Coronavirus

Über 225.000 Anträge für „Soforthilfe Corona“

Ausbilderin mit Lehrling

Für das Soforthilfeprogramm des Landes zur Bewältigung der Corona-Krise sind inzwischen über 225.000 Anträge eingegangen. Zuschüsse in Höhe von rund 104 Millionen Euro ausbezahlt.

Für das Soforthilfeprogramm des Landes zur Bewältigung der Corona-Krise sind inzwischen 225.834 Anträge eingegangen (Stand: 3. April 2020, 15.00 Uhr). Rund ein Drittel der Anträge sind nach Auskunft der Kammern unvollständig oder fehlerhaft und müssen daher an den Antragsteller zur Vervollständigung zurückgegeben werden.

Zuschüsse in Höhe von rund 104 Millionen Euro ausbezahlt

Bei der L-Bank sind bis heute rund 104.000 Anträge eingegangen. Rund 10.000 Anträge in einer Gesamthöhe von circa 104 Millionen Euro wurden inzwischen bewilligt und zur Auszahlung angewiesen (Stand: 3. April 2020, 16.00 Uhr).

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sagte: „Wir haben innerhalb weniger Tage ein Milliarden-Hilfsprogramm für unsere Wirtschaft erfolgreich auf die Beine gestellt und arbeiten jetzt mit Hochdruck daran, alle Prozesse beim elektronischen Workflow zu optimieren. Nach den heutigen Zahlen bin ich zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind. Unser Ziel ist und bleibt, dass die erste Antragswelle dieses Wochenende abgearbeitet und ein erster großer Schwung an Mitteln Anfang nächster Woche ausbezahlt ist.“ Die Ministerin appellierte eindringlich an alle Antragstellerinnen und Antragsteller, das Formular sorgfältig auszufüllen. Damit könne jeder Einzelne dazu beitragen, dass die Soforthilfen zügig bewilligt und ausbezahlt werden könnten.

Edith Weymayr, die Vorsitzende des Vorstands der L-Bank: „Nach der vom Finanz- und Wirtschaftsministerium am Mittwochnachmittag genehmigten Verfahrensvereinfachung arbeiten wir mit voller Kraft daran, dass die in der ersten Woche eingegangenen Anträge bis zum kommenden Dienstag an die Unternehmen im Land ausgezahlt werden. Mit diesem vereinfachten Verfahren sind wir guter Dinge, dass nach Antragseingang binnen einer Woche ausgezahlt werden kann.“

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK): „Über 80 Prozent der Anträge sind bereits von der Kammerorganisation bearbeitet. Dies bedeutet, dass die Anträge zum finalen Entscheid an die L-Bank weitergeleitet wurden oder zum Antragsteller wegen Lücken zurückgesendet wurden. Deshalb appelliere ich an alle Einreichenden, sich Zeit für den Antrag zu nehmen und ihn vor dem Upload nochmals eingehend zu prüfen. Wird eine zweite Einreichung notwendig, bedeutet dies am Ende des Tages Zeitverlust für Sie. Weiter begrüßen wir den Einsatz der L-Bank, an diesem Wochenende die erste große Antragswelle zu bewilligen und in Auszahlung zu bringen. Denn die Gelder müssen nun rasch auf das Konto der vielen Antragsteller in Not fließen.“

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags: „Fast ein Drittel unserer 135.000 Handwerksbetriebe im Land hat bereits einen Antrag auf Soforthilfe gestellt, die Situation hat sich offensichtlich für viele weiter verschärft. Einige Betriebe – vor allem im Bau- und Ausbaugewerbe – können im Moment noch von der guten Auftragslage der letzten Monate zehren. Wir stellen aber fest, dass neue Aufträge von Kunden, wenn überhaupt, nur noch in deutlich geringerem Umfang erteilt werden. Bei den Mitarbeitern der Kammern möchte ich mich für ihren weiter ungebremsten Einsatz bei der zügigen Bearbeitung der Anträge sehr herzlich bedanken. Gleiches gilt für diejenigen, die die Betriebe an den Hotlines der Kammern zu allen Fragen rund um Corona kompetent beraten.“

Förderprogramm „Soforthilfe Corona“

Die Förderung von Soloselbstständigen, gewerblichen Unternehmen, Sozialunternehmen und von Angehörigen der Freien Berufe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, zunächst für drei Monate, in Höhe von bis zu

  • 9.000 Euro für Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten,
  • 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

Das Soforthilfeprogramm hilft im ersten Schritt all jenen Unternehmen, die ohne diese Unterstützung innerhalb kurzer Zeit insolvent gehen würden. Die Antragstellung erfolgt unkompliziert, schnell und elektronisch. Die inhaltliche Vorprüfung aller Anträge übernehmen die örtlichen Kammern von Handel und Industrie sowie Handwerk – auch für Nicht-Kammermitglieder wie die Angehörigen der Freien Berufe. Sie leiten die Anträge an die L-Bank weiter, die die Bewilligung und Auszahlung der Zuschüsse vornimmt. Ein vollständiger und gut begründeter Antrag wird innerhalb weniger Tage bewilligt. In Zweifelsfällen stehen die Beratungsangebote der Kammern zur Verfügung.

