Justiz

Video-Dolmetschen in Justizvollzugsanstalten

Eine JVA-Angestellte verständigt sich mittels eines Video-Dolmetschers mit einem weiblichen Häftling. (Foto: © dpa)

Justizminister Guido Wolf hat das Pilotprojekt für Video-Dolmetschen in Justizvollzugsanstalten vorgestellt. Das Video-Dolmetschen ergänzt die bisherigen Maßnahmen im Justizvollzug, die eine Kommunikation mit nicht Deutsch sprechenden Gefangenen erleichtern sollen.

Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, hat das Pilotprojekt für Video-Dolmetschen in baden-württembergischen Justizvollzugsanstalten vorgestellt. Wolf erläuterte das Projekt in der Justizvollzugsanstalt Stammheim gemeinsam mit dem zuständigen Projektleiter des Ministeriums der Justiz und für Europa, Regierungsdirektor Hansjörg Bart, und dem Leiter der Justizvollzugsanstalt Stuttgart, Matthias Nagel. Weitere Projektanstalten neben Stuttgart sind die Justizvollzugsanstalten in Bruchsal, Karlsruhe, Rottenburg und Rottweil (dort die Außenstelle Hechingen) sowie das Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg.

Minister Wolf sagte: „Der starke Anstieg der Gefangenenzahlen im Land und insbesondere der nochmals gewachsene Anteil ausländischer Gefangener stellt uns im baden-württembergischen Justizvollzug vor enorme Herausforderungen. Ein erhebliches Problem sind die mangelnden Deutschkenntnisse zahlreicher Gefangener. Oftmals ist eine Kommunikation in deutscher Sprache schlichtweg unmöglich. Hier soll das Video-Dolmetschen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vollzugsalltag die Arbeit erleichtern.“

Einen Dolmetscher per Videokonferenz zur Verfügung stellen

Das Video-Dolmetschen ergänzt die bisherigen Maßnahmen im baden-württembergischen Justizvollzug, die eine Kommunikation mit nicht Deutsch sprechenden Gefangenen erleichtern sollen.

Minister Wolf dazu: „Der klassische Übersetzer, der in die Anstalt kommt, ist natürlich nicht 24 Stunden am Tag verfügbar. Solche Termine benötigen auch einen erheblichen Vorlauf.“

Für das sechsmonatige Pilotprojekt arbeitet das Ministerium der Justiz und für Europa mit einem Video-Dolmetscherdienst aus Österreich zusammen. Dieser Videodolmetscherdienst stellt den Anstalten mit sehr kurzer Vorlaufzeit – in der Regel innerhalb weniger Minuten – einen Dolmetscher per Videokonferenz zur Verfügung. Für das Projekt wurde das Budget für Dolmetscherkosten im Staatshaushaltsplan für das Jahr 2017 um 60 Prozent erhöht und auf 150.000 Euro pro Jahr aufgestockt.

Weitere Informationen

Baden-Württemberg verfügt aktuell über 17 Justizvollzugsanstalten mit 18 Außenstellen, einem Justizvollzugskrankenhaus sowie einer Sozialtherapeutischen Anstalt. Zum Stichtag 30. April 2017 befanden sich insgesamt 7.442 Gefangene in den baden-württembergischen Justizvollzugsanstalten, hiervon 1.850 Untersuchungsgefangene und 5.336 Strafgefangene. Der Anteil ausländischer Gefangener beträgt rund 46 Prozent.

v.l.n.r.: Philipp Weimann, Boris Wieczorek, Diensthundelehrwart Roman Schnetz, Justizminister Guido Wolf, Michael Geist und Florian Weiner
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