Der Südwesten bis 1945

Revolution von oben

König Wilhelm I. von Württemberg mit Kaiser Alexander II. von Russland (r.) und Napoleon III (l.). zu Pferde. Ankunft auf dem Cannstatter Volksfest. Lithographie von 1857 (Ausschnitt).  (Bild: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg)
König Wilhelm I. von Württemberg mit Kaiser Alexander II. von Russland (r.) und Napoleon III (l.). zu Pferde. Ankunft auf dem Cannstatter Volksfest. Lithographie von 1857 (Ausschnitt).
Lager des Königs Karl I. von Württemberg mit Gefolge bei Köngen um 1866 (Ausschnitt). (Bild: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg)
Lager des Königs Karl I. von Württemberg mit Gefolge bei Köngen um 1866 (Ausschnitt).

Einigungskriege und Reichseinheit

Nachdem die Revolution gescheitert war, gewann Preußen immer mehr an Einfluss in den Deutschen Staaten. Preußen verfolgte das Ziel einer festen Union, ohne Österreich, unter preußischer Führung.

Im preußisch-österreichischen Krieg von 1866 kämpften Baden und Württemberg noch auf der Seite Österreichs. Nach der vernichtenden Niederlage der Österreicher, beeilten sich Baden und Württemberg, sich auf die Seite Preußens zu schlagen. In Preußen war inzwischen Otto von Bismarck Ministerpräsident. Sein Ziel war die Reichseinigung unter preußischer Führung.

Die süddeutschen Staaten gerieten immer mehr unter die Hegemonie Preußens. Geheime Schutz- und Trutzbündnisse zwangen den Staaten die preußische Militärorganisation auf. Im Kriegsfall hatten sie ihre Heere dem preußischen Oberbefehl zu unterstellen.

1870 kam es zum Krieg gegen Frankreich. Unter preußischer Führung besiegten die vereinten Truppen der deutschen Staaten Frankreich. Bismarck nutzte den Moment des Triumphes und überzeugte die süddeutschen Herrscher von der Gründung einen kleindeutschen Reiches ohne Österreich. Am 18. Januar 1871 wird im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Reich proklamiert. Der preußische König Wilhelm I. wird zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Baden und Württemberg wurden zu Teilen des Deutschen Kaiserreichs. Mit der Reichseinheit dominierte Berlin die Länder auf nahezu allen Ebenen.

Durch die Industrialisierung hatte sich vor allem in den Städten die Gesellschaft stark verändert. Mit der Zentrumspartei, als politischem Organ der Katholiken und den Sozialdemokraten als Arbeiterpartei kamen neue politische Akteure ins Spiel. Reformen waren überfällig. Deshalb beschließen Baden 1904 und Württemberg 1906 eine Verfassungsreform. Die neuen Verfassungen brachten vor allem beim Wahlrecht Verbesserungen.  

1914 brach der Erste Weltkrieg aus, der 1918 mit der deutschen Niederlage endete. Die Belastungen durch den Friedensvertag von Versailles waren ein schweres Pfand für die junge Weimarer Republik, die zusätzlich durch die Weltwirtschaftskrise geschwächt wurde. Extreme Kräfte gewannen immer mehr die Oberhand – auch im Südwesten. Lesen Sie weiter... 

Gemälde zeigt König Wilhelm I. von Württemberg mit Offizieren in einem Raum mit roten Wänden im Halbkreis stehend. Im Hintergrund mit Vorhängen verhangener Ausgang. In der Bildmitte kleiner Hund. (Ausschnitt).
  • Der Südwesten bis 1945

Von der Urzeit bis Napoleon

Von den frühen Anfängen in der Urzeit bis zum Ende Napoleons.

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  • Vorgeschichte

Restauration und Revolution

Vom Wiedererstehen der Monarchie bis zur Märzrevolution 1848

Blick auf eine Menschenmenge im Hof der Rotebühlkaserne in Stuttgart. Verteilen der Waffen am 09. November 1918. (Bild: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg)
  • Der Südwesten bis 1945

Erster Weltkrieg, Weimarer Republik und Nationalsozialismus

Zwei Kriege und viele Millionen Tote zeichnen die Geschichte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Landtag von Baden-Württemberg: Berufung der ersten vorläufigen Landesregierung 1952 durch Ministerpräsident Reinhold Maier (FDP/DVP) (rechts).
  • Aus drei wird eins

Entstehung des Südweststaats

Am 25. April 1952 wurde Baden-Württemberge aus der Taufe gehoben und vereinte Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern in einem Bundesland.

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