Tierschutz

Tierschutzbeirat berät Umweltvorschriften für Tierhaltungen

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)

Der Landesbeirat für Tierschutz hat sich in seiner 80. Sitzung unter anderem mit dem Thema Umweltvorschriften für Tierhaltungen befasst.

„Wie werden Nutztiere heute gehalten? Diese Frage stellen sich immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher. Deshalb ist es für die Landesregierung ein zentrales Thema, wie die Nutztierhaltung weiter verbessert und nach modernen Standards ermöglicht werden kann. Die Tierhalter brauchen aber Unterstützung bei der Umstellung von Nutztierhaltungen auf noch tierfreundlichere Verfahren. Zusätzliche Auflagen und Bürokratie dürfen gesellschaftlich erwünschte Verbesserungen bei der Tierhaltung dabei nicht behindern“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, im Nachgang zur 80. Sitzung des Landesbeirates für Tierschutz.

Der Landesbeirat für Tierschutz hat in den letzten beiden Sitzungen mit den Auswirkungen der aktuellen Novelle der sogenannten TA Luft (Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft) auf die tiergerechte Ausgestaltung von Nutztierhaltungen befasst. Der Tierschutzbeirat unterstützt die Position der Agrarministerkonferenz vom September 2019. Insbesondere muss vermieden werden, dass aufgrund einiger in der Novelle der TA Luft vorgesehener Änderungen der Schutzanforderungen die Weiterentwicklung der Tierhaltung in Richtung eines Mehr an Tierwohl behindert wird. Insbesondere bei kleineren Nutztierhaltungen muss die Einrichtung tiergerechter Haltungsverfahren mit Außenklima und Auslauf ohne zusätzliche Behinderungen und Auflagen zur Luftreinhaltung weiter möglich sein.

Kastration von Katzen

Der Tierschutzbeirat bekräftigt die Notwendigkeit, die Bemühungen zur Eindämmung des Elends unversorgter, freilebender Katzen zu verstärken. Er begrüßt die enormen Bemühungen ehrenamtlicher Tierschützer und Tierschützerinnen zur Betreuung solcher Katzenbestände und die durchgeführten Kastrationsaktionen zur Eindämmung der Vermehrung der Tiere. Die Unterstützung des Landestierschutzverbandes durch die Landesregierung in diesem Bereich wird ausdrücklich gewürdigt.

Der Beirat begrüßt weiterhin, dass inzwischen erste Gemeinden im Land, namentlich die Gemeinden Berglen und Schramberg, von der Ermächtigung in Paragraph 13b des Tierschutzgesetzes Gebrauch gemacht haben und Regelungen zur Verminderung der Anzahl an freilebenden Katzen in bestimmten Problemgebieten getroffen haben. Diese Maßnahmen können insbesondere die Beschränkung des Auslaufs unkastrierter Tiere und eine Kennzeichnung und Registrierung von Katzen, die in einem solchen Gebiet freien Auslauf haben können umfassen. „Ich begrüße die Initiativen dieser Gemeinden. Wir werden auch nochmals auf die Kommunalverbände zugehen und dort für die Umsetzung solcher Maßnahmen und die Unterstützung von Kastrationsaktionen freilebender Katzen durch die Gemeinden werben“, betonte der Minister.

Tierschutzwidrige Vergrämungsmethoden zur Taubenabwehr

Der Landesbeirat für Tierschutz hat sich bereits mehrfach mit immer wieder am Markt auftauchenden sogenannte Taubenpasten befasst. Diese klebrigen Pasten sollen auf Simsen oder Vorsprüngen an Gebäuden aufgebracht werden, mit dem Ziel, das Anfliegen und Landen von Tauben zu verhindern. Der Beirat weist darauf hin, dass es nachgewiesenermaßen auch beim Abstreuen der Pastenstränge mit Sand zu Verklebungen an Füßen, Gefieder und Schnäbeln bei Tauben und anderen Vögeln kommt und die Pasten auch für andere Tiere wie Fledermäuse und Insekten zur tödlichen Falle werden können.

Nach Paragraph 13 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes ist es verboten, zum Fangen, Fernhalten oder Verscheuchen von Wirbeltieren Vorrichtungen oder Stoffe anzuwenden, wenn damit die Gefahr vermeidbarer Schmerzen, Leiden oder Schäden für Wirbeltiere verbunden ist. Der Tierschutzbeirat bittet deshalb das Ministerium, die für Tier- und Artenschutz zuständigen Behörden im Land, in einem Schreiben auf die Tierschutzwidrigkeit der Vergrämungspasten hinzuweisen und deren Anwendung ausdrücklich nicht zu empfehlen. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz wird die zuständigen Behörden entsprechend informieren.

