Hochwasserschutz

Zweiter Hochwassertag Baden-Württemberg

Das Möhlinwehr bei Breisach (Foto: © dpa)

Die Ereignisse in Braunsbach und Schwäbisch Gmünd im Mai des vergangenen Jahres haben gezeigt, welch verheerende Auswirkungen auch lokal begrenzte Starkregenereignisse haben können. Deswegen ist ein effektives Hochwasserrisikomanagement enorm wichtig.

„Die Ereignisse in Braunsbach und Schwäbisch Gmünd im Mai des vergangenen Jahres haben gezeigt, welch verheerende Auswirkungen auch lokal begrenzte Starkregenereignisse haben können“, sagte Umweltminister Franz Untersteller bei der Begrüßung der über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten Hochwassertages Baden-Württemberg im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. „Aufgrund des Klimawandels müssen wir künftig vermehrt mit derartigen unwetterartigen Regengüssen rechnen“, so der Minister weiter. „Um Risiken zu minimieren und Schäden für Mensch und Umwelt möglichst gering zu halten, ist ein effektives Hochwasserrisikomanagement enorm wichtig.“

Effektives Hochwasserrisikomanagement enorm wichtig

Das Land habe in den vergangenen Jahren vielfältige Werkzeuge und Methoden erarbeitet, um auf Hochwasserereignisse gut vorbereitet zu sein, sie effektiv zu bewältigen und eine verbesserte Nachsorge sicher zu stellen, betonte Untersteller: „Zuletzt haben wir eine Strategie für ein kommunales Starkregenrisikomanagement entwickelt, das Städte und Gemeinden dabei unterstützen soll, Gefahren und Risiken besser abzuschätzen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen.“ Kommunen könnten, ergänzte der Minister, für ein Starkregenrisikomanagement eine Förderung von bis zu 70 Prozent erhalten.

Der Hochwassertag Baden-Württemberg soll den Akteuren aus Verwaltung, Krisenmanagement und Ingenieurbüros aufzeigen, wie sie die vorhandenen Instrumente für die Planung ihrer Maßnahmen effektiv nutzen können.  

Ein weiteres Ziel des Hochwassertages sei es, so Untersteller, die Akteure untereinander zu vernetzen. Er betonte: „Um in Zukunft die Risiken durch Überflutungen der Gewässer und Überschwemmungen durch Starkregenereignisse mindern zu können, müssen wir alle gut zusammenarbeiten. Hochwasserrisikomanagement ist eine Gemeinschaftsaufgabe.“ Gemeinsames Handeln sei die bestmögliche Vorbereitung auf das nächste Hochwasser- oder Starkregenereignis.

Weitere Informationen

Das Land stellt jährlich über 50 Millionen Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen und für Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerökologie an den landeseigenen Gewässern zur Verfügung. Darüber hinaus hält das Land für den Bau von Hochwasserschutzanlagen und gewässerökologischen Maßnahmen an kommunalen Gewässern rund 40 Millionen Euro bereit.

Programm des zweiten Hochwassertages

Umweltministerium: Hochwasserschutz und Hochwasserrisikomanagement in Baden-Württemberg

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