Energie

Weg für mehr Solarstrom in Baden-Württemberg ist frei

Symbolbild: Schafe grasen neben einem großen Feld mit Solaranlagen. (Bild: Julian Stratenschulte / dpa)

Das Kabinett hat die Freiflächen-Verordnung beschlossen. Damit ist der Weg für mehr Solarstrom in Baden-Württemberg frei. Die neue Verordnung sichert dem Land die Wettbewerbsfähigkeit im innerdeutschen Bieterwettbewerb um große Freiflächen-Solaranlagen.

Nach Abschluss der Anhörung hat die Landesregierung gestern die so genannte Freiflächenöffnungsverordnung verabschiedet. Mit dieser Verordnung nutzt Baden-Württemberg eine Klausel im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die es den Ländern erlaubt, die für große Photovoltaik (PV) Freiflächenanlagen zugelassenen Flächen in Teilen selbst zu definieren und damit über die Regeln im EEG hinauszugehen. Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller: „Wenn wir die Sonne in unserem Land nutzen und an Ausschreibungen für Solarparks teilnehmen wollen, müssen wir die Grenzen des EEG verlassen. Das tun wir, in dem wir jetzt PV-Freiflächenanlagen in benachteiligten Gebieten auf Acker- und Grünlandflächen ermöglichen. Mit der Verordnung wird Baden-Württemberg im innerdeutschen Bieterwettbewerb um große PV-Anlagen wettbewerbsfähig.“

Das EEG sehe für Freiflächen-PV vor allem Konversionsflächen und Seitenrandstreifen entlang von Autobahnen und Schienenwegen vor. Erschließbare Flächen dieser Art gebe es in Baden-Württemberg aber zu wenig, um mit anderen Bundesländern, besonders in Ost- und Norddeutschland, konkurrieren zu können, führte Untersteller aus. „Da wir den Ausbau der Photovoltaik den anderen alleine weder überlassen wollen noch überlassen können, wenn wir die Themen Versorgungssicherheit mit Strom und Klimaschutz ernst nehmen, benötigen wir die zusätzlichen Flächen.“

Jährlicher Zubau von bis zu 100 Megawatt

Insgesamt rund 900.000 Hektar in benachteiligten Gebieten werden durch die Verordnung grundsätzlich für Freiflächenphotovoltaik geöffnet, das sind etwa zwei Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Baden-Württemberg. Maximal, so Umweltminister Untersteller, seien aber nur 200 Hektar pro Jahr zur PV-Nutzung beziehungsweise ein Ausbau um 100 Megawatt vorgesehen.

Ob und wo die Anlagen mit einer Leistung zwischen 750 Kilowatt und 10 Megawatt dann tatsächlich gebaut werden, hängt letztlich von der konkreten Bauleitplanung der zuständigen Kommune ab und davon, ob das Projekt bei der bundesweiten Ausschreibung erfolgreich ist. Die Landesregierung geht davon aus, dass die Belange der Landwirtschaft und des Naturschutzes in der kommunalen Planung ausreichend berücksichtigt werden.

Hopfenranke (Foto: dpa)
  • Bundesrat

Bioenergie leistet weiterhin Beitrag zur Energiewende

Der Rotor einer Windkraftanlage wird montiert.
  • Windbranchentag

Baumann fordert massiven Ausbau von erneuerbaren Energien

Verleihung des European Energy Award durch Umweltminister Franz Untersteller. (Bild: Martin Stollberg/Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Kommunaler Klimaschutz

Verleihung der European Energy Awards

Forschungsgebäude Ansicht Süd
  • Hochbau

Forschungsneubau an der Universität Freiburg übergeben

Kernkraftwerk Philippsburg ohne Türme (Aufnahme vom 03.06.2020)
  • Kernkraft

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Einweihung einer Photovoltaik-Anlage auf einem Feld mit Apfelbäumen in Kressbronn am Bodensee.
  • Erneuerbare Energien

Sonnenstrom und sonnengereifte Äpfel

Der Rotor einer Windkraftanlage wird montiert.
  • Erneuerbare Energien

Verfahrensbeschleunigung bei Windkraftanlagen

Ein Techniker läuft über ein Dach, auf dem eine Photovoltaik-Anlage montiert wurde. (Bild: © picture alliance/Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)
  • Energiewende

2021 vier Prozent mehr Strom durch Erneuerbare

Arbeiter verlegen Rohre für ein Wärmenetz. (Foto: © dpa)
  • Wärmeversorgung

Land fördert Wärmenetze

Eine Solaranlage steht über einem Feld, auf dem Getreide und Gemüse angebaut wird.
  • Klimaschutz

Bau von Agri-Photovoltaik-Modellanlage in Bavendorf startet

Besucher auf der Landesgartenschau in Neuenburg am Rhein.
  • Landesgartenschau

Ausstellungen zu Klimaschutz, Energie und Wasser

Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)
  • Atomkraft

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg (Block I)

  • Wirtschaft

Klimaschutz und nachhaltige Wirtschaft zusammenbringen

Das Neue Schloss in Stuttgart wird in den Farben gelb und blau der Flagge der Ukraine angestrahlt.
  • Ukraine-Krieg

Bericht aus der Lenkungsgruppe „Ukraine“ vom 13. April 2022

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an. (Bild: © Patrick Pleul / dpa)
  • Klimaschutz

Klima-Maßnahmen-Register bringt Klimaschutz voran

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
  • Energiewende

Förderprogramm zu Klimaschutz und Wasserstoff gestartet

Mit der kostenlosen App „Meine Umwelt“ können sie die Umweltmeldestelle mittels Smartphone unmittelbar vor Ort mit genauer Positionsbestimmung und mit Fotos von der Umweltverschmutzung benachrichtigen.
  • Umweltinformation

Upgrade der länderübergreifenden App „Meine Umwelt“

Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (Bild: © dpa)
  • Forschung

Knapp drei Millionen Euro für Brennstoffzellen-Produktion

Solar-Carport mit Ladeinfrastruktur in Rheinfelden der Fa. Energiedienst AG, Förderprojekt INPUT
  • Erneuerbare Energien

Solarstrom für den Bahnhof Merklingen

Arbeiter verlegen Rohre für ein Wärmenetz. (Foto: © dpa)
  • Wärmeversorgung

Förderzuschuss für vier Wärmenetze

Windräder
  • Energiewende

Eckpunkte zur Vereinbarkeit von Windkraft und Artenschutz

Ein Arbeiter installiert in St. Peter im Hochschwarzwald auf dem Dach eines Kleinunternehmens eine Solaranlage. (Bild: dpa)
  • Klimaschutz

Photovoltaik-Pflicht für neue Wohngebäude ab 1. Mai

Freiflächen-Photovoltaikanlage mit Strommast und Windrädern im Hintergrund und Sonnenblumen
  • Versorgungssicherheit

Energiepolitische Maßnahmen angesichts des Ukraine-Kriegs

Nicole Hoffmeister-Kraut
  • Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut zum Entlastungspaket

Landwirtschaftsminister Peter Hauk, Christian Rasch, Vorstand der Badischen Staatsbrauerei Rothaus AG und Finanzminister Dr. Danyal Bayaz stehen bei einem Fototermin nach einer Pressekonferenz neben einer Holzscheibe mit der Aufschrift „Klimapositiv 2030“.
  • Klimaschutz

Staatsbrauerei Rothaus wird bis 2030 klimapositiv