Forschung

Land unterstützt Ausbau von Forschungsinfrastruktur

Das Land fördert das Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung mit rund zwei Millionen Euro für den Aufbau von Laborinfrastruktur zur Herstellung und Erforschung von speziellen Kristallen für die Lasertechnik.

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Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am 15. Juli 2026 einen symbolischen Förderscheck in Höhe von rund zwei Millionen Euro an das Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) übergeben. Die Förderung ermöglicht den Aufbau von Laborinfrastruktur zur Herstellung und Erforschung von speziellen Kristallen für die Lasertechnik. Die Mittel werden im Rahmen der Plattform „Strategische Technologien für Europa“ (STEP) aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt.

„Baden-Württemberg steht für ausgeprägte Innovationskraft. Gerade in herausfordernden Zeiten ist ein hohes Engagement in Forschung und Entwicklung entscheidend, um künftige Wertschöpfung zu sichern. Daher freuen wir uns besonders, dass dieses Vorhaben als eines der ersten Projekte im Rahmen der HighTech-Agenda Baden-Württemberg gefördert wird“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der symbolischen Förderscheckübergabe. „Laser kommen in immer mehr Anwendungsfeldern zum Einsatz – von der Medizintechnik über die Umwelttechnik bis hin zum Verteidigungssektor. Mit dem Projekt stärken wir Baden-Württemberg als Innovationsstandort für Photonik und Lasertechnik und leisten einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas in diesen Schlüsseltechnologien“, so die Ministerin weiter.

Forschung im Bereich fluoridischer Laserkristalle

Das neue Labor schafft die Voraussetzungen für die Herstellung und Erforschung fluoridischer Laserkristalle und ermöglicht so die Entwicklung neuer Laserquellen mit verbesserten Eigenschaften. Diese sind für verschiedene Anwendungsfelder wie beispielsweise Medizintechnik, Materialbearbeitung, Umwelttechnik, Kommunikation sowie auch im Bereich der Verteidigungstechnologien von hoher Relevanz. Bislang müssen wesentliche Komponenten für den Aufbau entsprechender Lasersysteme überwiegend importiert werden. Mit der Förderung wird der Aufbau einer europäischen Wertschöpfungskette unterstützt und die technologische Souveränität Deutschlands und Europas bei wichtigen optischen Bauteilen gesichert. Die neue Forschungsinfrastruktur soll insbesondere innovativen kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu neuen, besonders effizienten Lasertechnologien ermöglichen und die Resilienz der Wertschöpfungsketten in diesem Bereich gewährleisten.

Strategische Technologien für Europa (STEP)

Die Förderung wird im Rahmen der Plattform „Strategische Technologien für Europa“ (STEP) umgesetzt, die seitens der Europäischen Union 2024 ins Leben gerufen wurde. Hiermit soll die Entwicklung und Herstellung kritischer und neu entstehender strategischer Technologien unterstützt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit, Sicherheit und Souveränität der EU zu stärken und Abhängigkeiten in strategischen Technologiebereichen zu verringern. Dazu zählen digitale Technologien und technologieintensive Innovationen (Deep Tech), umweltschonende und ressourceneffiziente Technologien sowie Biotechnologien.

EFRE-Förderung in Baden-Württemberg

Um regionale Strukturförderung zu betreiben, erhält Baden-Württemberg in der Förderperiode 2021–2027 rund 279 Millionen Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE. Das EFRE-Programm Baden-Württemberg ist an der Innovationsstrategie des Landes ausgerichtet und unterstützt die Schwerpunkte Zukunftstechnologien und Kompetenzen sowie Ressourcen- und Klimaschutz.

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