Tierschutz

Tätigkeitsbericht der Landestierschutz­beauftragten veröffentlicht

Julia Stubenbord, Tierschutzbeauftragte der Landesregierung (Foto: © privat)

Die Landesbeauftragte für Tierschutz, Julia Stubenbord, hat ihren Tätigkeitsbericht für 2018 vorgestellt. Das Jahr 2018 war demnach geprägt von Tiefpunkten für den Tierschutz. Die Stabsstelle habe sich erneut bewährt und sei ein gefragter Ansprechpartner geblieben.

Der Fokus der Stabsstelle lag im Jahr 2018 vor allem auf Themen, die die Schweinehaltung betrafen, wie Ferkelkastration, Afrikanische Schweinepest oder die ausstehende Änderung der Tierschutznutztierhaltungs-Verordnung zur Fixierung der Sau im Kastenstand. „Das Jahr 2018 war geprägt von Tiefpunkten für den Schutz unserer Tiere“, so die Landesbeauftragte für Tierschutz, Dr. Julia Stubenbord rückblickend in Stuttgart. „Die Verschiebung des Verbotes der betäubungslosen Kastration von männlichen Ferkeln und die geplanten Änderungen in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung zum Kastenstand in der Sauenhaltung zeigten einmal mehr, dass seitens der Politik dem Staatsziel Tierschutz gegenüber ökonomischen Interessen nicht genügend Beachtung eingeräumt wurde“, erläutert Stubenbord.

Gleich zu Beginn des Jahres hatte auch Baden-Württemberg einen „Schlachthofskandal“. Leider sollte es im Jahr 2018 in Deutschland nur einer von vielen sein, in denen durch Videodokumentation einer NGO systematische Verstöße gegen das Tierschutzrecht aufgedeckt wurden. Die Stabsstelle sichtete das Videomaterial und unterstützte die Kolleginnen und Kollegen vor Ort.

Ein weiteres zentrales Thema des Jahres, für das sich die Stabstelle mit allen ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einsetzte, waren und sind die Missstände bei Tiertransporten in Drittländer.

Stabstelle bleibt gefragter Ansprechpartner

Von der Arbeit der Stabsstelle der Landesbeauftragten für Tierschutz gab es aber durchaus auch Positives für das Jahr 2018 zu berichten: „290 Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen und der Politik sowie knapp 80 Presseanfragen zeigen, dass die Stabsstelle auch im Jahr 2018 weiterhin ein gefragter Ansprechpartner geblieben ist. Die gesteigerte Unterstützung von Amtstierärztinnen und Amtstierärzten (von 40 Behördenanfragen im Jahr 2017 auf 94 im Jahr 2018) durch die Stabsstelle sehen wir als besonderes Vertrauen an. Auch Fortbildungsveranstaltungen für Tierärztinnen und Tierärzte hat die Stabsstelle weiter ausgebaut“, freut sich Stubenbord und verweist auf ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2018, der nun der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.
 
Tätigkeitsbericht 2018 der Stabsstelle der Landesbeauftragten für Tierschutz (PDF)
 
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Landesbeauftragte für Tierschutz