Radverkehr

Radverkehr wird künftig im Land erforscht

Ein Fahrradfahrer fährt auf einer Fahrradstraße. (Bild:  Daniel Bockwoldt / dpa)

Ab dem Sommersemester 2020 wird an der Hochschule für Wirtschaft und Technik Karlsruhe eine vom Bund geförderte Stiftungsprofessur mit dem Schwerpunkt Radverkehr eingerichtet.

Die Hochschule für Wirtschaft und Technik Karlsruhe erhält den Zuschlag für eine vom Bund geförderte Stiftungsprofessur mit dem Schwerpunkt Radverkehr. Verkehrsminister Winfried Hermann gratulierte dem Institut und begrüßte die Entscheidung: „Die Radverkehrserforschung ist ein wichtiger Baustein für die Mobilität der Zukunft. Wir versprechen uns durch die spezifische Forschung wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Radverkehrs in Baden-Württemberg.“ Der Bund unterstreiche damit, wie notwendig eine wissenschaftliche Fundierung bei diesem wichtigen Zukunftsthema ist. „Es freut mich sehr, dass man auch auf Bundesebene den Radverkehr für einen relevanten Bereich einer nachhaltigen Mobilitätspolitik hält und hilft, ihn auf wissenschaftlicher Basis weiterzuentwickeln“, so Hermann weiter. 

Dem Karlsruher Institut ist es in einem zweistufigen Auswahlverfahren gelungen, ein 1,8 Millionen Euro schweres Fördervolumen nach Baden-Württemberg zu holen. In Karlsruhe wird bereits zum Studienfeld „Nachhaltige Mobilität“ geforscht und der Studiengang „Verkehrssystemmanagement“ angeboten. Ab dem Sommersemester 2020 wird die Professur für vorerst fünf Jahre eingerichtet. 

Als eine von sechs Institutionen bundesweit, wird die Hochschule Karlsruhe vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit jeweils einer Stiftungsprofessur ausgestattet. Mit der Förderung soll im Rahmen der Verkehrsforschung und -lehre der Radverkehr als eigenständige Verkehrsart in Deutschland stärkere Aufmerksamkeit erfahren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Hochschule soll es ermöglicht werden, eine Professur mit einem radverkehrsspezifischen Thema oder einem interdisziplinären Ansatz zu etablieren. Die Förderung ist Teil des Nationalen Radverkehrsplans 2020.