Ökologie

Wettbewerb „Blühende Verkehrsinseln“ geht in die fünfte Runde

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ökologie Wettbewerb „Blühende Verkehrsinseln“ geht in die fünfte Runde

Kleines Jubiläum für den Insektenschutz: Zum fünften Mal ruft das Verkehrsministerium alle Kreise, Städte und Gemeinden auf, sich um die Auszeichnung „Goldene Wildbiene“ zu bewerben. Gesucht werden straßenbegleitende Flächen mit ausschließlich heimischen Wildpflanzen.

Viele Menschen beobachten selbst, was zahlreiche Studien belegen: Es gibt immer weniger Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen und Co. Um langfristig zu überleben, brauchen Insekten einen geeigneten Lebensraum, der ihnen Nahrung, einen Rückzugsort und Nistmöglichkeiten bietet. Solche Lebensräume können auch an Orten entstehen, wo man sie nicht vermuten würde: nämlich am Straßenrand.    

Wildpflanzen als Schlüssel zur biologischer Vielfalt

Ungenutzte Flächen an Straßen in blühende Inseln zu verwandeln – das ist die Idee hinter dem Wettbewerb „Blühende Verkehrsinseln“ des Verkehrsministeriums. Nicht alle Pflanzen sind dafür gleichermaßen geeignet. Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium, erklärte am 17. Januar 2023, in Stuttgart: „Insekten haben häufig ganz spezielle Ansprüche an ihren Lebensraum. Viele Wildbienenarten oder auch Schmetterlingsraupen ernähren sich zum Beispiel nur von einer einzigen Pflanzenart. Die meisten Insekten sind deshalb auf heimischen Wildpflanzen angewiesen.“

„Ich freue mich, dass sich immer mehr Kommunen dieser engen Verbindung zwischen Tieren und Pflanzen bewusst werden und gezielt heimisches Wildpflanzensaatgut verwenden“, so die Staatssekretärin weiter. Mit dem passenden Saatgut, etwas Geduld und der richtigen Pflege können auf jeder noch so kleinen Fläche insektenfreundliche und bunte Blumenwiesen entstehen.

„Goldene Wildbiene“ macht das Engagement sichtbar

Im Rahmen des Wettbewerbs werden bereits seit 2019 jährlich zehn Kreise, Städte und Gemeinden ausgezeichnet, die zum Beispiel Rastplätze, Kreisverkehre oder Straßenböschungen mit heimischen Wildpflanzen insektenfreundlich gestalten. 40 Flächen wurden in den vergangenen Jahren mit der „Goldenen Wildbiene“ ausgezeichnet. Das Engagement der Kommunen wird mit einem Schild und einer Informationstafel sichtbar gemacht.

Auch im Jahr 2023 werden landesweit wieder „blühende Verkehrsinseln“ gesucht. Eine Fachjury aus Vertreterinnen und Vertretern des Landesnaturschutzverbandes, des Landesverbandes des Naturschutzbundes Deutschland, des Landesverbandes des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen und des Verkehrsministeriums bewertet die eingereichten Bewerbungen und wählt die zehn Gewinnerinnen und Gewinner aus. Die ersten drei bekommen die „Goldene Wildbiene“ im Rahmen eines Vor-Ort-Termins persönlich von Staatssekretärin Elke Zimmer überreicht.

„In den nächsten Tagen erhalten alle Kreise, Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg einen Brief, in dem sie Informationen rund um den Wettbewerb finden“, kündigte die Staatssekretärin an. „Ich hoffe erneut auf zahlreiche Bewerbungen, denn für die Insekten ist jede Fläche ein Gewinn!“

Informationsveranstaltung zum Wettbewerbs-Auftakt

Erstmalig wird das Verkehrsministerium in diesem Jahr eine Online-Informationsveranstaltung zum Auftakt der neuen Wettbewerbsrunde anbieten. Bei der Veranstaltung, die am Mittwoch, 25. Januar 2023, von 9.00 bis 10.00 Uhr stattfindet, können sich Interessierte über den Hintergrund und die Teilnahmebedingungen des Wettbewerbs informieren und ihre Fragen stellen. Die Zugangsdaten werden auf Anfrage per E-Mail an wettbewerb@bluehende-verkehrsinseln.de verschickt. Weitere Informationen rund um den Wettbewerb werden auf der Homepage des Ministeriums für Verkehr bereitgestellt.

Darüber hinaus bietet die Umweltakademie Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Verkehrsministerium unter dem Titel „Heimische Artenvielfalt auf Straßenbegleitflächen – farbenfroh, mehrjährig und insektenfreundlich“ am 14. März 2023 von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr eine Online-Fortbildung an. Die Anmeldung erfolgt über die Website der Umweltakademie.

Weitere Meldungen

Luchs_Nero
Forst

Luchskuder Nero im Schwarzwald ausgewildert

Startbildschirm der Warn-App NINA.
Bevölkerungsschutz

Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Ministerin Theresa Schopper spricht auf der Pressekonferenz anlässlich der landesweiten Eröffnung des Tages und der Nacht des offenen Denkmals 2026 in Rottweil.
Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2026

Eine Person hält ein Smartphone in der Hand. Auf dem Display sieht man die Startseite der Ehrenamtskarten-App für Baden-Württemberg.
Bürgerengagement

Mehr als 25.000 Ehrenamtskarten ausgegeben

Übergabe Tanklöschfahrzeuge Waldbrand
Feuerwehr

Sechs neue Tanklöschfahrzeuge zur Waldbrandbekämpfung

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Kinderschutz

Aktionstage Kinder- und Jugend­schutz gehen in zweite Runde

Bio-Musterregion Bodensee
Landwirtschaft

Der Bodenseeapfel ist weit mehr als ein gesundes Lebensmittel

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
JobBike

40.000 JobBikes für Landesbeschäftigte

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Land fördert 37 lokale Integrationsprojekte

Aus den Händen von Justizminister Moritz Oppelt (links( hat Thorsten-Peter Krapp (Mitte) seine Ernennungsurkunde zum neuen Leiter der Staatsanwaltschaft Freiburg – Zweigstelle Lörrach erhalten. Zu den ersten Gratulanten zählte der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Michael Krauß (rechts).
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwalt­schaft Freiburg – Zwst. Lörrach

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Auf dem Weg zur digital vernetzten Justiz der Zukunft

Landkreis Ravensburg
Gemeinsamer Antrag 2026

Ergebnisse des Flächenüber­wachungssystems einsehbar

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
Arten- und Klimaschutz

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen stehen lächeld da und tragen Fahrradhelme.
Radverkehr

Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Abgestellte Lastwagen stehen auf einer Autobahnraststätte. (Foto: © dpa)
Verkehr

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers