Schule

Pilotprojekt zur Stärkung der Lese- und Schreibkompetenzen startet

Ein Schüler schreibt im Unterricht einen Text in sein Heft (Bild: © dpa).

An rund 60 Haupt- und Werkrealschulen im Land startet das Pilotprojekt „Textprofis“ zur Förderung der Basiskompetenzen Lesen und Schreiben. Ziel des Projekts ist es, Leseverständnis und -flüssigkeit, Rechtschreibung sowie Schreibflüssigkeit von Schülern der fünften Klasse zu verbessern.

Das Kultusministerium startet im aktuellen Schuljahr 2020/21 ein Pilotprojekt, um ein neues Förderkonzept zur Stärkung der Basiskompetenzen Lesen und Schreiben der Schülerinnen und Schüler an Haupt- und Werkrealschulen zu erproben. „Mit den ‚Textprofis‘ gehen wir in der gezielten Förderung der leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler neue Wege“, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann auf der Auftaktveranstaltung des Pilotprojekts. Das Projekt hat großes Interesse und Zuspruch bei den Schulen gefunden: Rund 60 Haupt- und Werkrealschulen werden das gemeinsam von Kultusministerium und Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) mit dem Mercator Institut der Universität zu Köln initiierte Förderkonzept testen, bevor es an allen Haupt- und Werkrealschulen zum Einsatz kommen soll.

Haupt- und Werkrealschulen stärken

„Die Haupt- und Werkrealschulen leisten hervorragende Arbeit. Mit ihrem Profil, das sich durch eine enge Praxisnähe auszeichnet, bereiten sie die jungen Menschen in besonderer Weise auf eine berufliche Ausbildung vor. Die Rückmeldungen der Lehrkräfte und der Schulleitungen sowie die Befunde von Bildungsstudien machen aber die besonderen Herausforderungen an den Haupt- und Werkrealschulen deutlich. Deshalb müssen wir diese Schulart stärken“, sagt Kultusministerin Eisenmann und ergänzt: „Die Schulen wollen etwas für ihre Schüler bewegen: Die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler sollen erfahren können, dass sie etwas leisten und Lernerfolge haben können. Dabei unterstützen wir die Schulen.“

Kompetenzen in Lesen und Schreiben sind die Grundlage für den Unterricht und Stoffvermittlung in allen anderen Fächern, weshalb ausreichende Kompetenzen so wichtig sind für den gesamten Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler. Hier setzt das Pilotprojekt „Textprofis – Stärkung der Basiskompetenzen Lesen und Schreiben der Klassenstufe fünf an den Haupt- und Werkrealschulen“ an. Ziel des Förderkonzepts ist, das Leseverständnis und die Leseflüssigkeit, die Rechtschreibung und die Schreibflüssigkeit, die Erweiterung des Wortschatzes und die Textproduktion der Schülerinnen und Schüler in Klasse fünf zu verbessern. Durch passende Materialien und geeignete Methoden sollen dabei nicht nur sprachliche und schriftliche Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler verbessert, sondern auch Motivation und Durchhaltevermögen gefördert werden.

Pilotprojekt wird fachlich begleitet und evaluiert

Das Förderangebot soll in Form eines täglich zur selben Zeit stattfindenden 20-minütigen Lernbands organisiert werden, in welchem erprobte und für den Einsatz in Baden-Württemberg adaptierte Lernmaterialien des Mercator Instituts eingesetzt werden. Die Materialien, die sich an der Erlebniswelt der Schülerinnen und Schüler orientieren, sollen eine zusätzliche Motivation bieten. Zum Einsatz kommt auch ein digitaler Lesestift, mit dem die Schülerinnen und Schüler in ihrem eigenen Tempo den Text lesen und zugleich über Kopfhörer hören können, was laut Einschätzung von Fachleuten die Leseflüssigkeit zusätzlich fördert.

Unterstützt werden die Lehrerinnen und Lehrer dabei durch qualifizierte Trainer des Mercator Instituts sowie Fachberaterinnen und Fachberater, die eigens für den Einsatz qualifiziert wurden, damit ihre Unterstützung möglichst wirksam ist. „Wir setzen bei diesem Konzept bewusst auf eine gezielte und systematische Förderung der Schülerinnen und Schüler. Davon versprechen wir uns eine nachhaltige und systematische Stärkung der grundlegenden Techniken im Lesen und Schreiben. Durch das stetige Training soll Lesen und Schreiben für die Schülerinnen und Schüler zu einer selbstverständlichen Routine werden“, erläutert die Ministerin. Gemeinsam mit dem ZSL und mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Mercator-Institut sowie durch das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg wird der Pilot fachlich begleitet und evaluiert. Das ZSL unterstützt zudem den praktischen Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Schulen mit themenspezifischen Austauschangeboten.

Stärkung der Basiskompetenzen Lesen und Schreiben

Bereits im vergangenen Jahr hat Kultusministerin Eisenmann eine Debatte angestoßen mit dem Ziel, die Haupt- und Werkrealschulen im Land zu stärken und pädagogisch weiterzuentwickeln. Am 4. Juni 2019 lud sie deshalb Schulleiterinnen und Schulleiter von Haupt- und Werkrealschulen zu einem offenen Austausch ein, um ein Meinungsbild aus der Praxis zu erhalten. Eine zentrale Rückmeldung der Schulleiter war, dass sie dringend eine Stärkung der Basiskompetenzen Lesen und Schreiben benötigen. Im Kreis der Schulpraktiker hatte die Ministerin die ersten Planungen zum Projekt „Textprofis“ vorgestellt. Die Reaktion war, dass die Maßnahmen als sehr praktikabel und wertvolle Unterstützungsmöglichkeit aufgenommen wurden. Die umfangreichen Vorbereitungen und die Auftaktveranstaltung sind in der Folge allerdings der Pandemie zum Opfer gefallen und mussten zeitlich verschoben werden.

Für das Pilotprojekt stehen für die Jahre 2020 und 2021 jeweils 150.000 Euro zur Verfügung.

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