Krisenmanagement

Neues Krisenmanagement-Handbuch für professionelle Krisenbewältigung

Das Krisenmanagement-Handbuch Baden-Württemberg bietet der Öffentlichen Verwaltung im Land wichtige Informationen, Handreichungen und Planungshilfen zu Vorsorge, Bewältigung und Nachbereitung von Krisen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Symbolbild

In der Sitzung des Ministerrates am 7. Oktober 2025 stellte der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl das Krisenmanagement-Handbuch Baden-Württemberg vor. Dieses bietet der Öffentlichen Verwaltung im Land wichtige Informationen, Handreichungen und Planungshilfen zu Vorsorge, Bewältigung und Nachbereitung von Krisen.

„Hochwasser, flächendeckende Stromausfälle, Stürme, Erdbeben oder Gefahrstoffunfälle – die möglichen Szenarien sind vielfältig. Unsere Einsatzkräfte sind regelmäßig gefordert, die Krisen häufen sich. Dabei zeigt sich immer wieder: Der Katastrophenschutz bei uns in Baden-Württemberg ist gut aufgestellt. Und damit wir weiterhin für alle möglichen Lagen gewappnet sind, bleiben wir nicht stehen. Es geht darum, für den Fall einer Krise bestmöglich vorbereitet zu sein. Heute habe ich im Kabinett das Krisenmanagement-Handbuch vorgestellt, in dem wir Wissen und Informationen bündeln. Damit geben wir den Entscheidungsträgern eine wertvolle Unterstützung an die Hand“, sagte Innenminister Thomas Strobl anlässlich der Vorstellung des Krisenmanagement-Handbuches in Stuttgart.

Übergreifendes Krisenmanagement von zentraler Bedeutung

Das Krisenmanagement-Handbuch Baden-Württemberg bietet neben Hintergrundinformationen zum Krisenmanagement auch Handreichungen und Planungshilfen zur Vorsorge, Bewältigung und Nachbereitung von Krisen. Es ist bewusst als aufwachsendes Nachschlagewerk ausgestaltet und kann so bedarfsgerecht um weitere Kapitel ergänzt werden. Denn die Krisenszenarien der vergangenen Jahre haben gezeigt: Ein gemeinsames und Ministerien übergreifendes Krisenmanagement ist von zentraler Bedeutung. Für ein professionelles, effizientes und zielgerichtetes Krisenmanagement müssen alle Beteiligten schnell, planvoll und koordiniert zusammenwirken. Dies setzt neben einer optimalen Vorbereitung ein einheitliches Führungsverständnis aller Entscheidungsebenen voraus.

Inhalte des Handbuchs

Das Handbuch bietet folgende Inhalte:

  1. Kapitel „Rechtliche Grundlagen“: In einer Übersicht mit entsprechenden Links sind Rechtsgrundlagen aufgeführt, die Bezüge zu den Themengebieten Krisenmanagement, Gefahrenabwehr und Kritische Infrastrukturen (KRITIS) aufweisen.
  2. Kapitel „Relevante Szenarien“: Faktenblätter zu verschiedenen Szenarien dienen dazu, einen gemeinsamen Überblick über mögliche Krisenszenarien zu schaffen, die für Baden-Württemberg eine besondere Relevanz aufweisen.
  3. Kapitel „Fachinformationen“: In diesem Kapitel sind beispielsweise Informationen zum Sonderinformationsdienst der Landesregierung (das sogenannte „Kriseninternet“), zur Warnung der Bevölkerung, zu verschiedenen KRITIS-Bereichen, zur Stabsarbeit, zu hybriden Bedrohungen und zum Virtual Operations Support Team Baden-Württemberg (VOSTbw) enthalten.

Relevante Informationen hat das Innenministerium in Form von Faktenblättern kurz und prägnant aufbereitet. So soll den Lesern ein erster schneller Überblick über ein krisenrelevantes Thema gegeben werden. Hinweise auf weiterführende Informationen und Ansprechpartner ermöglichen bei Bedarf das Einholen tiefergehender Informationen. Ergänzt wird das Handbuch durch verschiedene Erreichbarkeitsverzeichnisse sowie praktische Vorlagen. Weitere Inhalte wird das Innenministerium nach und nach erstellen. Das Krisenmanagement-Handbuch wird in der Elektronischen Lagedarstellung Bevölkerungsschutz bereitgestellt. Damit wird die Elektronische Lagedarstellung Bevölkerungsschutz als zentrale digitale Plattform im Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement weiter ausgebaut. Es richtet sich zunächst an Ministerien und Regierungspräsidien.

Im nächsten Schritt werden geeignete Inhalte des Handbuchs bis Jahresende 2025 auch auf Gemeindeebene bereitgestellt.

Weitere Meldungen

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

Symbolbild: Eine Frau versucht sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen (Bild: dpa).
Opferschutz

13 Millionen Euro für Opfer aus Gewalttaten

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Landgericht Ulm
Justiz

Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen wird genannt

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026

20261008_MIN Kriegsgräberfürsorge
Gedenken

Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.