Familie und Beruf

Neues Transferprojekt aus „familyNET 4.0“

Eine Frau sitzt in ihrem Arbeitszimmer zu Hause und arbeitet am Computer. (Foto: © dpa)

Das neue Transferprojekt „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch digitale Lösungen fördern.

Im Januar startete das Transferprojekt „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“. Mit dem Projekt fördert das Wirtschaftsministerium die Umsetzung von digitalen Lösungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Die Digitalisierung eröffnet vielfältige Möglichkeiten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unternehmen mit digital unterstützten Lösungen für eine moderne und familienbewusste Personalpolitik sind im Wettbewerb um Fachkräfte klar im Vorteil“, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Digitale und familienbewusste Unternehmenskultur

Das Projekt verfolgt das Ziel, möglichst viele Unternehmen über eine digitale, familienbewusste und lebensphasenorientierte Unternehmenskultur zu informieren und bei der Umsetzung von neuen Modellen zu beraten. In einem Fachforum werden Themen wie „Digitale flexible Arbeitsmodelle“, „Gesundheit 4.0“, „Führung 4.0“ und „Agile Teams, Kollaboration und Vernetzung“ vermittelt. Zudem wird ein Schwerpunkt darauf liegen, neue, digitale Formate zu erarbeiten und umzusetzen, die Unternehmen bei der Einführung dieser Themen unterstützen. „Wir möchten damit unternehmensinterne Entwicklungen anstoßen und direkt praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten aufzeigen“, so die Ministerin zu den Veranstaltungen.

Als Grundlage dienen die Handlungsempfehlungen des Leitfadens „Digitales familienbewusstes Unternehmen“, der 2019 im Rahmen des Modellprojekts familyNET 4.0 erarbeitet wurde. Er beinhaltet praxisnahe Konzepte, Angebote und Maßnahmen für mobiles Arbeiten, Führung 4.0 und virtuelle Teams, Gesundheit in der digitalen Welt, lernende Organisationen und lernbereite Beschäftigte sowie lebensphasenorientierte Arbeits(zeit)modelle. „Die Einführung und Umsetzung von digital unterstützten Arbeitsformen ist für viele Unternehmen natürlich erstmal eine Herausforderung, bei der wir sie mit unserem Leitfaden und passenden Informationsangeboten bestmöglich unterstützen wollen“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

Wettbewerb wird im Herbst 2020 ausgeschrieben

Teil des Transferprojekts ist ebenfalls der Wettbewerb „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“, der im Herbst 2020 ausgeschrieben wird. Unternehmen mit besonders innovativen und nachhaltigen Angeboten zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Zeiten der Digitalisierung werden mit dem Award familyNET 4.0 ausgezeichnet und als Best-Practice-Beispiele bekanntgemacht.

Das Wirtschaftsministerium fördert das neue Transferprojekt 2020 bis 2021 mit rund 182.000 Euro. Das Projekt wird vom Arbeitgeberverband Südwestmetall mit rund 111.500 Euro kofinanziert. Projektträger ist die BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH, ein Unternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft. Kooperationspartner des Transferprojekts ist der Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg.

familyNET 4.0

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