Flächenmanagement

Land fördert 27 Maßnahmen zur Flächengewinnung durch Innenentwicklung

Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen fördert im Rahmen des Programms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ fünf kommunale Flächenmanager und 22 Projekte mit rund 1,8 Millionen Euro.

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Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Symbolbild

Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen fördert im Rahmen des Programms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ in diesem Jahr fünf kommunale Flächenmanagerinnen und -manager und 22 Projekte mit rund 1,8 Millionen Euro. „Das Fördervolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt. Darüber freue ich mich sehr“, sagt Bauministerin Theresa Schopper: „Stadtzentren, Ortsmitten und Quartiere sind das Herz unserer Städte und Gemeinden. Von ihrer guten Gestaltung profitieren alle. Mit unserem Förderprogramm helfen wir Kommunen und Regionalverbänden dabei, Leerstände im Innenbereich zu bekämpfen und attraktive Flächen für Wohnen und Gewerbe zu schaffen.“

Ein besonderes Augenmerk lag dieses Jahr auf der Begrünung und Entsiegelung sowie auf der Freiraumgestaltung: „Der Hitzesommer hat es deutlich gezeigt: Grün- und Freiflächen sind für die Lebensqualität wichtiger denn je“, so die Ministerin: „Auch Stadtgrün braucht Raum. Unser Förderprogramm hilft, diesen Raum aktiv mitzuplanen.“

Flächenmanager sind die Kümmerer vor Ort: Sie bringen die relevanten lokalen Akteure an einen Tisch und sorgen dafür, dass Leerstände und untergenutzte Flächen wieder mit Leben gefüllt werden können.
Bauministerin Theresa Schopper

Fünf neue Flächenmanager

In diesem Jahr haben sich fünf Kommunen dazu entschlossen, eine Stelle im kommunalen Flächenmanagement einzurichten: Balingen, Eberbach, Geislingen an der Steige, Heidelberg und Neckargemünd. Die Aufgaben konzentrieren sich auf die Entwicklung von gewerblichen Konversionsflächen, die Schaffung von Wohnraum durch Nachverdichtung sowie die strategischen Siedlungsentwicklung. „Flächenmanager sind die Kümmerer vor Ort: Sie bringen die relevanten lokalen Akteure an einen Tisch und sorgen dafür, dass Leerstände und untergenutzte Flächen wieder mit Leben gefüllt werden können“, so Ministerin Schopper.

Interkommunale Strategie zur Aktivierung von Wohnraum 

Der Regionalverband Hochrhein-Bodensee plant in Zusammenarbeit mit den Kommunen Bad Säckingen, Herrischried, Murg, Rickenbach und Wehr, durch eine interkommunale adaptive Entwicklungsplanung Wohnraum zu schaffen. Im Mittelpunkt stehen ein gemeinsamer methodischer Rahmen und ein interkommunales Planungsmanagement. Für acht Innenentwicklungsgebiete (Piloten) sollen konkrete Aktivierungsstrategien entwickelt werden. 

Flächeneffiziente Neuausrichtung in Gewerbe- und Industriegebieten

Die strategische Aufsiedelung seines Gewerbegebietes hat sich unter anderem der Zweckverband Wirtschaftsförderung Zabergäu vorgenommen und reagiert damit auf die wirtschaftliche Transformation in der Region. Freiwerdende Flächen sollen ansässigen Firmen zugänglich gemacht werden, die dringend nach Erweiterungsmöglichkeiten suchen.

Städtebauliche Wettbewerbe und innovative Mehrfachnutzung 

Die Bandbreite der eingereichten Projekte ist vielfältig. Die Stadt Asperg beispielsweise möchte für die Konversionsfläche Bahnhofsareal durch einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb Umsetzungsperspektiven für die zukünftige (Wohn-)Nutzung erhalten. Auch die verkehrliche Neuordnung soll hierbei untersucht werden. 

Holzgerlingen greift auf dem Gelände des Schönbuch-Gymnasiums innovativ die Themen Mehrfachnutzung und nachhaltige Mobilität auf. Eine Machbarkeitsstudie soll die technischen Möglichkeiten für ein aufgeständertes Fahrradparkdeck über einer Autostellfläche prüfen. Damit könnte die bisherige Fläche für Fahrradständer im Pausenhof entsiegelt werden.

Geförderte Projekte

Fördersumme insgesamt: 1.774.133,20 Euro

Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“

Das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ fördert nicht-investive Maßnahmen der Innenentwicklung. Dazu zählen der Einsatz kommunaler Flächenmanagerinnen und Flächenmanager sowie Projekte, die zu mehr Flächeneffizienz, Aufenthaltsqualität und Klimaresilienz der Siedlungsräume beitragen, etwa durch städtebauliche Entwürfe, innovative Konzepte, Projekte zur Bürgerbeteiligung oder Informationskampagnen. Ziel ist es, bestehende Leerstände und innerörtliche Flächen – wie Baulücken, Brachflächen sowie Aufstockungs- und Nachverdichtungspotenziale – zu aktivieren. 

Das Förderprogramm richtet sich an alle Städte, Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften, Landkreise, Zweckverbände und Träger der Regionalplanung in Baden-Württemberg. Es wurde in den letzten Jahren wiederholt weiterentwickelt. Seit dieser Förderperiode übernimmt das Land für Innenentwicklungsmaßnahmen 60 statt 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 Euro). Zusätzlich wurde der Förderhöchstbetrag für kommunale Flächenmanagerinnen und -manager von 120.000 Euro auf 144.000 Euro angehoben, das heißt auf bis zu 4.000 Euro pro Monat bei drei Jahren Beschäftigungsdauer.

Seit der Einführung des Programms 2009 wurden fast 530 Projekte mit über 16,6 Millionen Euro gefördert. Seit 2016 die Förderung des kommunalen Flächenmanagements ins Programm aufgenommen wurde, konnten 41 Flächenmanagerinnen und -manager gefördert werden.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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