektrische und digitale Fahrzeug- und Produktionstechnologien sowie Fachkräftequalifizierung und Internationalisierung voran. Durch Forschungsprojekte, Kooperationen und Wissenstransfer wird die Wettbewerbsfähigkeit Baden-Württembergs gestärkt und die Vernetzung auf internationaler Ebene gefördert. Koordiniert wird der Cluster Elektromobilität Süd-West von der e-mobil BW GmbH, der Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg.

Quelle:

e-mobil BW GmbH – Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg

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