Arbeitsmarkt

Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aus

Statt der üblichen Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt steigt die Arbeitslosigkeit im April 2026 in Baden-Württemberg leicht. Auch die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen sinkt erneut.

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Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Symbolbild

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, sagte anlässlich der Veröffentlichung der neuesten Arbeitsmarktzahlen: „Die übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aus, stattdessen steigt die Arbeitslosigkeit im April leicht. Einen Anstieg gegenüber dem Vormonat März gab es in Baden-Württemberg seit der Wiedervereinigung nur während der Industrierezession Anfang der 90er Jahre, während der Finanz- und Wirtschaftskrise im April 2009 und zu Beginn der Corona-Pandemie im April 2020.“

Die gesamte Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg steigt im April 2026 um 688 Personen beziehungsweise 0,2 Prozent auf insgesamt 303.949 Arbeitslose an. Im April 2025 gab es 13.682 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote liegt im April 2026 unverändert zum Vormonat bei 4,7 Prozent. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote im März bei 4,5 Prozent.

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Arbeitslosenquote im April 2026

Die Arbeitslosenquote bleibt im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 4,7 Prozent.

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„Baden-Württemberg spürt die Krise seiner Schlüsselindustrien mit voller Wucht. Zu den strukturellen Herausforderungen kommen mit den aktuellen geopolitischen Konflikten steigende Energiepreise und potenzielle Störungen in den Lieferketten hinzu. In einer Phase, in der eigentlich ein moderater Aufschwung in diesem Jahr erwartet wurde, wirkt diese Entwicklung der Erholung auf dem Arbeitsmarkt entgegen. Die Unternehmen sind aufgrund der hohen Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung zurückhaltend bei Investitionen und vorsichtig bei der Schaffung neuer Stellen“ betonte Hoffmeister-Kraut.

Im April 2026 sank die Anzahl der gemeldeten offenen Stellen bei der Bundesagentur für Arbeit erneut und lag bei 72.132. Gegenüber dem Vormonat waren dies 875 beziehungsweise 1,2 Prozent ausgeschriebene Stellen weniger. Im Vorjahresvergleich waren 3.983 (minus 5,2 Prozent) Stellen weniger ausgeschrieben.

Schwacher Stellenmarkt als zentraler Treiber der steigenden Arbeitslosigkeit

„Der schwache Stellenmarkt ist ein zentraler Treiber der steigenden Arbeitslosigkeit und dieser kühlt weiter ab. Viele Unternehmen reagieren auf die Irankrise mit Vorratsbildung und verschieben geplante Investitionen. Ohne entschlossenes Gegensteuern drohen weitere Verluste an Arbeitsplätzen und ein weiteres Jahr mit ausbleibender wirtschaftlicher Erholung.“

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren lag im April 2026 bei 26.584. Im Vergleich zum März 2026 ist die Jugendarbeitslosigkeit um 969 Personen beziehungsweise minus 3,5 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag die Jugendarbeitslosigkeit um 7,5 Prozent höher. Die aktuelle Jugendarbeitslosenquote im April 2026 sinkt um 0,2 Prozentpunkte zum Vormonat auf aktuell 3,8 Prozent. Im April 2025 lag sie noch bei 3,6 Prozent. Im April 2019 lag diese noch bei 2,3 Prozent.

„Besonders besorgniserregend ist die Lage junger Menschen. Trotz leichter Verbesserungen im April bleibt die Jugendarbeitslosigkeit hoch. Gerade sie tragen die Last wirtschaftlicher Unsicherheit besonders stark. Es ist unsere Aufgabe die Perspektiven junger Menschen zu verbessern, Investitionen zu ermöglichen und damit den Standort zu stärken“, so Hoffmeister-Kraut.

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