Stellenangebot: Innenministerium

Mehrere Referentinnen / Referenten (w/m/d) im Bereich konex gesucht

Beim Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt mehrere Stellen mit

einer Referentin/ einem Referenten (w/m/d)

(Fallbetreuerin/Fallbetreuer)

zur Beratung von ausstiegswilligen Personen aus der extremistischen Szene neu zu besetzen.

konex ist das Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg. Es ist innerhalb des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg der Abteilung 3 - Landespolizeipräsidium - zugeordnet.

Getreu dem Slogan: „Gemeinsam gegen Extremismus“ bietet es zusammen mit seinen Netzwerkpartnern Informationen und Beratung gegen religiös und politisch motivierten Extremismus an. Neben Fortbildungsangeboten des dem konex zugehörigen Landesbildungszentrum Deradikalisierung, die für bestimmte Zielgruppen angeboten werden, stellt insbesondere die Ausstiegsberatung für radikalisierte Personen und deren unmittelbarem Umfeld die Kernaufgabe des Kompetenzzentrums dar. Die Fallbetreuerinnen und Fallbetreuer arbeiten phänomenübergreifend, spezialisieren sich jedoch in einem Bereich des Extremismus.

Zur Verstärkung unseres bestehenden Teams suchen wir Personen, die insbesondere in den Bereichen Rechts-, Links- oder Ausländerextremismus über Vorkenntnisse verfügen (unter dem Begriff Ausländerextremismus werden hier alle extremistischen Bestrebungen verstanden, die ihren Ursprung im Ausland haben, jedoch nicht religiös motiviert sind).

Bitte bringen Sie in Ihrer Bewerbung unbedingt zum Ausdruck, für welchen Schwerpunktbereich Sie sich bewerben. Hierzu sieht auch unser Onlinebewerberportal entsprechende Eingabefelder vor.

Weitere Informationen zum konex finden Sie auf der Webseite des Kompetenzzentrums

Die Stelle umfasst die folgenden Aufgabenbereiche:

  • Durchführung der Fallbetreuung für ausstiegswillige extremistische Personen und Hintergrundrecherchen zu den betreuten Fällen
  • Durchführung von Angehörigenberatung und Familienbetreuung von extremistischen Personen
  • Auswertung der Fälle zur kontinuierlichen Verbesserung der Beratungspraxis
  • Entwicklung von methodischen Ansätzen in der Beratung in enger Abstimmung mit dem Landesbildungszentrum Deradikalisierung
  • Durchführung von Weiterbildungsveranstaltungen zur Sensibilisierung gegen Extremismus für verschiedenste Zielgruppen (z.B. Schulen, Eltern, Sozialarbeiter, Justizvollzug)

Organisatorische Veränderungen sowie Änderungen im Aufgabenzuschnitt bleiben grundsätzlich vorbehalten.

Vorausgesetzt werden von den Bewerberinnen und Bewerbern:

  • Ein abgeschlossenes Studium an einer Universität oder einer Hochschule in einem Studiengang (Diplom-, Magister-, Staatsprüfungs- oder akkreditierten Masterstudiengang (Akkreditierungsbescheid ist beizufügen)) der Fachrichtung Sozialwissenschaften, Sozialpädagogik, Pädagogik oder einer anderen Fachrichtung mit nachgewiesenen Spezialkenntnissen in einem der genannten Extremismusbereiche
  • Beratungserfahrung und Kenntnisse über Beratungsmethoden (z.B. systemische Beratung)
  • Falls Sie sich für den Schwerpunktbereich Ausländerextremismus bewerben: Gute Kenntnisse der kurdischen und/oder türkischen Sprache
  • Führerschein Klasse B
  • Zustimmung zu einer Zuverlässigkeitsüberprüfung und erweiterten Sicherheitsüberprüfung (SÜ1) nach dem Landessicherheitsüberprüfungsgesetz (bitte fügen Sie der Bewerbung eine formlose Einverständniserklärung bei).

Von Vorteil sind:

  • Solide Grundkenntnisse über Ideologie, Struktur und Erscheinungsformen im Bereich Rechts-, Links- oder Ausländerextremismus (bitte geben Sie in Ihrer Bewerbung an, in welchem Bereich Sie über Vorkenntnisse verfügen)
  • Erfahrungen bei der Aufbereitung und Systematisierung von Informationen
  • Solide Kenntnisse über Regelstrukturen der sozialen Arbeit (vorhandene Angebote, staatliche Strukturen, rechtliche Grundlagen) in Deutschland
  • Erfahrung bei der Durchführung von Vorträgen, Workshops, Bildungsveranstaltungen (Lehrerfahrung)
  • Erfahrungen bei der Erarbeitung fachübergreifender Konzepte

Erwartet wird von den Bewerberinnen und Bewerbern ferner:

  • Bereitschaft zur Übernahme von Telefonbereitschaftsdiensten zur Nachtzeit, am Wochenende und an Feiertagen im Rotationsprinzip
  • Teamfähigkeit, Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit
  • Umfangreiche Kenntnisse bei der online-Recherche (Open Source Intelligence), insbesondere in sozialen Medien und in Bezug zur Zielgruppe schnelle Auffassungsgabe
  • Bereitschaft, in landesweiten Arbeitsgruppen mitzuarbeiten
  • IT-Kenntnisse (MS-Office-Produkte)

Die Beschäftigung richtet sich nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Bei Vorliegen aller persönlichen und tarifrechtlichen Voraussetzungen kann die Eingruppierung bis maximal Entgeltgruppe 14 TV-L erfolgen. Die Gehaltsspanne entnehmen Sie bitte der Gehaltstabelle.

Es handelt sich um Vollzeitstellen, die grundsätzlich teilbar sind. Da wir den Anteil von Frauen erhöhen wollen, werden diese ausdrücklich zur Bewerbung aufgefordert. Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Wir unterstützen Ihre Mobilität mit dem JobTicket BW.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, bewerben Sie sich bitte bis spätestens 19.01.2020 unter Angabe der Kennziffer 62-2019 über unser Online-Bewerberportal. Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne Frau Dr. Karst (Tel. 0711/231-3124) zur Verfügung. Fachliche Fragen zum Aufgabengebiet beantwortet Ihnen Frau Kirsch (Tel. 0711/279-4580).

Die Informationen zur Erhebung von personenbezogenen Daten bei der betroffenen Person nach Art. 13 der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) erhalten Sie auf unserer Homepage.

Bewerbungsfrist: 19.01.2020