Arbeitsmarkt

Veranstaltung zum Fachkräftemangel auf experimenta in Heilbronn

Das Potential der Migranten, der zugewanderten und der im Land geborenen Ausländer, soll stärker als bisher für den Arbeitsmarkt genutzt werden. Dazu sollen sie besser als bisher in das Bildungssystem und den Arbeitsmarkt integriert werden. Arbeitsministerin Katrin Altpeter erklärte am Freitag (20.5.) auf der experimenta in Heilbronn: „Die Möglichkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund sind noch lange nicht ausgeschöpft. Sie können ein Schlüssel zur Deckung des Fachkräftebedarfs der baden-württembergischen Wirtschaft werden.“ Auch wenn nicht alle Experten von einem flächendeckenden Fachkräftemangel ausgehen, führe kein Weg daran vorbei. „Arbeitskräfte und Fachkräfte werden knapper“, so die Arbeitsministerin. „Deswegen steht bei mir die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften ganz oben auf der politischen Agenda.“

Menschen mit Migrationshintergrund sind deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als die übrige Bevölkerung. Ihr Anteil an den Hartz-IV-Beziehern liegt höher als ihr Bevölkerungsanteil. Auch sind sie häufiger im Niedriglohnbereich tätig. „Baden-Württemberg braucht das Potenzial seiner Mitbürgerinnen und Mitbürger ausländischer Herkunft. Deshalb müssen wir uns stärker um das Bildungsverhalten von Zuwanderern und den jungen Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land kümmern“, sagte die Ministerin.

Es sei folgerichtig und konsequent, dass die Partner des Bündnisses zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchses in Baden-Württemberg (2010-2014) vor allem junge Menschen mit schlechten Startchancen und junge Migrantinnen und Migranten noch stärker in den Blick nehmen. Ihnen werden beispielsweise Maßnahmen zur Verbesserung der Berufsorientierung und der Ausbildungsreife angeboten.

„Das Beispiel Ausbildungsbündnis zeigt ganz klar, dass Politik, Wirtschaft, Bundesagentur für Arbeit, Gewerkschaften und alle betroffenen gesellschaftlichen Gruppen nur gemeinsam dem Fachkräftemangel wirksam begegnen können“, so Altpeter. „Die Politik kann hier nur die Rahmenbedingungen schaffen. Und das werden wir auch mit allem Nachdruck tun.“

Quelle:

Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

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