Das Antragsformular ist auf der Seite des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau verfügbar:

Wirtschaftsministerium: Förderprogramm „Soforthilfe Corona“

Aktuelle Informationen zu Corona in Baden-Württemberg

Frau in einem Labor zeigt Test für das neue Coronavirus
  • Coronavirus

Infektionen und Todesfälle in Baden-Württemberg

In einer Tanzschule in Dettenhausen werden Bereiche für Paartänzer abgeklebt. (Bild: picture alliance/Marijan Murat/dpa)
  • Coronavirus

Neue Regelungen für Tanz- und Tennissport

Baden-Baden auf dem Weg zum Welterbe (Bild: Iris Geiger-Messner)
  • Weltkulturerbe

Baden-Baden auf dem Weg zum Weltkulturerbe

Familie auf Sofa
  • Coronavirus

Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung vorgestellt

Ein Junge taucht im Freibad. (Bild: Armin Weigel / dpa)
  • Coronavirus

Badesaison in Baden-Württemberg kann unter Auflagen beginnen

Das Theater Baden-Baden (Foto: © dpa)
  • Weltkulturerbe

Artikelserie zum Welterbeantrag der „Great Spas of Europe“

Altkleider-Container
  • Abfallwirtschaft

Hochwertige Verwertung von Alttextilien während der Corona-Krise

Ein Auto fährt auf einer Allee entlang einer Landesstraße. (Bild: dpa)
  • Straßenbau

Land investiert in die Verbesserung der Straßen in Städten und Gemeinden

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis ein Stethoskop in der Hand. (Bild: Marijan Murat / dpa)
  • Gesundheit

Land fördert weitere Projekte zur medizinischen Primärversorgung

Alaa Abdulhak und Ibrahim Hamada, jugendliche Flüchtlinge aus Syrien, arbeiten in der Metallausbildungswerkstatt bei Siemens in Karlsruhe an einer Drehbank. (Bild: dpa)
  • Ausbildung

Wirtschaftsministerin besucht Ausbildungszentrum

Arbeiter bauen Präzisions-Klimasysteme zusammen, die für die Lithographie-Abteilung in der Chip Produktion eingesetzt werden (Bild: © dpa).
  • Arbeitsmarkt

Corona lässt Arbeitslosigkeit steigen

Blick in das Tal bei Wieden im Südschwarzwald. (Bild: dpa)
  • Landentwicklung

Geschäftsbericht Geoinformation und Landentwicklung 2019 vorgelegt

Häuser in Stuttgart werden von der Morgensonne beschienen. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • WOHNEN

Neue Mietpreisbremse startet

Illustration: Mehrere Personen reden auf einen jungen Mann mit Megafonen ein.
  • Fakten

Was ist dran an Mythen zum Coronavirus?

Dr. Christian Herzog
  • Wirtschaft

Christian Herzog wird neuer Geschäftsführer von Baden-Württemberg International

Baden-Württemberg, Stuttgart: Die Morgensonne scheint durch eine Straße. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Ticker

Von Klima- bis Mieterschutz

©Verkehrsministerium
  • Elektromobilität

Land unterstützt Mobilität junger Menschen

Menschen sitzen auf Wiese mit Polizeiwagen im Hintergrund (Bild: © Christoph Schmidt/dpa)
  • Coronavirus

Positive Bilanz zum Pfingstwochenende

Eine Besucherin der Ausstellung mit dem Titel: „Kunst & Textil“ sieht sich am 20. März 2014 in der Staatsgalerie in Stuttgartdie Skulptur „Foud Farie“ aus dem Jahr 2011 von Yinka Shonibare an. (Symbolbild: © dpa).
  • Kunst und Kultur

Kulturveranstaltungen mit unter 100 Besuchern wieder möglich

Digitalisierung, Thomas Strobl, eGovernment, digitalBW
  • Digitalisierung

Drei Projekte im Finale des eGovernment-Wettbewerbs

Ein Hochzeitspaar wird vor der Kirche mit Blütenblättern beworfen.
  • Corona

Private Feiern sollen wieder erlaubt werden

Ein Junge klettert auf einem Indoor-Spielplatz über ein Kletternetz.
  • Richtlinien

Freizeitspaß und Infektionsschutz

Im Kinder- und Jugendhilfezentrum der Heimstiftung Karlsruhe gehen unbegleitete minderjährige Ausländer, kurz UMA, einen Flur entlang. (Foto: © dpa)
  • Coronavirus

Kinder- und Jugendarbeit startet stufenweise

Menschen sitzen auf Wiese mit Polizeiwagen im Hintergrund (Bild: © Christoph Schmidt/dpa)
  • Coronavirus

Polizei kündigt Kontrollen zu Pfingsten an

Eine Gruppe von Menschen fährt Achterbahn in einem Erlebnispark.
  • Coronavirus

Öffnung von Freizeitparks