Verbraucherschutz

Tipps zur Erkennung von Fake-Shops im Internet

ILLUSTRATION - Auf einer Computertastatur liegen Kreditkarten. (Foto: © dpa)

Das Verbraucherschutzministerium gibt Tipps zur Erkennung von Fake-Shops beim Online-Shopping. Die Beschwerden über betrügerische Onlineshops nehmen zu.

„In Pandemie-Zeiten weichen viele Verbraucherinnen und Verbraucher zum Einkaufen ins Internet aus. Fake-Shop-Betreiber reagieren schnell und bieten im Netz auf eigenen Internet-Seiten oder auf etablierten Verkaufsplattformen wie Amazon oder Ebay scheinbar besonders günstige Artikel an, die gerade gefragt sind. Das Problem nimmt weiter zu, weil die betrügerischen Shopping-Angebote immer professioneller werden und täuschend echt aussehen - umso wichtiger ist es daher, besonders aufmerksam zu sein“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Im Vergleich zum Vorjahr sind bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bereits deutlich mehr Verbraucherbeschwerden eingegangen.

Irreführung von Verbrauchern mit Fake-Shops immer raffinierter

Das heimtückische an Fake-Shops sei, so der Minister weiter, dass sie ihre Internetadressen schnell wechseln, sehr flexibel in der Aufmachung sind und schnell auf saisonale Kaufbedürfnisse eingehen. Geworben wird zunehmend in sozialen Netzwerken wie WhatsApp, Instagram und Co und auch in Shopping-Apps wie Wish. Außer derzeit begehrten Masken und Desinfektionsmitteln zum Schutz vor Corona-Infektionen, bieten Fake-Shops gefragte Elektronikartikel oder zum Frühjahr auch wieder beliebte Modeartikel an, liefern aber trotz Bezahlung keine oder minderwertige Ware.

Bei Fake-Shops geht es angeblichen Onlinehändlern nicht nur darum, mit vermeintlichen Schnäppchen Geld zu kassieren, sie wollen auch die persönlichen Daten und die Zahlungsdaten der Käufer sammeln. „Mit diesen Daten können die Betrüger dann weitere Straftaten im Namen der Käufer begehen“, warnte Minister Hauk. Besonders wichtig sei es daher, sich vor der Auswahl eines der verblüffend günstigen Angebote über die Bezahlmöglichkeiten zu informieren.

Augen auf bei Bezahlung mit Vorkasse

„Bei Shops, die nur Vorkasse anbieten, sollten sofort die Alarmglocken schrillen, denn das Geld ist dann im Zweifel weg. Verbraucher sollten auch stutzig werden, wenn anfangs scheinbar mehrere Zahlmethoden zur Auswahl stehen, am Ende jedoch plötzlich nur noch Vorkasse funktioniert“, betonte der Verbraucherminister. Andere Anhaltspunkte wie ein fehlendes Impressum, unvollständige Kontaktinformationen, falsche Adress- und Handelsregisterangaben oder Übersetzungsfehler fallen immer seltener ins Auge, weil sie inzwischen meist perfekt gefälscht werden und auf den ersten Blick nicht leicht zu erkennen sind.

Zunehmend kaufen Verbraucher auch mit Smartphones online ein. Hier werden die Adresszeilen (Domain) verkürzt oder gar nicht mehr angezeigt. Gekaperte Internetadressen, die bereits von einer anderen Firma oder Institution genutzt worden sind, machen deshalb in diesen Fällen nicht sofort stutzig. Verbraucher sollten die Adressen dennoch prüfen, zum Beispiel ist es unwahrscheinlich, dass unter der Internetadresse eines Klempners Badewäsche verkauft wird. Oft handelt es sich bei Fake-Shop-Betreibern nicht mehr um Einzelpersonen, sondern um professionell aufgestellte Netzwerke, die die Internetangebote und die Abwicklung der Vorkasse steuern. Teilweise bieten die Shops auch einen Service per E-Mail und als Telefon-Hotline an, hinter dem professionellen Callcenter im Ausland stehen. Die geschulten Mitarbeiter haben die Aufgabe, den Anrufer hinzuhalten und beispielsweise Lieferschwierigkeiten vorzutäuschen. Wiederholte Anrufe laufen häufig ins Leere.

Täuschungsversuche mit gefälschten Gütesiegeln und gekauften Bewertungen

Fake-Shop-Betreiber versuchen potentielle Kunden oft mit gefälschten Gütesiegen zu täuschen und damit eine seriöse Kaufabwicklung vorzugaukeln. „Ob das Siegel echt ist, lässt sich leider nur auf der Internetseite des Siegelanbieters herausfinden. Dort sind alle Firmen gelistet, die tatsächlich über das Zertifikat verfügen“, erklärte der Minister. „Ein weiteres Indiz, dass mit einem Shop etwas nicht stimmt und man misstrauisch werden sollte, sind die Bewertungen. Da die Internet-Adressen von Fake-Shops schnell wechseln können, gibt es entweder sehr wenige oder ausschließlich auffallend gute Bewertungen“, betonte der Minister. Zahlreiche gute und sehr gute Bewertungen sind häufig ebenfalls Fake, das heißt sie sind manipuliert oder automatisch generiert. Es empfiehlt sich daher, im Netz nachzusehen, ob andere Nutzer schon negative Erfahrungen mit diesem Shop gemacht haben.

Verbraucher, die vermuten, auf einen Fake-Shop hereingefallen zu sein, sollten schnell handeln und sich mit ihrer Hausbank in Verbindung setzen, um eine Überweisung des Geldes an die Fake-Shop-Betreiber zu verhindern. Auf jeden Fall sollten Verbraucher sofort Strafanzeige stellen. Diese ist auch im Internet über ein Online-Formular möglich, so dass die Strafverfolgungsbehörden bei gehäuften Beschwerden zum gleichen Fake-Shop gezielter vorgehen können. „Wer auf Nummer sichergehen will und zugleich die lokalen Einzelhändler in der Corona-Pandemie unterstützen will, kann auch den Click-and-Collect-Service nutzen. Bei online oder telefonisch gekauften Waren gelten die gleichen Bedingungen wie beim Onlineshopping“, sagte Hauk abschließend.

Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: Fake Shops

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