Schule

„Starke BASIS!“ bündelt Unterstützung für Basiskompetenzen

Ein Schüler schreibt im Unterricht einen Text in sein Heft (Bild: © dpa).

Das Programm „Starke BASIS!“ bündelt innovative Unterstützungsangebote für den Erwerb von Basiskompetenzen. Grundlegende Kompetenzen in Deutsch und Mathematik sind das Fundament für erfolgreiches Lernen in allen Bereichen.

Das besondere Augenmerk auf die Basiskompetenzen von Schülerinnen und Schülern ist im Koalitionsvertrag (PDF) verankert. Sprachliche und mathematische Grundlagen sind schließlich elementar für alle Fächer und zudem der Ausgangspunkt für einen erfolgreichen Start in den Bildungsweg sowie dessen gesamten Verlauf. Deshalb ist eine qualitativ hochwertige Förderung der Basiskompetenzen essentiell – und dies ist umso drängender, da Bildungsstudienergebnisse darauf hindeuten, dass die Leistungen der Schülerinnen und Schüler bei den Basiskompetenzen in den Pandemiejahren weiter abgenommen haben. Das Programm „Starke BASIS!“ setzt hier an. Es bündelt und ergänzt bereits bestehende Unterstützungsangebote für Lehrkräfte und führt diese zu einem Gesamtkonzept zusammen, das auf wissenschaftlichen Erkenntnissen über wirksame Förderung gründet und systematisch evaluiert wird. Am 29. September 2022 fand nun die Auftaktveranstaltung zu „Starke BASIS!“ mit der Leitungsebene des Kultusministeriums, der Schulaufsicht, des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) sowie des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen statt. Gleichzeitig konnten Schulleitungen und interessierte Lehrkräfte an einer digitalen Veranstaltung teilnehmen und Impulse für den Unterricht der Kinder und Jugendlichen mitnehmen. „Die Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik sind die Grundlage nicht nur für schulischen Erfolg, sondern auch für den Übergang in einen Beruf und die gesellschaftliche Teilhabe“, sagte Kultusministerin Theresa Schopper und ergänzte: „Wir müssen es deshalb schaffen, dass mehr Schülerinnen und Schüler die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik erreichen.“

Ministerialdirektor Daniel Hager-Mann ordnete das Programm „Starke BASIS!“ in seinem Grußwort in das Qualitätskonzept des Landes ein. Er machte deutlich, dass die Stärkung der Basiskompetenzen ein zentrales Element des Qualitätskonzepts sein muss. „Von Bedeutung ist, dass wir unser Tun zukünftig noch stärker systematisieren und unsere Ressourcen noch zielgerichteter einsetzen“, sagte Hager-Mann und fügte an: „Unser Ziel ist es, mit den Maßnahmen und Projekten des Programms ‚Starke BASIS!‘ im Unterricht den größtmöglichen Effekt zu erzielen. Aussagekräftige Datenerhebungen sollen außerdem die Wirkung von Förderkonzepten auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schüler aufzeigen.“ 

Teilhabechancen erhöhen

ZSL-Präsident Dr. Thomas Riecke-Baulecke ging in seinem Vortrag unterdessen konkret auf die Ausgestaltung des Programms „Starke BASIS!“ ein, dessen Ziel es ist, Kinder und Jugendliche in den Klassenstufen 1 bis 8 in Deutsch und Mathematik zu fördern: „Aus wissenschaftlicher Sicht wird eine deutliche Fokussierung auf die Basiskompetenzen im sprachlichen und mathematischen Bereich empfohlen, da sie die Grundlage der kognitiven Prozesse und der Auseinandersetzung mit abstrakten Inhalten nicht nur in den Fächern Deutsch und Mathematik bilden.“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben gemeinsam mit Fachberaterinnen und Fachberatern des ZSL das Programm „Starke BASIS!“ entwickelt, dies gewährleistet eine hohe fachdidaktische Qualität und Anbindung an die Schulpraxis. „Starke BASIS!“ liefert neue Impulse für Lehrkräfte, um den Kindern und Jugendlichen weitere Lernerfolge zu ermöglichen. Das Programm soll dazu beitragen, die Teilhabechancen aller Schülerinnen und Schüler zu erhöhen und ihre Anschlussfähigkeit auch im Hinblick auf den aktuellen Fachkräftemangel zu verbessern. Damit trägt „Starke BASIS!“ auch zu einem gerechteren Schulsystem und somit zu mehr Chancengerechtigkeit bei.

In der Arbeitsphase im Anschluss an die Grußworte ging es in der Auftaktveranstaltung um die zentrale Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen Schulaufsicht, ZSL und den Schulen in der Region gestaltet werden kann. Die Ergebnisse sollen gemeinsam ausgewertet werden, um Schlussfolgerungen für das weitere Vorgehen zu ziehen. Auch für die Schulleitungen und Lehrkräfte gab es eine Austausch- beziehungsweise Arbeitsphase. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten aus einem Angebot an vier Foren zu den Bereichen Grundschule (Deutsch und Mathematik) und Sekundarstufe I (Deutsch und Mathematik) wählen.

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