Humanitäre Hilfe

Staatsministerin Schopper trifft Mirza Dinnayi

Staatsministerin Theresa Schopper (l.) und Mirza Dinnayi (r.) (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
Staatsministerin Theresa Schopper (l.) und Mirza Dinnayi (r.)

Staatsministerin Theresa Schopper hat den ezidischen Aktivisten und Aurora-Preis-Träger Mirza Dinnayi empfangen und ihm für seinen selbstlosen Einsatz für die Menschlichkeit gedankt.

„Mutig und selbstlos kümmert Mirza Dinnayi sich insbesondere um Frauen und Kinder, die in einer Konfliktsituation am meisten leiden, und riskiert sein eigenes Leben, um andere zu retten. Für seinen selbstlosen Einsatz für die Menschlichkeit gebühren ihm unser aller Dank und unsere Anerkennung“, sagte Staatsministerin Theresa Schopper anlässlich eines Treffens mit dem ezidischen Aktivisten und Aurora-Preis-Träger Mirza Dinnayi am Mittwoch, 27. November, im Staatsministerium Baden-Württemberg.

Dank und Anerkennung für selbstlosen Einsatz für die Menschlichkeit

Dinnayi setzte sich auf vielfältige Weise für die Opfer des selbsternannten „Islamischen Staates“ ein. Er rettete Hunderte von Frauen und Kindern, indem er sie selbst aus vom IS kontrollierten Gebieten transportiert und danach durch seine Organisation „Luftbrücke Irak“ mit der erforderlichen Behandlung und Unterstützung versorgt hat. Nicht selten riskierte Dinnayi dabei auch sein eigenes Leben: So überlebte er einen Hubschrauber-Absturz während einer Evakuierung im Jahr 2014.

In dem von der Landesregierung initiierten Sonderkontingent für besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak übernahm Dinnayi eine wichtige Rolle. Als ein Kooperationspartner der Landesregierung unterstützte er die Arbeit der Projektgruppe mit relevanten Erfahrungen, seinem Fachwissen und seinem aufrichtigen Interesse für die Schutzbedürftigen. „Mit dem Sonderkontingent konnten wir zeigen, dass Hilfe möglich ist, dass es möglich ist, Überlebenden von Krieg und Gewalt Schutz und Sicherheit in Deutschland zu geben sowie diese mit gutem Erfolg medizinisch und psychotherapeutisch zu versorgen und die Integration zu begleiten. Die durch dieses Projekt erprobten Strukturen können als Modell dienen, um weiteren traumatisierten Geflüchteten und Überlebenden von Terror und Gewalt ein Leben in Würde zu ermöglichen. Ein Erfolg, den wir auch der Hilfe von Mirza Dinnayi verdanken“, so die Staatsministerin.

Für sein vielfältiges Engagement erhielt Dinnayi im Oktober dieses Jahres den Aurora-Preis. Dieser wird von der Aurora Humanitarian Initiative im Namen der Überlebenden des Völkermordes an den Armeniern und als Zeichen der Dankbarkeit gegenüber ihren Rettern verliehen. „Zu dieser Auszeichnung kann ich Mirza Dinnayi nur beglückwünschen und ihm für sein vielfältiges humanitäres Engagement danken“, so die Ministerin.