Unternehmensgründungen

Pilotprojekt „Schneller Gründen“ gestartet

Das Finanzamt Mannheim-Stadt beteiligt sich am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen“. Dadurch sollen Unternehmensgründungen digital und deutlich schneller möglich werden.

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Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
Symbolbild

Ein Unternehmen zu gründen, soll einfacher und schneller werden. Deshalb beteiligt sich das Finanzamt Mannheim-Stadt am bundesweiten Pilotprojekt „Schneller Gründen“. Das Projekt ist am Montag, 1. Juni 2026, an den Start gegangen. Es wird vom Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung gemeinsam mit der DigitalService GmbH des Bundes umgesetzt. Mannheim ist einer von neun Pilotstandorten bundesweit.

Finanzminister Dr. Danyal Bayaz sagte. „Gründerinnen und Gründer sollen sich auf ihre Geschäftsidee konzentrieren können und nicht auf unnötig komplizierte Verwaltungswege. Mit dem Finanzamt Mannheim-Stadt bringt Baden-Württemberg praktische Erfahrung aus der Steuerverwaltung in das Projekt ein. Wir wollen, dass Gründerinnen und Gründer künftig weniger Aufwand haben und schneller loslegen können. Das entspricht auch dem Auftrag aus unserem Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut ergänzte: „Gründungen sind ein entscheidender Motor für Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Baden-Württemberg. Daher begrüßen wir das Pilotprojekt ‚Schneller Gründen‘ des Bundes, das die Voraussetzungen schafft, dass aus Ideen noch schneller erfolgreiche Unternehmen werden können. Vereinfachte und beschleunigte Gründungsprozesse ermöglichen Gründerinnen und Gründern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle. Jede erfolgreiche Gründung stärkt unseren Wirtschaftsstandort, schafft neue Wertschöpfung und eröffnet zukunftsfähige Arbeitsplätze.“

Bundesprojekt „Schneller Gründen“

Im Bundesprojekt „Schneller Gründen“ wird getestet, wie die wichtigsten Schritte einer Gründung einfacher und besser digital miteinander verbunden werden können. Ziel ist es, Gründerinnen und Gründern den Start zu erleichtern. Im Mittelpunkt steht zunächst ein digitaler Kombiantrag für Einzelunternehmen. Er führt vor allem die Gewerbeanmeldung und die steuerliche Erfassung in einem digitalen Vorgang zusammen und leitet die Daten gleichzeitig an die Gewerbe- und Finanzämter weiter. Gründerinnen und Gründer müssen ihre Daten dadurch nur noch an einer Stelle eingeben. Künftig können so mit der Gewerbeanmeldung gleichzeitig die steuerliche Erfassung und die Vergabe der Steuernummer beim Finanzamt angestoßen werden.

In einer ersten Stufe konzentriert sich „Schneller Gründen“ auf Einzelunternehmen, das heißt Gründerinnen und Gründer, die alleine starten, zum Beispiel als Selbstständige oder in Form kleiner Betriebe. Gerade sie sollen von einfacheren Abläufen profitieren. Die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt sollen zeigen, welche Lösungen später auch bundesweit genutzt werden können.

Das Projekt „Schneller Gründen“ ist ein zentrales Vorhaben der Modernisierungsagenda Bund und Föderal. Das übergeordnete Ziel: Unternehmensgründungen in Deutschland bundesweit, digital und deutlich schneller zu ermöglichen. 

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