Zivilgesellschaft

„Participation Day“ bringt Nichtregierungsorganisationen aus allen Donaustaaten zusammen

Eine ehrenamtliche Helferin spricht in Schwetzingen in einem Zimmer der Flüchtlingsunterkunft mit einem Flüchtling aus Gambia (Bild: © dpa).

Im Vorfeld zum Jahresforum der EU-Strategie für den Donauraum (29. und 30. Oktober 2015 in Ulm) kommen heute beim „Participation Day“ 150 Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen aus allen Donauländern nach Ulm, um über Mitwirkungsmöglichkeiten für die Zivilgesellschaft in Südosteuropa zu diskutieren.

„Die aktuelle Flüchtlingssituation hat einmal mehr anschaulich gezeigt, welche Kräfte eine engagierte Zivilgesellschaft frei setzen kann“, so Staatsrätin Gisela Erler, die von Seiten der Landesregierung an der Veranstaltung teilnimmt und am Folgetag auch die Ergebnisse der Konferenz im Hauptprogramm des Jahresforums vorstellen wird. „Gegenüber unseren Partnern im Donauraum werben wir dafür, das Engagement und den Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft als große Chance zu sehen“, so Erler.

Plattform für vielfältiges Engagement der Zivilgesellschaft im Donauraum

Der „Participation Day“ findet nach 2014 im österreichischen Eisenstadt zum zweiten Mal statt. Er bietet eine Plattform für das vielfältige Engagement der Zivilgesellschaft im Donauraum zu bieten und fördert die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in die Donauraumstrategie. In Workshops und Beiträgen werden von der Jugendarbeit über die Integration von Sinti und Roma bis hin zum lebenslangen Lernen und zum sozialen Unternehmertum viele unterschiedliche Themen zivilgesellschaftlichen Engagements diskutiert.

Zur Veranstaltung hatten neben dem Bereich „Institutionelle Kapazitäten und Kooperation“ der Donauraumstrategie unter anderem das Danube Civil Society Forum und die Agapedia Stiftung eingeladen. Organisiert wird die Veranstaltung vom Institut für virtuelles und reales Lernen in der Erwachsenenbildung an der Universität Ulm (ILEU) e.V. „Uns geht es darum, auch den Bürgerinnen und Bürgern, den Nichtregierungsorganisation und Graswurzelbewegungen aus dem Donauraum eine Plattform zu geben und diese an die Politik und die Donauraumstrategie heranzuführen“, so die Projektleiterin der Veranstaltung und ILEU-Vorsitzende Carmen Stadelhofer.

Der „Participation Day“ wird finanziell unterstützt vom Staatsministerium Baden-Württemberg, der Baden-Württemberg Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, der Foster Europe Stiftung, der Stadt Ulm, der Universität Ulm und dem Haus der Begegnung Ulm.

Die EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR)

Am 24. Juni 2011 wurde die EUSDR offiziell durch den Europäischen Rat verabschiedet. Sie verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit der Donauländer zu stärken. Schwerpunkte sind die Bereiche Infrastruktur, Umweltschutz, die Schaffung von Wohlstand sowie gute Regierungsführung. Die Strategie umfasst neun EU-Mitgliedstaaten: Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Österreich, die Tschechische Republik, Ungarn, Rumänien, die Slowakische Republik und Slowenien. Außerhalb der EU bezieht sie Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, die Republik Moldau und die Ukraine ein.

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