Auszeichnung

Staufermedaille in Gold an Ilse-Irmgard Dörges

Ilse-Irmgard Dörges anlässlich der Überreichung der Staufermedaille in Gold am 22. November 2013 im Neuen Schloss in Stuttgart

„Seit vielen Jahren und bis heute leistet Ilse-Irmgard Dörges Außergewöhnliches für junge kranke Menschen. Sie war und ist sowohl für Schwerkranke mit Aussicht auf Heilung da, als auch für diejenigen Patientinnen und Patienten, für die es aus medizinischer Sicht keine Hoffnung mehr gibt“, sagte Staatssekretär Klaus-Peter Murawski anlässlich der Überreichung der Staufermedaille in Gold an Ilse-Irmgard Dörges im Neuen Schloss in Stuttgart.

„Sie setzt sich ehrenamtlich ein, um Betroffenen und ihren Angehörigen den Leidensweg erträglicher zu gestalten. Diese schwierige und belastende Aufgabe erfüllt Frau Dörges seit vielen Jahren mit bewundernswerter Hingabe“, so Murawski weiter. Frau Dörges, die durch die Folgen der Kriegsgefangenschaft selbst gesundheitlich schwer angeschlagen ist, hat am eigenen Leib erfahren, welch schwere Aufgabe es ist, ein krebskrankes Kind zu pflegen. „Trotz der eigenen Schicksalsschläge ließ Frau Dörges nie den Kopf hängen, sondern strahlt ganz im Gegenteil bis heute Lebensfreude aus. Sie hat den Blick in ihrem Leben nach vorn gerichtet und wagte immer wieder einen Neuanfang“, so Murawski. Nach dem Krebstod ihrer Tochter Sabine gründete Ilse-Irmgard Dörges Mitte der 80er Jahre die Elterngruppe für krebskranke Kinder und Jugendliche Ludwigsburg e.V. Mit den Aktivitäten des Vereins wurden Eltern, betroffenen Kindern und Geschwisterkindern Angebote für persönlichen Austausch, professionelle Information und Freizeitgestaltung gemacht. Aus der Elterngruppe ging 2003 die „Sabine-Dörges-Stiftung für krebskranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ hervor. Über die vergangenen Jahrzehnte sammelte Frau Dörges mehrere Millionen Euro Spenden und half den Betroffenen damit direkt und indirekt.

Lebenswerk im Dienste der Mitmenschen

Sie unterstützte Krankenhäuser in Stuttgart und Bietigheim beispielsweise bei der Anschaffung medizinischer High-Tech-Geräte und der Finanzierung einer Arztstelle, für die im Klinik-Etat kein Geld mehr da war. Die Stiftung half bei der Einrichtung von Räumen der onkologischen und sozialpädiatrischen Ambulanz und Palliativstation, aber auch Elternzimmer wurden ausgestattet, Spielzeug und Bücher gekauft. Darüber hinaus unterstützte sie Familien finanziell und ermöglichte kranken Kindern zum Beispiel den Besuch eines Freizeitparks. Mit ihrem Engagement wurde Frau Dörges im Klinikalltag zum wertvollen Bindeglied zwischen Ärzten, Eltern und jungen Patienten. „Ilse-Irmgard Dörges gelang es, Trost zu spenden, zu ermutigen und neben aller modernen Diagnostik den kranken Menschen und seine Familie in den Mittelpunkt zu stellen. Solch ein Lebenswerk im Dienste der Mitmenschen mit großem Einsatz und Bescheidenheit voranzutreiben, ist auch angesichts aller persönlichen Schicksalsschläge eine wirklich außerordentliche Leistung, vor der wir Hochachtung haben und für die wir zu großem Dank verpflichtet sind“, betonte Staatssekretär Murawski.