Ressourceneffizienz

Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“ nimmt Arbeit auf

Platinen liegen in einer Elektrorecycling-Abteilung (Foto: © dpa)

Umweltminister Franz Untersteller hat den Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“ am Karlsruher Institut für Technologie eröffnet. Mit der Ideenschmiede will Baden-Württemberg zu einem Vorreiter bei der Rohstoff- und Ressourceneffizienz werden.

Baden-Württemberg ist als rohstoffarmes Land mit einem hohen Anteil industrieller Wertschöpfung auf den sparsamen Umgang mit Rohstoffen und die Rückgewinnung von Ressourcen aus Abfällen angewiesen. Um den ressourcenökonomischen Herausforderungen zu begegnen und die Unternehmen im Land zu unterstützen, beschloss die Landesregierung am 9. Januar 2018, gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft einen Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“ zu errichten. Umweltminister Franz Untersteller hat die Denkfabrik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) feierlich eröffnet.

„Ressourcengewinnung, Ressourcennutzung, Ressourceneffizienz und Ressourcenrückgewinnung liegen in der Verantwortung von Politik und Wirtschaft“, machte Untersteller vor den rund 75 geladenen Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Verwaltung deutlich. „Mit dem Think Tank wollen wir den Dialog zwischen Industrie und Politik beflügeln, denn nur mit dem Know-how und der Praxisnähe der Unternehmen im Land werden wir eine zukunftsfähige ressourcenstrategische Politik verwirklichen können.“

Begrenzte Rohstoffe nachhaltig und verantwortungsvoll einsetzen

Der Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“ soll auf wissenschaftlicher Basis praktische und innovative Lösungen, Konzepte und Handlungsempfehlungen entwickeln und dabei sowohl den Produktionsprozess in den Unternehmen als auch die dabei eingesetzte Energie und natürlichen Ressourcen im Blick haben. Der Umweltminister ist überzeugt: „Mit dieser einzigartigen Ideenschmiede wird Baden-Württemberg zum Vorreiter bei der Rohstoff- und Ressourceneffizienz werden.“

„Begrenzte Rohstoffe spielen heute für die Entwicklung und Weiterentwicklung neuer Technologien eine wichtige Rolle. Gerade deshalb sehen wir es als unsere gesellschaftliche Verpflichtung an, sie nachhaltig und verantwortungsvoll einzusetzen“, sagte der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Ich freue mich sehr, dass das KIT mit seiner fachlichen Breite Beiträge zum Think Tank und damit auch für die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt in unserem Land leisten kann.“

Der Sprecher des Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“ und Vizepräsident für Innovation und Internationales am KIT, Professor Thomas Hirth, fügte hinzu: „Mit der Denkfabrik gehen wir den Rohstoffkreislauf ganzheitlich an: von der Gewinnung über die Nutzung bis zum Recycling, einschließlich der technologischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Folgen. Der gesellschaftliche Nutzen und der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen stehen für uns beim Schritt von der Erkenntnis zur Anwendung genauso im Fokus wie der wirtschaftliche Erfolg.“

Der Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“

Die ersten Arbeitsschwerpunkte des Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“ sind bereits definiert. So wird sich die Denkfabrik mit Fragen der Transparenz von Rohstoffen, der gesamtheitlichen Betrachtung einer unternehmerischen Kreislaufwirtschaft unter ökologischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten sowie den Herausforderungen des industriellen Wandels an die Versorgung, Verfügbarkeit und Sicherung von Rohstoffen beschäftigen.

Der Think Tank ist zunächst auf eine Laufzeit von vier Jahren angelegt. Die Kosten von zwei Millionen Euro im Jahr teilen sich das Land Baden-Württemberg und die Industrie. Verortet ist der Think Tank am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Ein Projektbeirat berät über die strategischen Themen und zu bearbeitenden Fragestellungen des Think Tank.

Folgende Unternehmen und Verbände haben sich bisher bereit erklärt, den Think Tank mitzufinanzieren: AUDI AG, Badische Stahlwerke GmbH, Carl Zeiss AG, Daimler AG, Robert Bosch GmbH, Scholz Recycling GmbH, SchwörerHaus KG, Umicore AG & Co. KG, Verband der Chemischen Industrie e.V. Landesverband Baden-Württemberg, Zeller+Gmelin GmbH & Co. KG.

Umweltministerium: Think Tank „Industrielle Ressourcenstrategien“

Umweltministerium: Ressourceneffizienz und Umwelttechnik

Umweltministerium: Landesstrategie Ressourceneffizienz

Umweltministerium: Broschüre – Think Tank Industrielle Ressourcenstrategien

Quelle:

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und Karlsruher Institut für Technologie
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