Ohren gespitzt: Heute beginnt wieder der Frederick Tag – eine der wohl bekanntesten Aktionen zur Lese- und Literaturförderung in Baden-Württemberg. Zwischen dem 12. und 23. Oktober 2026 finden landesweit Lesungen, Schreibwerkstätten, Bibliotheksnächte und zahlreiche weitere Veranstaltungen statt, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Lust auf das Lesen machen sollen.
Zum Auftakt des 29. Frederick Tags am heutigen Montag, 12. Oktober, stellt sich der Staatssekretär im Kultusministerium, Andreas Deuschle, im Kulturbahnhof Aalen den Fragen rund um das Thema Lesen von Grundschülerinnen und -schülern der dritten Klasse.
Lesen als grundlegende Basiskompetenz
„Seite für Seite erschließen wir uns beim Lesen neue Welten und legen so ganz nebenbei einen wichtigen Baustein für unsere künftige Bildung und Persönlichkeitsentwicklung“, sagt Deuschle. „Der Frederick Tag macht diesen unschätzbaren Wert von Büchern und Geschichten jedes Jahr sichtbar – und das auf eine Art und Weise, die Begeisterung weckt und für jede und jeden zugänglich ist. Lesen als grundlegende Basiskompetenz darf nicht exklusiv denjenigen vorbehalten sein, die in ihren Elternhäusern ganz selbstverständlich mit Büchern aufwachsen. Vielmehr soll Lesen durch zielgerichtete Förderung einen festen Platz im Alltag aller Kinder und Jugendlichen einnehmen – unabhängig davon, mit welchen Voraussetzungen sie an unsere Schulen kommen.“
Die Bedeutung der Leseförderung unterstreicht auch Dr. Matthias Knecht, der Vorsitzende des baden-württembergischen Bibliotheksverbands (dbv) und Oberbürgermeister von Ludwigsburg: „Der Frederick Tag erinnert uns alljährlich eindringlich daran, wie essenziell Leseförderung für die Entwicklung unserer Kinder ist. Lesen eröffnet Welten – es entfacht die Vorstellungskraft, stärkt die Kreativität und fördert nicht nur Sprachfertigkeit, sondern auch kritisches Denken. Unsere Aufgabe als Gesellschaft ist es, gemeinsam mit Bibliotheken und Schulen eine lesefreundliche Umgebung zu schaffen, in der Kinder und Jugendliche begeistert Bücher entdecken und Geschichten erleben können. Nur durch eine solche Zusammenarbeit gelingt es, junge Menschen nachhaltig für Worte, Bilder und Erzählkunst zu begeistern. Der Frederick Tag setzt dabei ein sichtbares Zeichen: Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft, und das Lesen der Weg dorthin. Lesefreude und Bildungszugang muss allen Kindern offenstehen, dafür steht auch in diesem Jahr wieder der Frederick Tag mit seinen vielfältigen Leseaktionen.“
Zahlen, Daten, Fakten
- Passend zum Anliegen der Aktion geht der Name „Frederick“ auf das gleichnamige Kinderbuch des Autors Leo Lionni zurück, in dem eine Maus Wörter und Farben sammelt, um den bevorstehenden Winter mit spannenden Geschichten im Vorrat füllen zu können.
- Durch die Landesregierung im Jahr 1997 initiiert, ist der Frederick Tag inzwischen eine feste Instanz zur Lese- und Literaturförderung mit Veranstaltungen und Aktionen in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Buchhandlungen, Verlagen und anderen Einrichtungen in Baden-Württemberg.
- Der Frederick Tag richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Schularten – von der Grundschule bis hin zur beruflichen Schule. In den vergangenen 20 Jahren haben sich landesweit mehr als 49.000 Schulklassen mit knapp 1,3 Millionen Schülerinnen und Schülern beteiligt.
- Ergänzt wird das Angebot bereits zum fünften Mal durch digitale Lesungen am 13. und 14. Oktober, die jeweils von 8.45 bis 12 Uhr kostenfrei per Stream verfolgt werden können.
- Gefördert wird der Frederick Tag vom Kultusministerium in Kooperation mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis e.V., dem Landesverband Baden-Württemberg im deutschen Bibliotheksverband sowie den Fachstellen für das öffentliche Bibliothekswesen an den Regierungspräsiden. Die Volksbanken Raiffeisenbanken unterstützen die Aktion finanziell.
