Der Landesbeirat für Tierschutz

Der Landesbeirat für Tierschutz berät das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Tierschutzfragen. Der Beirat soll zu grundsätzlichen Belangen des Tierschutzes sowie zu besonderen Tierschutzproblemen angehört werden. Der Beirat besteht aus dem Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz als Vorsitzendem sowie aus ehrenamtlichen Mitgliedern aus Verbänden und Organisationen.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Tierschutz

Ein Fahrradfahrer fährt in der Nähe von Tübingen in Baden-Württemberg auf einem Feldweg. (Bild: dpa)
  • Flurneuordnung

Neue Wege für Ravenstein-Merchingen

Ein Landwirt bei der Mostäpfellese mit Erntehelfern auf seiner Streuobstwiese. (Foto: © dpa)
  • Landschaftspflege

Mit Engagement die Kulturlandschaften erhalten

Viele junge Menschen im Ländlichen Raum sind aktiv in das Vereinsleben eingebunden. (Bild: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz)
  • Ländlicher Raum

Studie nimmt Jugend im Ländlichen Raum in den Blick

Symbolbild: Beim Urban Gardening (städtischer Gartenbau) werden durch die gärtnerische Nutzung auf innerstädtischen Flächen z.B. Blumen, Gemüse, Kräuter und Obstbäume angebaut. (Bild: Andreas Arnold / dpa)
  • Forschung

Bioökonomiekongress zieht positives Zwischenfazit

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
  • Artenschutz

Online-Konferenz zum Wolfsmanagement

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
  • Forst

Deutsche Waldtage beleuchten den Wald im Klimastress

Eine Herde Schafe im Biosphärengebiet Schwarzwald (© Emmler/RP Freiburg)
  • Herdenschutz

Drei gerissene Schafe im Neckar-Odenwald-Kreis

Kiebitz (Bild: © Sina Schuldt / dpa)
  • Biodiversität

Zweite Runde von „Baden-Württemberg blüht“ startet

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
  • Tiergesundheit

Maßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

3,2 Millionen Euro für 37 Projekte im Ländlichen Raum

Schafe stehen in Unterkessbach (Baden-Württemberg) auf einer Wiese. (Foto: © dpa)
  • Naturschutz

Schäferei-Kompetenz-Netzwerk startet

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
  • Tiergesundheit

Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest verhindern

Ein Mähdrescher erntet ein Weizenfeld ab. (Foto: dpa)
  • Landwirtschaft

Land unterstützt Bauern auf dem Weg in die digitale Zukunft

Eine Grinde, eine fast baumfreie Feuchtheide, aufgenommen am Schliffkopf im Nationalpark Schwarzwald. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
  • Naturschutz

Untersteller startet Biodiversitätstour im Schwarzwald

Die renaturierte Rems in Winterbach (Bild: Umweltministerium Baden-Württemberg)
  • Gewässerschutz

Initiative zum Gewässerschutz startet

Herbstlich gefärbte Blätter umranken die Fenster eines historischen Hauses. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

Neue Gemeinden im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Blick auf einen Wanderweg mit Spaziergängern am Lochenstein bei Balingen auf der Schwäbischen Alb (Bild: dpa - Bildfunk)
  • Geodaten

Mit neuen Wanderkarten zu mehr Naturerleben im Land

Ein Hauskaninchen wartet in seinem Stall in einem Gartengeschäft auf einen neuen Besitzer.
  • Tierschutz

Tiere auf bundesweiten Warntag vorbereiten

Die Weinberg-Steillagen mit mittelalterlichen Trockenmauern am Neckar bei Lauffen (Baden-Württemberg). (Bild: Bernd Weißbrod / dpa)
  • Weinbau

Herbstpressekonferenz des Weinbauverbandes Württemberg

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
  • Artenschutz

Wildkamera zeichnet Wolf im Odenwald auf

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
  • Landwirtschaft

Tierwohl-App „fit for pigs“ startet

Winzermeister Martin Behringer trägt zwei Eimer mit reifen Trauben zu einem Bottich (nicht abgebildet) für den Transport in Müllheim. (Bild: picture alliance/Philipp von Ditfurth/dpa)
  • Coronavirus

Änderungen an bestehenden Verordnungen und neue Verordnung für Saisonarbeit

Limpurger Rinder stehen auf einer Weide. (Bild: dpa)
  • Landwirtschaft

Hauk informiert sich zu Projekt „Schlachtung mit Achtung“

Ein Mann pflückt in einem Weinanbaugebiet Weintrauben von den Reben. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
  • Weinbau

Herbstpressekonferenz des Badischen Weinbauverbandes

Verkehrsminister Winfried Hermann (l.) überreicht der Stadt Karlsruhe und dem Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (r.) die Auszeichnung „Goldene Wildbiene“ (Bild: Verkehrsministerium Baden-Württemberg)
  • Artenschutz

Mit blühenden Verkehrs­inseln zu mehr Artenvielfalt