Die Städtebaumaßnahme „Ortsmitte Geradstetten II“ in Remshalden wurde dank Fördermitteln des Landes erfolgreich abgeschlossen. Mit rund 3,1 Millionen Euro hat das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen die Sanierung gefördert. „Städtebauförderung wirkt: Das kann man an Remshalden deutlich sehen. Die Erneuerungsmaßnahme hat die Gemeinde weiter vorangebracht, die Wohn- und Lebensqualität wurde verbessert. Ein echter Gewinn für die Menschen vor Ort“, sagte Ministerin Theresa Schopper anlässlich des Abschlusses der Sanierung.
Die städtebaulichen Förderangebote seien von großer Bedeutung, so die Ministerin: „Die Städtebauförderung hilft den Kommunen dabei, sich fit für die Zukunft zu machen. Quartiere werden aufgewertet, Brachflächen reaktiviert, neuer Wohnraum geschaffen und Grün- und Freiflächen verbessert. Das schafft die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen. Hinzu kommt: Jeder Fördereuro löst bis zu acht weitere Euro an Folgeinvestitionen aus. Davon profitieren auch das regionale Baugewerbe und das Handwerk.“
Altersgerechter und familienfreundlicher Wohnraum
Im Sanierungsgebiet galt es einige städtebauliche Mängel zu beheben: Leerstände, zu wenig Parkplätze, eine für Fußgänger gefährliche Ortsdurchfahrt und eine mancherorts geringe Aufenthaltsqualität. Die Verantwortlichen konnten sich dabei über eine große Mitwirkungsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger freuen. Unter den über 50 Einzelprojekten wurden 36 private Vorhaben realisiert – eine beeindruckende Zahl für einen Teilort dieser Größe.
Im Laufe der Jahre wurde vor allem der historische Kern von Geradstetten sichtbar aufgewertet. In 113 Fällen wurden energetisch effizientere, altersgerechte und familienfreundliche Wohnsituationen geschaffen: 41 modernisierte Wohnungen, 58 Neubauten, acht Wohnungen durch Umnutzung und sechs Wohnungen durch Aktivierung von Leerstand. Das Areal des ehemaligen Rathauses wurde für Wohnzwecke neu geordnet. Unter den Projekten finden sich auch zahlreiche Kulturdenkmäler, die behutsam saniert werden konnten. Diese Maßnahmen stärken nicht nur den Wohnwert, sondern auch die Identität des Ortskerns.
Impulse für das Zusammenleben
Gleichzeitig hat die Gemeinde mit der Aufwertung des Umfelds am Backhaus und Ochsengarten und insbesondere mit dem Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße wichtige Impulse für das gemeinschaftliche Zusammenleben gesetzt. Im Rahmen der Städtebaufördermaßnahme entstanden Orte des Austauschs und der Begegnung. Auch der privat organisierte Veranstaltungsort „[ zamma ]“ in der Unteren Hauptstraße ist ein lebendiges Beispiel für dieses neue Miteinander und wäre ohne die Fördermittel nicht denkbar gewesen.
Die Mischung aus bewahrter historischer Struktur und zeitgemäßer Wohnqualität macht Geradstetten heute zu einem Ort, der Tradition und Moderne selbstverständlich miteinander verbindet. Die Gemeinde präsentiert sich als lebendiges, zukunftsfähiges Zentrum mit einer starken Gemeinschaft und einem vielfältigen Wohnangebot.
Ministerin Theresa Schopper sagte: „Die Maßnahme hat eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung des Ortsteils Geradstetten der Gemeinde Remshalden geschaffen. Ich freue mich, dass unsere Städtebaufördermittel hier viel Gutes bewirken konnten.“

















