Jugend

Politische Teilhabe bei den Jugendkonferenzen erleben

Beim Auftakt der Jugendkonferenzen in Kirchheim unter Teck konnten rund 100 Jugendliche direkte Demokratie und politische Teilhabe persönlich erleben. Mehr als 10.000 Jugendliche können bei 150 Jugendkonferenzen Forderungen und Vorschläge einbringen.

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Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Symbolbild

Was soll sich an der Schule oder in der Kommune verändern? Wie steht es um unsere Demokratie? Wie soll eine moderne Jugendpolitik aussehen? Beim Kick-off der Jugendkonferenzen in diesem Schuljahr konnten Jugendliche am 26. September 2025 in Kirchheim unter Teck offen über die Themen diskutieren, die ihnen unter den Nägeln brennen: Rund 100 Jugendliche von vier Schulen aus Kirchheim unter Teck und Wendlingen haben sich dazu mit Staatssekretär Volker Schebesta und anderen Politikerinnen und Politikern an der Freihof-Realschule in Kirchheim unter Teck getroffen. Auch Schülerinnen und Schüler vom Schlossgymnasium Kirchheim unter Teck, vom Ludwig-Uhland-Gymnasium Kirchheim unter Teck sowie von der Realschule Wendlingen waren mit von der Partie.

Staatssekretär Volker Schebesta appellierte an die Jugendlichen: „Mit Jugendkonferenzen stärkt ihr die Jugendbeteiligung und auch euer Verständnis für Demokratie. Was ihr erarbeitet, werden sich viele Entscheiderinnen und Entscheider hier in Kirchheim und Wendlingen, aber auch in Stuttgart anschauen. So könnt ihr selbst eure Zukunft mitgestalten.“

Größtes Jugendbeteiligungsformat in Baden-Württemberg

Politische Teilhabe hautnah: Bei allen 150 Jugendkonferenzen in Baden-Württemberg erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand von insgesamt zehn Themen und dazugehörigen Leitfragen konkrete Projekte und Maßnahmen. Die Ergebnisse, Forderungen und Vorschläge bei der Kick-off-Konferenz in Kirchheim diskutierten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss unter anderem mit dem Oberbürgermeister der Stadt Kirchheim, Dr. Pascal Bader, den Landtagsabgeordneten Dr. Natalie Pfau-Weller und Andreas Kenner sowie weiteren Funktionsträgerinnen und -trägern. Auch der Vorsitzende des Landesjugendbeirats Baden-Württemberg, Abdi Ahmed, war vor Ort – das Gremium ist unmittelbar in die Umsetzung der Jugendkonferenzen eingebunden. Gemeinsam mit dem Landesschülerbeirat und dem Dachverband der Jugendgemeinderäte unterstützt der Landesjugendbeirat die Jugendkonferenzen des Kultusministeriums.

Kultusministerin Theresa Schopper hielt fest: „Junge Menschen wollen und sollen mitgestalten. Ihre Stimme zählt! Bei den Jugendkonferenzen erleben sie direkte Demokratie und politische Teilhabe – ein hervorragendes Format, um mit Jugendlichen in die Debatte zu kommen und zu erfahren, was sie bewegt.“

Die Jugendkonferenzen haben sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt: Gab es zu Beginn im Schuljahr 2022/23 erstmals sechs Jugendkonferenzen, finden im aktuellen Schuljahr bereits 150 Konferenzen an allen Schularten statt. In diesem Schuljahr hat das Kultusministerium die Anzahl mehr als verdoppelt, um noch mehr Partizipation zu ermöglichen. Mehr als 10.000 Jugendliche haben die Chance, Forderungen und Vorschläge an die Politikerinnen und Politiker vor Ort und im Land zu richten. Mit den Jugendkonferenzen und der großen Landesjugendkonferenz am Schuljahresende baut das Kultusministerium die Jugendbeteiligung weiter aus und stärkt das Verständnis junger Menschen für Demokratie. Es handelt sich derzeit um das größte Jugendbeteiligungsformat in Baden-Württemberg, das konsequent von Jugendlichen für Jugendliche konzipiert ist.

Jugendkonferenzen

Die Jugendkonferenzen wurden im Schuljahr 2022/23 vom Jugendreferat des Kultusministeriums ins Leben gerufen. Mittlerweile sind sie die breite Basis des etablierten Jugendbeteiligungsprozesses. Die Konferenzen finden an allen Schularten für Jugendliche ab 14 Jahren beziehungsweise der achten Klasse statt. Die gesammelten Ergebnisse besprechen Delegierte der Jugendkonferenzen am Schuljahresende auf der jährlichen Landesjugendkonferenz mit zuständigen Ministerinnen und Ministern, Landespolitikerinnen und -politikern sowie Expertinnen und Experten. Die Ergebnisse werden dann vom Landesjugendbeirat weiterbearbeitet – dessen Einrichtung war im Übrigen selbst eine Forderung aus früheren Konferenzen.

Die Jugendkonferenzen des Kultusministeriums werden operativ von der Jugendstiftung Baden-Württemberg mit Unterstützung der Jugendagentur Baden-Württemberg durchgeführt.

Jugendstiftung Baden-Württemberg: Anmeldung zu den Jugendkonferenzen

Ministerium für Kultus, Jugend und Sport: Informationen zur Jugendstudie 2024

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