Landwirtschaft

Verzicht auf chemische Insektizide beim Maisanbau

Ein Mann hält  einen Maiskolben vor einem Maisfeld bei Bargau (Ostalbkreis) (Bild: © dpa).

Die Landwirtschaft in Baden-Württemberg stellt sich den ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. So kann beim Maisanbau durch eine biologische Maßnahme und mehr Biodiversität auf chemische Insektizide verzichtet werden.

„Baden-Württemberg ist Vorreiter im modernen, biologischen Pflanzenschutz. Durch den vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) intensiv begleiteten Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespen zur Bekämpfung des Maiszünslers, dem wichtigsten Schädling dieser Kultur, kann auf eine Behandlung mit Insektiziden verzichtet werden. Das Verfahren ist seit Jahren in der Praxis etabliert und wird im Rahmen des Agrarumweltprogramms des Landes FAKT mit rund zwei Millionen Euro pro Jahr gefördert. Unsere Bauern wenden es auf über 34.000 Hektar an. Trotzdem ist es kein Selbstläufer, sondern bedarf einer personalintensiven Betreuung, die jährlich vom LTZ geleistet wird. Nützlingsproduzenten, Landhandel und die Landwirtschaftsverwaltung arbeiten hier vorbildlich zusammen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk in Rheinstetten-Forchheim (Landkreis Karlsruhe) anlässlich eines Besuchs der Außenstelle des LTZ Augustenberg.

Neben der Vorführung einer Drohne, die Kapseln mit Eiern der Schlupfwespe Trichogramma über einem Maisfeld abwarf, und einer Kamera gestützten Falle zur Überwachung des Maiszünslers konnte der Minister ein Demonstrationsvorhaben zur mechanisch-digitalen Unkrautbekämpfung in Getreide besichtigen. Durch moderne Sensortechnik und GPS kann die Wirkung und Effizienz von Unkrauthacken erheblich gesteigert werden. Damit lässt sich der Einsatz von Herbiziden reduzieren.

Erhöhung der Biodiversität durch blühende Begleitkulturen

„Ein weiteres vom Land gefördertes Projekt befasst sich mit der Erhöhung der Biodiversität im Maisanbau durch blühende Begleitkulturen. Im Fokus stehen dabei insbesondere blütenbesuchende Insekten, die wir weiter stärken wollen“, erklärte Hauk. Das LTZ untersuche hier Möglichkeiten, Mais in Gemengen mit Bohnen, Kürbis, Kapuzinerkresse oder anderen Partnern anzubauen.

Minister Peter Hauk konnte außerdem Blühflächen besichtigen. Seit 2006 testet das LTZ Augustenberg unterschiedliche Blühmischungen auf ihre Eignung zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die Insektenfauna, zur Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit sowie zur Reduktion von Erosion und Nährstoffauswaschung. Viele Betriebe legen in Baden-Württemberg inzwischen Blühflächen an und tragen damit ganz erheblich zu einer Erhöhung der Biodiversität und einer Verschönerung des Landschaftsbildes bei. So wurden 2018 auf rund 16.000 Hektar Blühmischungen angebaut, die im Rahmen des Agrarumweltprogramms FAKT gefördert wurden. „Für 2019 rechnen wir mit einem weiteren deutlichen Anwachsen der Blühflächen. Der Erfolg von FAKT ist ein Beleg für das große Engagement unserer Bauern zu Gunsten unser Natur. Er ist aber auch ein Beleg für die Qualität unserer ausgewogenen und passgenauen Agrarförderung“, betonte Hauk.

Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg ist eine nicht rechtsfähige Anstalt im Geschäftsbereich des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Etwa 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befassen sich mit Fragen des Pflanzenbaus, der Pflanzengesundheit und der Produktqualität. Neben seinem Hauptsitz in Karlsruhe besitzt das LTZ Außenstellen in Rheinstetten-Forchheim, Donaueschingen und Emmendingen.

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