Kunst

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ verliehen

Mit der Verleihung der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ wurde die Landesausstellung des Kunsthandwerks im Kloster Schussenried eröffnet.

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Verleihung Staatspreis Kunsthandwerk

Was entsteht, wenn handwerkliches Können auf künstlerische Vision und den Mut zu neuen Ideen trifft? Die Antwort darauf ist ab sofort im Kloster Schussenried in Bad Schussenried zu sehen. Mit der Verleihung der Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ wurde am 25. September 2026  die diesjährige Landesausstellung des Kunsthandwerks eröffnet. 137 ausgewählte Arbeiten zeigen, wie vielfältig, innovativ und überraschend modernes Kunsthandwerk in Baden-Württemberg sein kann.

Staatssekretär Thomas Dörflinger vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg überreichte gemeinsam mit Erwin Promoli, Bürgermeister der Stadt Bad Schussenried, die Auszeichnungen. „Wir zeichnen nicht einfach schöne Dinge aus, sondern Ideen, Können, Qualität und Mut, etwas Neues zu wagen“, betonte Dörflinger bei der Preisverleihung. Unternehmertum finde schließlich nicht nur in großen Firmenzentralen statt, sondern ebenso in Werkstätten und Ateliers. „Baden-Württemberg kann stolz sein, solch kreative Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker im Land zu haben.“

Drei Staatspreise für herausragende Gestaltung

Mit dem Staatspreis „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“, der jeweils mit 4.000 Euro dotiert ist, wurden drei Kunsthandwerkerinnen ausgezeichnet:

  • Frieda Dörfer, Goldschmiedin und Schmuckdesignerin aus Pforzheim
  • Veronika Schäpers, Buchbinderin und Buchkünstlerin aus Karlsruhe
  • Marianne Wurst, Textilgestalterin aus Oberdischingen

Ihre Arbeiten stehen beispielhaft für die hohe Qualität und gestalterische Eigenständigkeit, betonte die Fachjury.

Auch drei Nominierte wurden für ihre herausragenden Arbeiten gewürdigt. Antje Gerhardy, Keramikerin aus Nürtingen, Stefanie Prießnitz, Goldschmiedin und Diplom-Designerin für Schmuck und Produkt aus Pforzheim, sowie Natascha Reichel, Schmuckdesignerin aus Pforzheim. Sie erhielten jeweils eine Urkunde und ein Preisgeld von 500 Euro.

Förder- und Handwerkspreis: Nachwuchs und Meisterschaft im Fokus

Der Förderpreis für das junge Kunsthandwerk geht in diesem Jahr an den Gold- und Silberschmiedemeister Tim Udvardi-Lakos aus Horb am Neckar. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird vom Wirtschaftsministerium und der Initiative „Talente fördern“ des Vereins Kunst Handwerk Design Baden-Württemberg e.V. vergeben.

Einen weiteren Akzent setzt der Handwerkspreis der Handwerkskammer Ulm. Präsidentin Katja Maier überreichte die mit 1.500 Euro dotierte Auszeichnung an den Tischlermeister Thomas Rauscher aus Ehingen.

137 Arbeiten, 137 gute Gründe für einen Besuch

Die Preise sind vergeben – doch für Besucherinnen und Besucher beginnt das eigentliche Erlebnis erst jetzt. Vom 26. September bis zum 22. November 2026 verwandelt sich das Kloster Schussenried in eine Bühne für außergewöhnliches Kunsthandwerk.

Die Ausstellung präsentiert 137 Exponate, ausgewählt aus 211 eingereichten Arbeiten von 108 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern aus ganz Baden-Württemberg. Zu entdecken gibt es Schmuck und Metallarbeiten, Keramik, Holz, Papier, Textilien und vieles mehr – Unikate, die nicht nur durch ihre Ästhetik, sondern auch durch die Geschichten hinter ihrer Entstehung faszinieren. Viele der ausgestellten Stücke können käuflich erworben werden. Damit bietet die Landesausstellung nicht nur Inspiration, sondern auch die Möglichkeit, ein außergewöhnliches Stück handwerklicher Gestaltung mit nach Hause zu nehmen.

Besucher entscheiden über den Publikumspreis

Die Besucherinnen und Besucher selbst können Teil der Preisvergabe werden: Während der gesamten Ausstellungslaufzeit sind sie eingeladen, für ihr persönliches Lieblingsstück abzustimmen. Am 22. November 2026, dem letzten Ausstellungstag, überreicht Bürgermeister Erwin Promoli den von der Stadt Bad Schussenried gestifteten Publikumspreis in Höhe von 1.000 Euro an die Künstlerin oder den Künstler, deren beziehungsweise dessen Exponat die meisten Stimmen erhalten hat.

Kunsthandwerk trifft Klosterkultur

Die Landesausstellung ist alle zwei Jahre zu Gast in einer baden-württembergischen Stadt. In diesem Jahr bietet das historische Kloster Schussenried den außergewöhnlichen Rahmen für die Präsentation. Gerade der Kontrast zwischen jahrhundertealter Klosterkultur und zeitgenössischem Kunsthandwerk macht den Ausstellungsbesuch zu einem besonderen Erlebnis. Die Landesausstellung wird vom Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg, dem Verein Kunst Handwerk Design Baden-Württemberg e.V. und der Stadt Bad Schussenried veranstaltet. Ministerpräsident Cem Özdemir hat die Schirmherrschaft über die Verleihung der Staatspreise und die Landesausstellung übernommen.

Landesausstellung Kunsthandwerk 2026

  • Ort: Kloster Schussenried, Neues Kloster 1, 88427 Bad Schussenried

  • Datum: 26. September bis 22. November 2026; Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag: 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und Feiertage: 10 bis 17 Uhr

  • Eintritt Kloster: Erwachsene 7 Euro | Ermäßigte 3,50 Euro | Familie 17,50 Euro; der Besuch der Ausstellung ist im Eintrittspreis für das Kloster enthalten.

Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus: Bilder zum Herunterladen

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