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Pünktlichkeit auf der Bodenseegürtelbahn soll verbessert werden

Eine Signalanlage steht neben einem Gleis (Bild: Uwe Zucchi / dpa).

Um den Fahrbetrieb im Nahverkehr auf der Bodenseegürtelbahn zu stabilisieren wird der Fahrplan angepasst. Damit reagiert das Land auf Verspätungen im Nahverkehr auf der Bodenseegürtelbahn. Die Fahrplanänderungen sollen ab 15. Dezember in Kraft treten.

Das Land reagiert auf die Verspätungen im Nahverkehr auf der Bodenseegürtelbahn und hat in Abstimmung mit DB Regio den Fahrplan angepasst. Ziel ist es, den Fahrbetrieb zu stabilisieren. Die Änderungen sollen zum Fahrplanwechsel ab dem 15. Dezember in Kraft treten. Hintergrund der Anpassungen sind die technisch- und sicherheitsbedingten längeren Zeiten, die zum Öffnen und Schließen der Türen an den neuen Zügen LINT 54 benötigt werden. Daher muss an den Bahnhöfen und Haltepunkten planerisch mehr Zeit im Fahrplan berücksichtigt werden. „Wir wollen mit den neuen Fahrzeugen auf der Bodenseegürtelbahn die Attraktivität auf der Schiene im Regionalverkehr steigern. Der Praxiseinsatz der Züge seit einigen Wochen zeigt jedoch, dass wir hier nachsteuern müssen, um die Qualität zu bieten, die wir uns als Ziel gesetzt haben. Darum haben wir mit Unterstützung der Nahverkehrsgesellschaft NVBW eine schnelle und pragmatische Lösung gefunden“, erläutert Prof. Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium Baden-Württemberg.

„Wir sind sehr froh, dass sich das Ministerium für Verkehr so kurzfristig zur Umsetzung von Fahrplananpassungen entschieden hat“, so David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio in Baden-Württemberg und ergänzt: „Wir brauchen Fahrpläne, die wir auch halten können. Oft genug hindern uns schon äußere Einflüsse daran, insofern sind die Anpassungen wegen der veränderten Fahrzeugeigenschaften absolut notwendig. Nachdem wir uns bereits vor der Einführung der LINT 54 über mögliche notwendige Fahrplananpassungen beraten haben, ist es gut, dass wir nun auf die zuletzt messbare Verschlechterung der Pünktlichkeit auf der Bodenseegürtelbahn reagieren.“

Regionalbahn-Züge fahren zur ungeraden Stunde bereits zur Minute 10 in Radolfzell ab

Konkret werden die Regionalbahn-Züge (RB) künftig im Taktfahrplan zur ungeraden Stunde bereits zur Minute 10 in Radolfzell abfahren. Anschluss aus Richtung Singen besteht auf die Züge der Bodenseegürtelbahn weiterhin mit den Zügen der Schwarzwaldbahn. Die Abfahrtszeiten aus Friedrichshafen in Richtung Radolfzell werden ebenfalls vorgelegt, um die verlängerten Stationsaufenthaltszeiten zu ermöglichen. Aus diesem Grund kann alle zwei Stunden zur geraden Stunde der Anschluss aus dem Regionalexpress (RE) aus Richtung Lindau nicht aufgenommen werden. Eine Fahrtmöglichkeit aus Richtung Lindau mit Anschluss in Richtung Radolfzell in Friedrichshafen besteht jedoch weiterhin mit den früher verkehrenden RB-Zügen. An den Stationen zwischen Friedrichshafen und Radolfzell kommt es zu geringen Änderungen der Abfahrtszeiten der Züge.

Seit dem 16. September 2019 werden fünf Neufahrzeuge des Typs LINT 54 auf der Bodenseegürtelbahn zwischen Friedrichshafen und Radolfzell / Singen sowie bei einzelnen Zügen auch auf anderen Strecken eingesetzt. Die Fahrzeuge sind im Eigentum des Landes und werden von der SWEG in der Werkstatt in Gammertingen gewartet. Die DB ZugBus Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) erbringt die Zugleistungen im RB-Verkehr auf der Bodenseegürtelbahn im Rahmen des Verkehrsvertrags zum Netz 16b mit dem Ministerium für Verkehr und der bayerischen Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) seit Dezember 2017. Sie setzt dazu Triebwagen der Baureihe VT 650 sowie die zusätzlich bereitgestellten Fahrzeuge des Typs LINT 54 ein.