Flüchtlingshilfe

Land unterstützt Therapeutenausbildung im Nordirak

Der Traumatologe Jan Ilhan Kizilhan sitzt mit einer Frau im nordirakischen Dohuk im Büro des baden-württembergischen Sonderkontingents für bis zu 1000 traumatisierte IS-Opfer aus dem Nordirak (Bild: © dpa).

Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützt die Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten in der baden-württembergischen Partnerprovinz Dohuk im Nordirak. Wissenschaftliche Partner sind die Duale Hochschule Baden-Württemberg und die Universität Tübingen. An der Universität Dohuk soll hierzu ein leistungsfähiges Institut für Psychotherapie und Psychotraumatologie aufgebaut werden.

Initiiert wurde das Projekt von Prof. Dr. Dr. Jan Ilhan Kizilhan von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Villingen-Schwenningen. Ziel ist die Behandlung traumatisierter Flüchtlinge in Kliniken, Betreuungseinrichtungen und in den Flüchtlingscamps vor Ort. Es handelt sich hierbei um ein unmittelbares Folgeprojekt des baden-württembergischen Sonderkontingents der Landesregierung für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak.

Bekämpfung von Fluchtursachen erfordert psychologische Betreuung vor Ort

„Der sogenannte Islamische Staat hinterlässt eine Spur der Verwüstung“, erläutert Ministerin Theresia Bauer ihre Entscheidung. „Tausende Frauen wurden vergewaltigt, Kinder versklavt, Männer hingerichtet. Wenn wir über die die Bekämpfung von Fluchtursachen sprechen, dann gehört dazu eine psychologische Betreuung der zum Teil schwer traumatisierten Menschen vor Ort.“ 

Erfahrungen aus Flüchtlingscamps lassen dauerhaften Bedarf erwarten

Prof. Jan Ilhan Kizilhan berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen vor Ort: „Es gibt bislang keinerlei Strukturen, die eine dauerhafte Behandlung gewährleisten würden. Hier ist echte Aufbauarbeit gefragt.“  

Prof. Kizilhan war im Auftrag der Landesregierung im Zusammenhang mit dem Sonderkontingent besonders schutzbedürftiger Frauen und Kinder aus dem Nordirak tätig. Er erhielt dafür im Rahmen des diesjährigen Geneva Summit for Human Rights and Democracy am 23. Februar 2016 den Geneva Summit 2016 Women’s Rights Award. Vorgeschlagen wurde er für die Auszeichnung von US-Senatoren.  

In Folge dieses Engagements entwickelte er gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Hautzinger von der Universität Tübingen ein Konzept zur Ausbildung von Therapeutinnen und Therapeuten an der Universität Dohuk, an dem sich auch das Kurdistan Regional Government Ministry of Health in Dohuk beteiligen möchte.  

Baden-Württemberg legt den Grundstein - Weitere Unterstützer gesucht 

Das Wissenschaftsministerium finanziert den Grundbaustein von rund einer Million Euro. Damit kann die Gründung und der Aufbau eines Instituts an der Universität Dohuk sichergestellt werden.  

Regelmäßige Lehrveranstaltungen in Baden-Württemberg und Dohuk im Sinne eines wechselseitigen Austauschs sind elementarer Bestandteil der Konstruktion. Darüber hinaus soll ein E-Learning-Modul entwickelt werden. Die Praxisanteile sollen in Flüchtlingscamps, Kliniken und Betreuungseinrichtungen vor Ort absolviert werden. 

Um Stipendien für zunächst 30 Auszubildende über einen Zeitraum von drei Jahren sicherzustellen, ist die Initiative auf weitere Mittelgeber angewiesen.  

„Mit der Unterstützung durch das Wissenschaftsministerium möchten wir ein Signal an weitere Mittelgeber senden, sich für das Projekt zu engagieren“, sagt Bauer. 

Ziel sei es, im Sommer dieses Jahres mit dem Projekt zu starten, um im Frühjahr 2017 mit der Ausbildung beginnen zu können. Ein Teil der angehenden Therapeutinnen und Therapeuten soll darüber hinaus eine Zusatzqualifikation erhalten, um dann im Sinne eines „Train-The-Trainer“-Konzepts künftig in der Lage zu sein, selbst auszubilden.

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